Freitag, 30. Januar 2009

HOLLYWOOD im Weissen Haus

Barack Obamas Endspurt im Wahlkampf ums Weiße Haus mutete befremden an. Sein Wahlkampfspruch "YES, WE CAN" entsprang einer pfiffen PR-Agentur, die seinen Wahlkampf organisierte. Ein Vertrauer Obamas gestand in einem Interview auf N-TV am 20. Januar 2009, dass Obama sich gegen diesen Spruch anfänglich sträubte, weil er ihm zu plump und primitiv erschien - er wolle einen anspruchsvollen Wahlkampf führen. Doch seine Frau Michell beschwichtigte ihn, denn sie war der Meinung, dass dieser Spruch besonders aufgrund seiner Einfachheit bei den SCHWARZEN sehr gut ankäme. Sie hatte Recht behalten, auch die WEISSEN sprangen an, wenn nicht gar die ganze Welt.

Obama sammelte während seines Wahlkampfes sagenhafte 700 Millionen USD - alles aus Kleinstbeträgen durch seinen Internetwahlkampf, so der Tenor der Press - und mietete sich audem Pool dieses Geldes sämtliche Sender in den USA parallel für volle 30 Minuten, um zu seinem Volk sprechen zu können. Sei Auftritt war präsidential und geprägt von verheißungsvollen Sprüchen, in die das Publikum alles und jeden Wunsch interpretieren kann. Eine Werbekampagne, die eine Wundertüte mit schöner Verpackung und sämtlichen Eventualitäten anprieß, aber immer mit dem Ausschluss der persönlichen Haftung.


Amtseinführung von Barack Obama


Passend zur Amtseinführung des 44. amerikanischen Präsidenten wurde der Waffenstillstand in GAZA verkündet, aber trotz aller Eile schaffte es die israelische Armee nicht, alle Militärs aus der Zone abzuziehen. Wäre es zu keinem Waffenstillstand gekommen, hätte Barack Obama unter dem Druck der Öffentlichkeit bestimmt unangenehme Forderungen an die Israelis gestellt, die später in einem weiteren Konflik nicht mehr stellen wird.

Seine Amtseinführung war die teuerste aller Zeiten. Veranschlagt waren anfänglich 100 Millionen USD, die sich dann letztendlich auf ca. 115 Mill. USD summierten. Eine Kleinigkeit gegenüber seinem Wahlkampfeinnahmen von 700 USD, aber die wurden für diesen Hollywood-Act nicht verwendet.

Schon einen Tag vor der Amtseinführung - Inthronisation - traten berühmte Köpfe der US-Musik-Industrie bei klirrender Kälte zur Freude des Wahlvolkes an und stimmten sie auf den freudigen Wechsel in Washington ein.


Freiwilliges Eintrittsgeld zur Amtseinführung

Obamas PR-Team scheute nicht davor zurück, am 20. Januar 2009 für dieses Fest der Superlative freiwilligen Eintritt vom eigenen Volk zu verlangen und die Massen zahlten - natürlich freiwillig - für dieses denkwürdige Ereignis. Berühmtheiten spendete bis 50.000 USD um bei dieser Party ganz beim Präsidenten dabei sein zu können. Das kommt einer inszenierten Oscar-Verleihung gleich, aber keiner Amtseinführung eines demokratisch gewählten Präsidenten. Manch einem Beobachter erschien es fast so, als ob ein König auf den Thron gehoben wird.

Der Glimmer und das Brimborium um seine Frau, die König der USA, Michelle Obama wurde ein Wirbel veranstaltet, angefangen vom Kleid, bis hin zu Make-Up und Schmuck, das bis jetzt anhält. Sie wurde einfach zur Modeikone erkoren. Der von ihr getragene Schmuck wurde eigens für die Amtseinführung entworfen und gefertigt - das ist royal like. Es wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen und wir haben eine "Neue Königin der Herzen". Wer sonst nichts auf der Welt bewegt, muss eben schöne Bilder für die Presse liefern und das macht der neue Präsidentenpaar in Perfektion.

So werden Traumpaare in Hollywood erschaffen. Offensichtlich braucht die Politik jetzt ein inszenierte Theater der Freude und des Wohlstandes, um über die eigene Empfindlichkeiten bezüglich Arbeitslosigkeit und Zwangsversteigerungen hinweg zu täuschen. Denn der wahre politischen Wandels zeichnete sich noch nicht ab.

Der offizielle Amtseid wurde durch einen falschen Text vermasselt, so dass er am nächsten Tag noch einmal seinen Eid ablegen mußte. Ohne Kamera und Publikum, aber vor einem in der Öffentlichkeit unbekanntem Bild.

Hier ein Betrag zum zweiten Amtseid von Barack Obama
WIRD NACHGEREICHT


Obamas Heilsversprechungen

Viel wurde in seine Worte aus dem Wahlkampf hinein interpretiert. Angefangen vom Ende des Krieges bis hin zum Weltfrieden und Wohlstand für alle. Bezüglich des Endes des Krieges in Irak ist Obama auch nicht weiter gekommen als Bush. Ein Truppenabzug ist für 2010 oder 2012 geplant. Vorerst wird er aber die US_Truppen in Afghanistan aufstocken oder das entsprechende Kontingent aus dem Irak abziehen, damit er sein Versprechen annährend einhält.

Als Vorstoß ist seine Gesprächsbereitschaft mit dem Iran zu werten, doch auch hier sollte ein zweiter Blick gewagt werden. Der Iran ist die geplante NABUCCO-Pipeline sehr wichtig, ja sogar lebensnotwendig. Gleichzeitig kann mit dieser Pipeline Russland in die Enge getrieben werden, denn damit könnte ein wichtiger Absatzmarkt in Europa wegbrachen und gleichzeitig das Verhältnis zwischen Russland und den Iran trüben. Was bei späteren eventuellen Auseinandersetzungen im Nahen-Osten für die westliche Allianz von Vorteil sein könnte.


Wutausbruch des Barack Obamas


Anscheinend unkontrolliert erregt und wütend kritisierte er heute, 30.01.09, die Bonis der US-Banker, die sich auf sagenhafte 18 Mrd. Euro belaufen sollen. Es ist schier unglaublich, dass der brillante Rhetoriker Obama zwischen dem Lesen der Zeitung und der Pressekonferenz, seine Wut solange zurückhalten konnte, um sie dann unkontrolliert vor der den Augen der Welt ausbrechen zu lassen.

M. M. ist es wieder einmal ein PR-Gage, der Obama mit seinem "YES, we can oder CHANGE" untermauert, um tatsächliche konsequente Handlungen zu umgehen. Denn während seines Ausbruches relativierte er seine Mahnung auf Anstand gegen über dem Bankern, indem er ihnen klar signalisierte, dass sie zu einem späteren Zeit wieder ungeniert Millionen und Milliarden in die Taschen stecken können.

Sein Finanzminister Geithner, der aus dieser Branche stammt und die Gescholtenen bestens kennt, wäre schon alleine aufgrund dieses theatralischen Wutausbruches ein purer Gegensatz.

Hätte Obama tatsächlich im Sinn, die Bankenwelt und das Finanzsystem zu ändern, ist Geithner die schlechteste Wahl für dieses Amt. Doch für die Aufgabe, das Finanzsystem wieder in alten Bahnen unter Belastung der Steuerzahler zu lenken, hätte er keinen anderen wählen können. Das signalisierte Obama ganz deutlich, in dem er der Banken wieder horrende Verdienste nach ein paar Jahren versprach.

Wie lange Obama mit dieser Gratwanderung zwischen insziertem und mediealem Nichtstun und Handlungsunfähigkeit agieren kann ist die große Frage. Noch hat er Zuspruch innerhalb der Bevölkerung, denn sie wird fast täglich mir Wolkenkucksheimeinlagen aus den Washington-Studios of Hollywood bedient.

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