Dienstag, 7. April 2009

Merkel auf der Flucht

Es ist bequemer einen Krieg als Friedensmission aus der Ferne zu kommentieren und auch zu propagieren, als Vorort der Gefahr selber ausgesetzt zu sein.

Die Süddeutsche berichtet:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Überraschungsbesuch bei den deutschen Soldaten in Afghanistan vorzeitig abgebrochen. Wegen schlechten Wetters konnte ihre Delegation nicht wie geplant zum Bundeswehrstützpunkt Feisabad fliegen, wie ein Regierungssprecher am Dienstag berichtete. Merkel wurde schon nachmittags in Berlin zurück erwartet. Die Kanzlerin hatte am Montag das Feldlager Kundus und das Bundeswehr-Hauptquartier in Masar-i-Scharif besucht. Kurz nach ihrer Abreise beschossen Taliban das Bundeswehr-Lager mit Raketen.

In dieser Situation kommt so manche Wetterlage der angstgeplagten Politikerin mehr als recht. Ihr geheimgehaltener Überraschungsbesuch in Afghanistan ist damit zur Lachnummer geworden. Die Nachstellung des Bush Besuchs im Irak durch Merkel läßt sich jetzt wohl nicht zu Wahlkampfzwecken ausschlachten. Deutschland könnte Gefahr laufen, ohne Führung dazustehen und das in einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise mit Kriegsherden.



Bundeskanzlerin Merkel kann von Glück reden, dass sie keine Kinder hat, die in diese Hölle von verantwortungsvollen Politikern entsendet werden und als Helden im Sarg zurück kommen können. Doch wenn ich es mir genau überlege, werden die Abkömmlinge unserer Eliten sowieso niemals an gefährlichen Stellen zum Einsatz gebracht. Sie erhalten Schlüsselposition hinter den gefährlichen Linien und kommandieren die Kinder anderer, weniger wichtiger Eltern, im Todesgeschäft des Krieges.

Deshalb mein Vorschlag für alle Länder: Diejenigen, die Krieg befehlen, müssen ihr Lager an vorderster Front aufbauen und bis zum Ende des Krieges bewohnen. Durch diese Maßnahme könnten die Führungsnationen ohne lästige Demonstration in gemütlicher Atmosphäre abgehalten werden.

Auf diese Art hätten wir höchstwahrscheinlich sehr schnell Frieden, und zwar auf der ganzen Welt. -.... und kommen sie mir jetzt nicht mit extremistischen Islamisten! Das sind auch nur Menschen, die gerne so lange wie möglich in Frieden und Ruhe leben wollen.

Demokratie kann nicht mit Krieg erzwungen werden. Sie verbreitet sich durch ernsthaftes Vorleben in der Praxis. Das vergessen unsere demokratischen Politiker all zu gerne und befehlen den Demokratien dieser Welt unter dem Deckmantel der NATO oder anderen Friedensorganisationen im totalitären Führungsstil die Demokratie für die Wirtschaftlichkeit zu verbreiten. UPPS! In Afghanistan findet ja gar kein Krieg statt - es ist eine Friedesnmission, bei der geschossen, gebombt und gestorben wird.

Noch sind die Opferzahlen der Afghanen höher. Das wir wohl an der hoch technisierten Kriegsausrüstung der Alliierten liegen. Effektives Töten auf Distanz mit wenigem menschlichem Personal gilt als optimale Kriegsführung. So lassen sich Kriege besser verkaufen. Es fließt weniger Blut, das im eigenen Land gezeigt werden muss. "Feindesblut" ist böses Blut und muss nicht betrauert werden.

Demokratie als Kriegsmittel zur Demokratisierung

Wir müssen erst mal an unserer Demokratie und vor allem an der europäischen Demokratie arbeiten, bevor wir andere bekehren wollen. Solange Demokratien glauben, dass sie ihre Ideologie durch Überfall und Kriege verbreiten können, haben wir niemals das Stadium der Demokratie erhalten. Momentan ist Demokratie ein Mittel Minderheiten mit auf nur einem Punkt vereinter Mehrheit, zu überstimmen.

Betrachen wir einmal unseren Wahlkampf in Deutschland. Die Meinungsfindung der Wähler wird doch mit Themen geführt, die später in der innen- und außen Politik keinerlei Rolle mehr spielen. Die Wahlkampfthemen befassen sich mit Nichtigkeiten, die eine große Masse erreichen und mobilisieren können.

Soziale Themen sind immer ganz groß plakatiert und versprechen Wohlstand für alle, den sie niemals einhalten und jedes Mal fallen wir wieder darauf herein. So verschaffen sich Parteien Mehrheiten für die 4-Jahres-Dikatur in unserer Demokratie.

Würde Angela Merkel auf Ihr Wahlplakat schreiben:
"Mit uns gehen Sie in den Krieg - kommen Sie mit!"

wäre die CDU-Mehrheit wohl ganz schnell in Richtung Süden abgeschmiert, deshalb unterhält es sich leichter um eine Rentenerhöhung von 2 Prozent, die sich ganz leicht durch weitere Abgaben zu einen Minusgeschäft für die Rentner umfunktionieren lässt.

Das Gleiche gilt aber auch für die übrigen regierungsfähigen Parteien in unserem Land. Mit der SPD, FDP und den Grünen machen Sie genauso mobil wie mit der CDU.

Die einzige Partei, die diese Themen wirklich zum Wahlkampf macht, wird mit dem Leitbild des "Kalten Krieges" diffamiert und als Bedrohung für die Demokratie dargestellt.

Deshalb sollten Sie einmal sich nach Innen kehren und ihr Weltbild noch einmal genau überarbeiten. Wie weit lassen Sie sich von implantierten Bildern zu einer Weltanschauung hinreissen, die genau genommen gar nicht neutral ist, obwohl sie davon ganz fest überzeugt sind?

Der Profit steht über der Menschlichkeit und über der Demokratie

Sämtliche Kriege dieser Welt dienen dem Profit, der Marktwirtschaft und dem Freihandel. Besonders der Nahe-Osten ist davon betroffen. Er verfügt über den begehrten Rohstoff "ENERGIE" den die Geldjongleure für ihre Geldentstehungsgeschäfte brauchen. Es ist das Mittel zur Versklavung ganzer Länder und Volkswirtschaften. Je höher der Ölpreis, desto mehr muss eine Volkswirtschaft für die Energie aufwenden.

Eigentlich unvorstellbar, dass sich unsere Politik gegen die erneuerbaren und natürlichen Energien so sperrt. Sie verweigert damit dem eigenen Volk die Geld-Wertschöpfung im eigenen Lande und transportiert das erwirtschaftete Geld bereitwillig zu den Rohstoffbesitzern. Als kleinen Obolus wollen jetzt die Saudis bei OPEL einsteigen. Ihr Angebot ist aber kein Rettungspaket oder gar ein Geschenk, sondern Erneuerbare Energie scheint aus Sicht der Politik nur dann erfolgversprechend zu sein, wenn sie von großen Monopolisten erzeugt wird.

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