Montag, 16. März 2009

Zwangspause für Frachter - Das Zahnwerk setzt sich in Gang

UPDATE: 24. März 2009
Stellenabbau und Kurzarbeit in den Häfen. In Hamburg befinden sich derzeit 700 von 1100 Mitarbeitern in Kurzarbeit und in Bremen und Bremerhaven sollen bis Jahresende bis zu 1400 von 2500 Arbeitern ihren Job verlieren. Außerdem müssen bis zu 500 festangestellte Mitarbeiter gehen. (weiter)

Aufgrund der sinkenden Transportnachfrage im Güterverkehr droht zahlreichen Schiffen eine Zwangspause. In Rostock sollen wegen der rückläufigen Marktnachfrage noch in diesem Monat insgesamt zehn Schiffe für längere Zeit festmachen. Der Handel kommt ins Stocken. Vollbeladene Schiffe aus Europa bringen die Waren aus Asien, Amerika und Südamerika in unsere Verkaufstheken. Auch die Bundesbahn will ab März an den Autoindustriestandorten Kurzarbeit einführen oder Überstunden zwangsabbauen. Die Verzahnung der Wirtschaft beginnt sich rückwärts zu drehen.

Die Lage spitzt sich zunehmends zu. Die ersten Schifffonds gehen unter. Die Fondschiffe werden langfristig vermietet, kommt der Mieter in Zahlungsschwierigkeiten, kann sich der Fond auch nicht mehr halten. Das könnte sich auf die Lebensmittelversorung aus Übersee auswirken. Die Frachtraten sinken. Auf verschiedenen Wegen bekämpfen die Reeder den Preisverfall. Die einen versuchen ihre Frachter voll auszulasen und die anderen legen sie einfach an die Pfähle bzw. sie ziehen sie aus dem Verkehr. Die Boomphase ist vorbai. Früher koste ein Container von Asien nach Europa 2.500 Dollar, heute gibt es gerade noch 250 Dollar. Da ist kein Geld mehr zu verdienen. Dieses Spiel kann kein Reeder auf Dauer durchhalten.

Auch die Werften leiden unter diesem Engpass. Bis Febr. 2009 wurden insgesamt 29 Schiffe storniert und das werden nicht die letzten sein. Zwar hat die Bundesregierung schon darauf reagiert und bietet den Reedern durch die KfW Kreditauszahlungen anderer Banken, risikogesicherte Kredite an, doch das ändert an der Handelsbilanz auch nicht. Deshalb geht kein einziger Frachter mehr auf See, weil keine Ladung für den Transport vorhanden ist bzw. keine Nachfrage nach den zuvor transportierten Gütern. Doch nicht nur in Deutschland werden die Frachter an die Leine gelegt, sondern weltweit.

Griechische Schiffe liegen im Hafen fest

Griechische Reedereien befördern über ein fünftel der globalen Seetransporte und kontrollieren somit die weltweit größte Handelsflotte. Kommt dieses Zahnrad des globalen Handel zum Stillstand, könnten auch Lebenmittellieferungen davon betroffen sein. Noch reden alle vom Automobilsektor doch wie lange wird es nur noch auf diesen Sektor beschränkt bleiben?

Hunderte Frachter liegen bereits unbeschäftigt auf der Reede vor Piräus. Die Finanzkrise hat die Zahlungsströme versiegen lassen und damit den Welthandel, vor allem mit Rohstoffen, weitgehend zum Erliegen gebracht. Abzulesen ist das am Baltic Dry Index (BDI). Er bildet die Preise ab, die für den Schüttguttransport gezahlt werden. Von Mai bis Dezember 2008 brach der BDI von 11.793 auf 663 Punkte ein.



Inzwischen steht der BDI zwar wieder bei 908 Punkten, aber das bedeutet in der Praxis, dass die Frachtraten immer noch unter den Kosten liegen. "Diese Krise übersteigt alles, was wir bisher erlebt haben", sagt Giorgos Xiridakis, Chef des Schifffahrts-Consultingunternehmens XRTC in Piräus. Die Flaute trifft auch die Werften: Zurzeit haben griechische Reeder 836 Neubauten in Arbeit oder in Auftrag. Branchenkenner rechnen damit, dass mindestens jeder fünfte Auftrag storniert wird.

Lufthansa von Absatzkrise direkt betroffen

Im Januar flogen die Frachtmaschinen erneut mit niedriger Auslastung.Die Auslastung der Frachtflugzeuge sank um mehr als 20 Prozent oder 11,9 Prozentpunkte auf 50,4 Prozent. Damit teilt die Lufthansa das Schicksal des großen Konkurrenten Air France-KLM, der vor wenigen Tagen einen Rückgang des Frachtaufkommens in gleicher Höhe bekannt gegeben hatte.

Gerade die rückläufige Nachfrage nach deutschen Exportgütern wie Anlagen oder Maschinen machte sich damit direkt in den Transportaufkommen bemerkbar. Das Dax-Unternehmen hat für 2.600 der 4.500 Beschäftigten Kurzarbeit beantragt. Auch aus Kostengründen versenden besonders Herstellen aus China ihre Ware mittlerweile mit den weitaus günstigeren Frachtcontainer, trotzdem brechen auch dort die Umsätze weg.

Realgüter und imaginäres GELD



Bankrott des Finanzsystems

Das jetzige Finanzsystem ist bankrott. Noch spürt nicht jeder Einzelne die vollen Ausmaße, die Folgen müssen sich erst von oben nach unten fortpflanzen. Seit Jahren wird von unten nach oben umverteilt, deshalb wird sich diese Krise in umgekehrter Reihenfolge zurückwenden.

Dies nutzen die Regierungen noch als letzte Gelegenheit, um dem Steuerzahler den letzten Rest seines Vertrauens in Form von Geld und Steuern herauszupressen. Jeder Rettungsversuch dieses Systems presst uns weiter in die Schuldenfalle und macht uns zu Zinssklaven. Nun werden sie sich fragen, wer die Profiteure dieser Krise sein könnten.

Die Profiteure sitzen an oberster Stelle, dort wo die Geldströme zusammenlaufen.

Das ist eine Schnitzeljagd durch den dichten Dschungel der Finanzwelt. Doch an oberster Stelle thronen ein paar Banken, denen die Macht gegeben ist, all unser heißgeliebtes Geld zu erschaffen. Es bietet ihnen die Möglichkeit Realgüter für bald wertloses Geld einzukaufen.



Verfolgen Sie also die Spur dieser Geldverleiher und sie werden die Urheber dieses Geldsystems finden können. Es würde nicht verwundern, wenn wir hier auch die Berater der Regierungen dieser Welt finden, die mit Rat und Tat aus dieser Krise heraushelfen sollten.

Regierungen werden zu mehr Rettungspaketen und Konjunkturpaketen getrieben. Das geht alles zu Lasten der realen Güter, die aufgrund des Geldmangels und der Abhängigkeit der Geldkeierung nicht mehr produziert bzw. transportiert werden können.

Unsere Regierungen möchten mit den verabschiedeten Konjunkturpaketen den Heißhunger dieser Banken nach neuem Pfand stillen und verpfänden daher die letzte Möglichkeit eines zahlungsunfähigen Staates, sie verpfänden die Einkommen und die Arbeitproduktivität ihrer Bevölkerung für die nächsten Jahrhunderte.




Frachter legen wegen Wirtschaftskrise Pause ein
Erste Schifffonds gehen unter
Stürmische Zeiten für Containerschifffahrt
Spiegel: Griechenland droht Schuldenfalle

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