Mittwoch, 29. April 2009

Die Pandemie der Krisen

Wie ein Virus taumeln wir von einer Krise in die andere. Es scheint eine Pandemie der Geldvernichtung zu sein, die einen Lebensbereich nach dem anderen infiziert und kein Impfstoff weit und breit, nur neue Schulden, die aber auch wieder Zinsen abverlangen. Ein Teufelskreis der sich immer schneller dreht, bis einem alles gehört.

Genau betrachtet ist es eine Systemkrise, vor der sich die Politik und auch die Wirtschaft verweigert. Sie wollen mit allen Mitteln das Rad am Laufen halten.

Lieber bejammern sie (die Politik und die Wirtschaft) von immer neuen Krisen:


  1. Bankenkrise
  2. Finanzkrise
  3. Wirtschaftskrise
  4. Absatzkrise
  5. Klimakrise
  6. Gesundheitskrise
  7. Pflegekrise
  8. Ernährungskrise
  9. Bauernkrise
  10. Beschäftigungskrise
  11. Bildungskrise
... die aber immer auf einen Fehler im System hinweisen. Es ist unser Geldsystem, das nach immer neuen Schulden verlangt, weil aber keiner mehr bereit ist und auch nicht mehr im Stande ist immer noch mehr Schulden aufzunehmen, übernimmt diesen Schuldenpart der Staat, der kollektive Geldbeutel.

Moral als käufliches Gut



Nein, Moral ist nicht käuflich - werden sie jetzt denken. Doch unsere gesellschaftlichen moralischen Grundsätze richtigen sich mittlerweile nach der Wirtschaftlichkeit und das was einmal Moral war - ist altmodisch.

Aus dieser falschen Moral entwickelt sich mittlerweile eine neue Qualität des Rassismus, und zwar der Sozialrassismus. Angeheizt von den Politikern, die Begriffe wie "Schmarotzer, Hängemattenmentalität, nutzlose Fresser" (Münte: Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen. ") gesellschaftsfähig machten und so den Sozialneid wie einen Schwelbrand entfachten.

Unter Sozialneid verstehe ich die Angst vor dem sozialen Abstieg. Um den zu verhindern ist jeder zu allem bereit, auch die bereits sozial Schwachen bewußt noch flacher zu halten, bis hin zur Ausgrenzung aus der Gesellschaft und in die Entlassung der absoluten Mittellosigkeit, in einer Gesellschaft, die ausschließlich auf Konsumzwang ausgerichtet ist.


Was ist Demokratie wirklich?

Gemäß der letzten Monitorumfrage sind 29 % der Befragten bereit ihre demokratischen Rechte für Wohlstand auf zu geben.

Eine traurige Wahrheit, denn offensichtlich ist die Demokratie mit Kapitalismus bezahlbar geworden. Eigentlich sollte man doch annehmen, dass Kapitalismus nur eine Wirtschaftsform ist und überhaupt nichts mit der Regierungsform Demokratie zu tun hat.

Das ist im Sozialismus nach Meinungslage der Deutschland etwas anderes. Sozialismus ist die Konvergenz zwischen Kommunismus und Parteidiktatur - also die absolute Unfreiheit von Privateigentum plus politische Bevormundung. Das ist aber nicht richtig. Im Sozialismus regiert genauso das Kapital wie in einer Demokratie des 21. Jh.

Doch was ist unsere Demokratie in Verbindung mit dem Kapitalismus in Wahrheit wirklich?

Eine Konvergenz aus Plutokratie (Herrschaft des Geldes) mit Intervalldiktatur, die aus einer demokratischen Abstimmung hervorgeht, bei der das Geld entscheidet, wer sich zur freien Wahl aufstellt.



Jetzt werden Sie denken. "Zur Wahl kann sich jeder aufstellen lassen." Mit dieser Annahme liegen sie auch richtig und das sind demokratische Grundsätze, doch diese Grundsätze unterwerfen sich im Kapitalismus (Plutokratie) den Gesetzen des Geldes. Keine junge Partei wird jemals in die Verlegenheit zu kommen einen bundesweiten Wahlkampf zu führen, weil ihr schlicht das Kapital für die Werbemaßnahmen fehlt. Auch wird diese junge Partei an den öffentlichen Medien scheitern, die naturbedingt nur das berücksichtigen, was der Bürger bereits kennt und das sind die alt eingeführten Parteien.

Deshalb behaupte sich, dass das Kapital die Demokratie lenkt und es sich bei uns niemals um eine Herrschaft des Volkes handelt.

Die Griechen sind die Urväter der Demokratie


Die Griechen gelten als Urväter der Demokratie. Für sie war "Demokratie" aber nur die Herrschaft des Mob, aber eine Demokratie wie wir sie uns heute vorstellen hatten die Griechen auch. Ihr Wohlstand und ihre Zeit für Muse und Literatur beruhte auf einem ausgeklügeltem und effektiven Sklaventum, das jeder genauesten von seinem Lateinunterricht her kennt.

Demnach setzt sogar die Urdemokratie der Griechen für die Demokratie eine Sklaventum voraus und das Kapital bestimmt, wer vom Volk gewählt werden darf. So ähnlich war auch die "Demokratie" der Römer aufgebaut.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer den Part der Sklaven in der neuen Demokratie des 21. Jh. übernimmt. Mit den Dritt- und Vierte-Welt-Ländern haben wir einen Teil ausgemacht, doch das reicht längst nicht mehr aus, weil wir uns ein aufgeblähtes und hungriges Finanz- und Geldsystem leisten, das dem Kapital dient und immer mehr Arme braucht, damit das Wirtschaftswachstum aufrecht erhalten werden kann.

Das Geldsystem


Mit Revolutionen hat sich die Menschheit immer wieder von Tyrannen befreit und die Monarchie zum größten Teil in dieser Welt abgeschafft, doch eines scheint seit tausenden von Jahren unantastbar zu sein und das ist das Geldsystem.

Geld bekommt heute nur der von der Bank, der bereits Sicherheit besitzt, die er verpfänden kann. Keiner will sich die Mühe machen zu hinterfragen, wie Geld sich vermehrt. Es wird nicht wie Gold einfach aus der Erde ausgegraben oder wie Kartoffeln geerntet, es vermehrt sich auf wundersame Weise in den Banken.

Der Fehler im System

In der Bankenkrise hat sich das Geld auf so sagenhafte Weise vermehrt, dass sich heute nicht einmal Schuldner für das viele Geld finden lassen und die Kollektivhaftung der Weltbürgerschaft muss jetzt für die Banken einstehen. Hier spielt es keine Rolle ob es Demokratien, Diktaturen, sozialistische System oder Scheindemokratien handelt. Es geht nur um Pfandbürgschaften wie im deutschem Bankensicherungspaket unserer demokratischen Regierung.

Ich unterstelle aber unserer Regierung, dass diese Entscheidung nicht demokratischer Natur war, sondern wirtschaftlicher Natur, vorgeschrieben vom Kapitalismus. Uns solange unsere Moral und unsere Regierungsform vom Geld überlagert und bestimmt wird, leben wir niemals in einer wirklichen Demokratie, die wir alle ins unseren Köpfen und Herzen tragen.

Wir sind seit 300 Jahren seiner Seifenoper der Plutokratie aufgesessen und haben nicht gemerkt, dass wir nicht nur die Politik demokratisieren müssen, sondern zu erst das Geld. Die Entstehung des Geldes gehört in keine privaten Hände, wie momentan in private Banken - es gehört auch nicht in die Hände der politischen Macht, dann wären wir wieder bei einer Diktatur oder einer gewählten Monarchie, sondern die Geldentstehung gehört ins Volks.

Wir brauchen leistungsgedecktes Geld, das entsteht, wenn jemand seine Arbeitskraft in Produktivität umsetzt. Das würde auch zu einer gerechten Bezahlung führen, denn Manager sind nur im jetztigen Finanzsystem die Leistungsträger, weil sie Geld ohne Arbeit vermehren.

Hätten wir leistungsgedecktes Geld, würde die Macht der Geldentstehung in den Händen liegen, die wirklich durch Arbeitskraft Produkte erschaffen.

Durch dieses Geldsystem würde auch jeglicher Konsumzwang wegfallen, denn in unserem System werden Produkte erdacht und verkauft, die Ressourcen verschwenden und sinnlos sind. Das Zinssystem wäre überflüssig und würde die Produkte nicht überproportional verteuern.

Dieser Aufsatz soll ein Denkansatz sein und kein fertiges Konzept. Haben Sie dazu Ideen und Anregungen, kommentieren Sie bitte diesen Beitrag!

1 Kommentar:

  1. Es gibt bereits Menschen, die sich für ein Umdenken stark machen. Sie organisieren eine Unabhängige Wählergemeinschaft Namens "Willi Weise" und wollen 299 unabhängige Direktkandidaten für die kommenden Bundestagswahlen aufstellen, um die Macht des Geldes zu brechen. Informiert euch und werdet selbst aktiv, denn es geht um unsere die Zukunft und um eine neue Demokratie.
    URL: www.williweise.de

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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