Dienstag, 5. Mai 2009

"Soziale Krise" erwartet

"Dürfen Problem nicht unterschätzen", so Juncker.
orf.at

Die Finanzminister der Euro-Zone erwarten eine starke Zunahme der Arbeitslosigkeit und sind besorgt über die Folgen für den sozialen Frieden in ihren Ländern.

USA - 04.05.09

"Es wird eine Beschäftigungskrise geben. Alle politischen Bemühungen Europas müssen sich darauf richten, das politisch und sozial abzufedern", sagte der Chef der Euro-Finanzminister, Jean-Claude Juncker, am Montag nach dem Treffen der Euro-Gruppe in Brüssel. Man dürfe nicht unterschätzen, wie explosiv sich eine solche Situation entwickeln könne.




Appell an Arbeitgeber
Der luxemburgische Ministerpräsident appellierte an die Arbeitgeber, zu Maßnahmen wie Kurzarbeit zu greifen und "vorzeitige Massenentlassungen" zu vermeiden. So könne die Durststrecke bis zu einem stärkeren Aufschwung 2011 überwunden werden.

Juncker erwartet angesichts zunehmender Massenarbeitslosigkeit eine "soziale Krise" in Europa. An die Regierungen appellierte er, Stellenstreichungen für die Betroffenen sozial abzufedern.

8,5 Millionen Jobs weg?
Nach Schätzung der EU-Kommission trifft die Krise den Arbeitsmarkt bis zum kommenden Jahr mit voller Wucht. Sie rechnet außerdem mit einem starken Anstieg der Arbeitslosenrate in der Euro-Zone auf 9,9 Prozent im Jahr 2009 und auf 11,5 Prozent im Jahr 2010 - mit dem Spitzenwert von 20,5 Prozent in Spanien im kommenden Jahr.

Mit 8,5 Millionen Arbeitsplätzen wird die EU fast so viele Stellen verlieren, wie in den Wachstumsjahren 2006 bis 2008 aufgebaut wurden. Die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg wird Europas Wirtschaft nach der Prognose noch bis Mitte 2010 im Griff haben.



"Trifft die Schwächsten"
Juncker sprach von "explosiven Eigenschaften" der steigenden Arbeitslosigkeit infolge der Wirtschaftskrise. "Wir dürfen wirklich das Problem einer steigenden Arbeitslosigkeit nicht unterschätzen", warnte er. "Sie trifft vor allem die Schwächsten unserer Gesellschaft." Millionen drohten in Verzweiflung zu versinken, sagte Juncker.

Warnungen auch aus Deutschland
Auch der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück sagte mit Blick auf die steigende Arbeitslosigkeit: "Das macht mir Sorgen." Es sei auch kein Trost, dass wegen der Reformen der vergangenen Jahre die Lage in Deutschland vergleichsweise besser sei.

In Deutschland hatten bereits Gewerkschaften und SPD-Politiker wie Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan auf die Gefahr sozialer Unruhen hingewiesen. Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnten dagegen vor Panik.

Beruhigung, aber noch keine Erholung
Die EU-Finanzminister erwarten, dass die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsgebiet mit knapp 330 Millionen Menschen im laufenden Jahr um vier Prozent schrumpfen wird. Die Minister folgten damit einer neuen Prognose der EU-Kommission. In den USA normalisiere sich die Situation inzwischen wieder. "Wir erkennen positive Zeichen aus China."




Juncker fügte hinzu: "In Europa gibt es erste Zeichen von Beruhigung und Stabilisierung." Das bedeute aber noch keine Erholung. Weitere staatliche Milliardenpakete zur Ankurbelung der Wirtschaft seien derzeit nicht nötig.

Die Deutsche Welle meldet es so:
Eurogruppe sieht sozialen Sprengstoff in Krise

BRÜSSEL: Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen infolge der Wirtschaftskrise haben die Finanzminister der Eurozone vor einer Störung des sozialen Friedens gewarnt. Das Problem dürfe nicht unterschätzt werden, betonte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, nach Beratungen der Finanzminister in Brüssel. Die Krise treffe vor allem die Schwächsten der Gesellschaft. Millionen drohten in Verzweiflung zu versinken, sagte Juncker. Statt Entlassungen sollten Arbeitgeber besser zu Maßnahmen wie Kurzarbeit greifen. - Nach Einschätzung der EU-Kommission wird die Krise den Arbeitsmarkt bis zum kommenden Jahr mit voller Wucht treffen. Die Erwerbslosenquote in der EU dürfte demnach 2010 rund elf Prozent betragen. 8,5 Millionen Arbeitsplätze werden voraussichtlich verloren gehen.





Prognosen der Bankenkrise, Finanzkrise und Wirtschaftskrise für 2008/2009

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