Freitag, 12. September 2008

Die neuen Schurkenstaaten: Bolivien und Venezuela

Kaum hat Bolivien angekündigt, dass des den Tourismus selber verwalten wolle, damit die eigene Bevölkerung an diesem Wirtschaftszweig mitverdienen kann, kommt es mit den USA zu einer Auseinandersetzung.

Am 11.09.2007 wirft Boliviens Präsident Morales US-Diplomat Goldberg Verschwörung mit Gegnern, Sabotage von Gasleitungen und Plünderungen vor. Er muss das Land jetzt verlassen. Im Gegenzug wird von USA der bolivianische Botschafter als unerwünscht erklärt.

Die Süddeutsche schreibt über Goldberg am 11.09.2008:

"Der amerikanische Diplomat Philip Goldberg hat Erfahrung mit zerfallenden Staaten, er war in den vergangenen Jahren in Bosnien und im Kosovo auf Posten. Seit 2006 dient Goldberg als US-Botschafter in La Paz, Bolivien. Doch die Gastgeber wollen diese Etappe nun beenden, sie sind seiner überdrüssig."

Ob diese Erfahrungen in "zerfallenden Staaten" ausschließlich auf diplomatischer Ebene zu suchen ist ist fraglich. Denn auch bezüglich der Verhaftung von Milosovic wurden amerikanische Stimmen laut, die behaupten, dass es Absprachen zwischen der US_Regierung und Milosovic gegeben haben, die ihn bis zu seiner Verhaftung schützten. Hier war von Geld, sehr viel Geld die Rede.

Jedenfalls traf Goldberg den Rädelsführer Rubén Costas, den Gouverneur von Santa Cruz, das sich wie vier weitere Departments als autonom betrachtet. Costas leitet den Aufstand im fruchtbaren, wohlhabenden und europäisch geprägten Tiefland. Reaktionäre Politiker und Vandalen ziehen dort immer skrupelloser gegen Morales und seine Bewegung für den Sozialismus (MAS) aus dem kargen und indianischen Hochland zu Felde.

In diesem Film sehen Sie wie Amerika zugibt, dass es Milizien finanziell und militärisch fördert. Dies geschähe meist über das CIA oder andere Organisationen. Die USA sehen UN als ihr eigenes politisches Instrument an und gehen davon aus, dass die UN das tut was die USA sagen. So funktionierte es ja aus.


Venezuelas Öl rückt in amerikanische Reichweite


Nicht nur der Irak ist gefallen, auch der Iran ist als Schurkenstaat im Visier. Jetzt gibt Venezuela endlich einen Grund es zur Achse des Bösen zählen zu können.

Denn Chavez springt Bolivien prompt zu Seite, weist heute (12.09.08) die US-Botschafter aus dem Land und beordert die eigenen zurück aus den USA. Sein Ton wird aber noch schärfer.

Venezuela droht mit Öl-STOPP

Venezuela werde erst wieder einen Botschafter in die Vereinigten Staaten schicken, wenn Präsident George W. Bush abgelöst sei. Im Falle einer Aggression der Vereinigten Staaten gegen sein Land stelle Venezuela die Öllieferungen ein.

Eine verhängnisvolle Erklärung des Präsidenten, denn Amerika will um jeden Preis als unerpressbar gelten und läßt sich schon gar nicht mit Öllieferungen drohen. Bis jetzt waren auf solche Drohungen immer politische Antworten gefolgt.

Wie Fall des Schahs von Persien: Die radiakale Diktatur störte Amerika erst dann, als Persien jetzt Iran damit begann, die Ölförderung eigenen verantwortlich zu übernehmen. Das empfindet Amerika grundsätzlich an Angriff auf die Demokratie obwohl es eine rein wirtschaftliche Angelegenheit ist. Auch Venezuela hat damit begonnen die US-Ölfirmen zum Teil zu verstaatlichen, damit das eigenen Volk einen Nutzen aus den Rohstoffen unter ihren Füßen hat. Diese Ziel verfolgt auch Russland.

Unter diesem Betrachtungspunkt wird die Strategie der USA mehr als deutlich. Die Bewaffung von vermeintlichen Freiheitskämpfern, die lediglich die wirtschaftlichen Interessen der USA stützten und sonst Angst und Schrecken in den Ländern verbreiten, sind völkerrechtswidrig, werden aber von den USA als legitimes Recht angesehen und niemals von der Weltöffentlichkeit geandet.

Offensichtlich sind die USA auch im Falle Georgien so verfahren, denn Georgien wird schon lange von den USA und auch von Deutschland militärisch und finanziell unterstützt. Georgien diente wohl als Stellvertreterkrieg, um Russland aus der Reserve zu locken. Denn die Kriegspopaganda der USA braucht Argumentationen um die Angst und den Kalten Krieg wieder aufbereiten zu können.

Videos zum Georgienkonflikt




FOCUS:
Der rote Rüpel und die Russen
Alleine schon die Überschrift enthält kriegsschürende Propaganda und lässt die Angst vor dem kalten Krieg wieder aufkommen, die der CIA und auch GLADIO (Geheimarmee der NATO) vorbildlich aufbereiten und inszenierten. Ebenso unterhielt der CIA in den 1950er Verlagshäuser, die ausschließlich Autoren "PRO Kalten Krieg" unterstützt haben, kritische Stimmen zu der Inszenierung wurden einfach mit wirtschaftlichen und materiellen Mittel zensiert.

Russlands Kriegsflotte zeigt Flagge im US-Hinterhof
(24.09.08 RIA)

Die Marineübung von Russland und Venezuela im Atlantik verspricht zu einem großen Schlagzeilenmacher zu werden.

Allein schon das Eintreffen der russischen Kriegsschiffe in der Karibik löst heftige Diskussionen aus, während die derzeitigen internationalen Spannungen das Gespenst des Kalten Krieges wieder erwachen lassen.

>>weiter





Mediale US Kriegspropaganda gegen Ahmadinejad - Konzernmedien lassen grüßen


Mike Wallace hat den iranischen Präsidenten für die Sendung "60 Minutes, President Ahmadinejad" interviewt. Das Video wurde so trügerisch editiert, dass der Zuschauer weiterhin bei seiner Einstellung bleibt, dass der Iran eine große Bedrohung ist (viele US-Bürger meinen sogar, dass der Iran eine direkte Bedrohung für die USA sei, dank der vorzüglichen Medienarbeit). Was dem Fass dann noch den Boden ausschlägt, ist der Preis den Mike Wallace dafür bekommt. "Sind die denn jetzt komplett durchgeknallt da drüben" muss man sich fragen, aber auch in unseren Breitengraden hat man von den Medien nicht den Eindruck, den man in dem Video bekommt. Ahmanidejad wird als ein kleiner, widerspänstiger Terrorist dargestellt, aber ich muss sagen, dass, wenn "der immer so drauf ist", hat man uns medial im Westen voll für den Krieg verkauft und wir leben in einer grassen 1984er Orwell-Matrix.

Update:
8. November 2008:
Russland und Venezuela haben ein Abkommen über den gegenseitigen Schutz von Investitionen und ein Memorandum über die Gründung einer gemeinsamen Bank mit einem Satzungskapital von vier Milliarden US-Dollar signiert.

An der russisch-venezolanischen Bank nimmt russischerseits die Gazprombank teil. Dem Abteilungsleiter des russischen Finanzministeriums Konstantin Wyschkowski zufolge handelt es sich um die Entstehung einer großen Bank, die Projekte in Russland und Venezuela finanzieren und sich mit Verrechnungen für Erdöllieferungen beschäftigen soll.




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