Dienstag, 4. November 2008

Einfuhrzölle: Alles hängt an einem sehr dünnen Faden

Deutschland als großer Exporteur ist abhängig vom Guten Willen der anderen Nationen. Die Situation könnte sich in den nächsten Monaten erheblich zuspitzen. Die Länder beginnen wieder national zu denken und fühlen sich verpflichtet, die eigenen Produktionsstätten zu schützen. Das einfachste Mittel sollter Schutzmaßnahmen sind Einfuhrzölle.

Barack Obama beklagte sich in seinem letzten TV-Duell mit McCain über die unglücklich Situation der USA bezüglich der Einfuhren aus Südamerika. Seiner Ansicht nach können diese Länder ganz einfach in den USA verkaufen, erschweren aber den Verkauf von US-Produkten und daran würde er etwas ändern.

Die logische Schlussfolgerung wäre: Einfuhrzölle zu erheben. Die Option hätte er auch gegenüber Europa und auch gegen Deutschland, das von seinen Autoexporten lebt.

Freihändler wie Merkel und Bush




Als erstes reagiert Russland. Am 2. Noverber 2008 meldet RIA-Novosti, dass Russland die Einfuhrzölle für Fahrzeuge erhöhen wird, um die eigenen Fahrzeugindustrie zu stützten. Ausländische Produzenten, die in Russland produzieren sind von dieser Maßnahme natürlich ausgeschlossen. So werden Investoren und Arbeitsplätze angelockt, nicht mit Freihandeszonen, wie Angela Merkel und ihre Vorgänger propagierten. Mit diesem Einfuhrzollkonzept kam Deutschland zu seinem berühmten WIRTSCHAFTSWUNDER. Die ansässigen Firmen hatten keine Ambitionen im Ausland zu produzieren. Die Freihändlerstimmung, vor allem aus der CDU und auch aus der SPD wurde diese Bastion durch die EU-Verträge gesprengt.

Auch während der Wirtschaftskrise der 1930er trafen Einfuhrzölle der anderen Länder, Deutschland am härtesten. Damals schlossen gleich zwei große Länder ihre Märkte durch sogenannte Schutzzölle (USA und GB) und Deutschland wurde vom Handel abgeschnitten. Dies ist auch heute wieder möglich, weil Großbritannien nicht am EURO angeschlossen ist.
Unsere Regierung ist naiv, wenn sie weiterhin glaubt, dass die anderen Nationen auf Deutschland Rücksicht nehmen würden.

Obama: "Es geht um die Weltherrschaft"




Der Verkaufseinbruch der Autoriesen - Daimler, Porsche, BMW und VW zeigen, dass wir erheblich vom Export abhängig sind bzw. von der Geldkreierung im Ausland - vor allem im Hinblick auf den Dollar. Mit dieser Währung bezahlen wir heute noch unsere Energierechnungen in der ganze Welt.

Sind die anderen Nationen nicht mehr bereit, ihr BIP auch im Ausland durch Import zu teilen, wird Deutschland sich auf den eigenen Binnenmarkt besinnen müssen und der ist durch die langjährige Niedriglohnpolitik und die Kostenlosarbeiter aus dem Arbeitsamt mehr als ausgeblutet. Noch schwieriger wird die Situation von der ganzen EU, die doch von Gelder aus Deutschland mehr als abhänigig ist. Der Euro könnte also nur durch eine kleine Reaktion aus den USA und auch aus Großbritannien ins Wanken kommen .

Obama für Deutschland

Dieses Gedankenspiel zeigt die Anfälligkeit und Abhänigkeit vom Gutenwillen anderer und Angela Merkel hatte kein anderes Ziel als die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland zu boykottieren und das aus purer Gefallensucht den USA gegenüber. Sie hat nichts erreicht, außer einer überaus großen Abhängigkeit.

Mit Obama kommt ein Präsident ins Weiße Hause, der drastische Forderungen an Europa und auch an Deutschland stellen wird.

Er erklärt sich schon in seiner Berlinansprache, doch keiner wollte richtig zu hören. Unter tobendem Applaus erklärte er, dass auch Deutschland voll in Afghanistan eingeflochten werden muss. Er hält Pakistan mittlerweile als noch gefährlicher wie Afghanistan und auch der Sudan ist für "militärische Hilfe" ins Auge gefaßt worden.

Wir müssen alle in den Krieg



Wie gefährlich ist die USA wirklich



Die Zeit der Freihändler ist vorbei. Es werden schwere Krisen auf uns zu kommen - wenn ich hier an dieser Stelle Biden (Vizepräsidentschaftskandidat von Barack Obama) hier zitieren darf. Collin Powell geht in einem TV-Interview noch weiter und datiert die Krise auf den 21. und 22. Januar. Solche Äußerungen lassen natürlich viel Spielraum für Spekulationen, aber ohne Hintergedanken würden wohl niemals wichtigen Entscheidungsträger achtlos derartig gewichtige Worte von sich geben.

13.10.08:
Todd fordert Protektionismus für Europa

Todd macht sich vor diesem Hintergrund für einen europäischen Protektionismus stark. Europa solle sich auf seine Handelszone zurückziehen, sich selbst schützen mit eigenen Tarifen und Quoten. „Höhere Löhne würden Nachfrage anregen”, so Todd. Deutschland möge sich an die Spitze dieser protektionisten Bewegung setzen. Todd: „Sonst wird der Euro scheitern!”. Eine These, die Schmidt, der Ökonom, so nicht stehen lassen mochte: „Deutsche und Franzosen kaufen keine Produkte, nur weil sie deutsch oder französisch sind, sondern weil sie günstig sind. Und Deutschland profitiert als Exportnation vom Freihandel”.

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