Montag, 11. Dezember 2017

Neuwahlen: Possenspiel der Demokratie - die europäische Amnesie

Für mich ergibt sich keine Notwendigkeit, das politische Geschehen in Deutschland zu kommentieren. Es geht seinen Gang, wie ich es in meinen Blogs bereits von 10 Jahren beschrieb. Der Neoliberalis ist heute der Standard zur Beurteilung von Situationen und der Lösungsfindung.

Demokratische Wahlen enden heute immer im Sinne der Mächtigen mit einem oder max. 3% über 50. Gesetzesänderungen und -neuerungen werden immer in Sinne des Neoliberalismus verabschiedet unter der Behauptung, sie würden dem Volke dienen.

Weder die Medien noch die Kreise der sogenannten Intellektuellen bringen diese"Neuerungen" in den korrekten Zusammenhang, der besagt, dass der Sozialstaat systematisch in die Zahlungsunfähigkeit gebracht wird, um am Ende durch eine falsch gebildete Öffentliche Meinung durch demokratische Entscheidungen gänzlich abgeschafft zu werden. Wer den Sozialstaat und damit auch den Staat abschafft, ist ein Antidemokrat. Doch genau das begreift ein Mensch, der den Neoliberalimus begreift, nicht mehr als Antidemokratie, sondern als Fortschritt.

Die Tendenz der öffentlichen Meinung ist längst im Sinne des Neoliberalismus geschult. Heute redet niemand mehr von einer "Neuen Weltordnung", die er nicht haben möchte. Heute ist er für diese "Neue Weltordnung" und will sie unbedingt durchsetzen. Ein Phänomen, dass ich schon vor Jahren als Szenario von mir beschriebe wurde.

Das neue Europa ist längst geboren


Europa ist nicht mehr zu helfen. Die Bevölkerung ist der neoliberalen Bildung erlegen. Sie verfügt über keinen Zugang mehr die Situation aus einer anderen Perspektive - z. B. der Demokratie und der sozialen Verantwortung zu beurteilen. 



Es gibt daher nicht nur die "Geburtswehen des Neuen Nahen-Osten", der mit Bomben, Aufständen und angezettelten Bürgerkriegen eingeleitet werden,  sondern Europa ist längst neugeboren worden und begreift selbst seine Vergangenheit nur noch aus der Unternehmer-Perspektive. Sie folgen alle nur noch dem Qui Bono - wie ein Buchhalter, der nach dem Haben sucht - ohne Sinn und Zweck.

Wer dem Geld folgen will, sollte zumindest den Zweck nicht nur im Gewinn begreifen, sondern wer dem Geld folgt muss begreifen, welche Rechte beschnitten wurden, um diese Gewinne überhaupt zu realisieren.

Genau hier - an diesem Punkt - gibt es heute in der Masse der Menschen kein Verstehen mehr = sie haben dafür keinen Verstand mehr, sondern nur noch den Neoliberalismus, der für Demokratie kein guter Berater ist, sondern diese als Feind des Gewinns begreift.

Die Mehrheit leben längst den sogenannten "nützlichen Egoismus". Für sie ist das längst eine menschliche Lebensstrategie geworden, die sie selbst in der Natur wiedererkennen wollen. 

Daher ist es schnurzegal ob nun Neuwahlen anstehen oder die Große Koalition wieder das "Ruder" übernimmt. Die Mannschaft dieses Schiffes will ans selbe Ziel wie ihre Machthaber, lediglich auf einem anderen Weg.

Ich kann mich noch sehr gut an Diskussion über "Null Zinsen" erinnern. Meine Kontrahenten wollten dies unbedingt. Jetzt habe sie ihre "Null Zinsen" - und es hat sich nichts geändert - weil sie nicht verstehen können/wollen, dass Zins und Gewinn ein und dasselbe ist. Und wer den Zins abschafft muss auch den Gewinn abschaffen, um etwas zu verändern.

Sie sind nicht in der Lage zu begreifen, dass es nicht nur eine Seite einer Medaille gibt. Sie versperren sich daher - wie übrigens alle, die behaupten sie hätten Wissen über Wirtschaft - der Realität.

Deshalb ist die Welt bildlich gesprochen immer noch eine Scheibe. Die Aufklärung liegt brüllen und hungrig in nassen Windeln - und niemand kümmert sich um sie. In einem Jahrzehnt wird sie wohl gänzlich für die Menschheit vergessen sein.

Niemand kann sagen, wie lange es dauert wird bis all dieses Wissen wieder neu ersonnen wird.



1 Kommentar:

  1. Wenn der sozialstaat abgeschafft wird, was wird aus denen die arbeitslos sind ? Sollen die dann am besten sterben ?
    wird das soziale netz vollkommen abgeschafft oder privatisert unter dem deckmantel sozial weitergeführr ?
    Ich will und kann, schon aus eigener exizstenz not nicht begreifen wie da noch eine gesellschaft funktionieren soll.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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