Donnerstag, 25. Juni 2009

OECD erwartet 12 % Arbeitslosenquote bis 2010

Das OECD prophezeit für 2009 5,1 Million Menschen ohne Job in Deutschland. Für 2010 wird eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 11,6 % erwartet.

Die 5,1 Millionen Arbeitslosen werden aber nur die Spitze des Eisberges sein, denn die Statistik der Arbeitslosen ist schon langst geschönt. Um eine Statistik wirklich durchschauen zu können, muss die Herkunft der Komponenten überprüft werden.

Was sind die 100 % - für die Arbeitslosenquote:


Tatsächlich zählt jeder Jugendlichen ab 15 Jahren zu den Erwerbsfähigen - das hebt die 100% Komponente an.

Offiziell heißt es:
Erwerbsfähige sind alle Personen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren, die nicht infolge Krankheit oder anderer Gebrechen auf Dauer erwerbsunfähig sind.

Demnach ist die wirkliche Arbeitslosenquote weit höher, denn viele der Jugendlichen gehen auch nach ihrem 15. Lebenjahr noch zur Schule oder später zur Uni. Mit diesem Trick wird die 100% zur Berechnung der Arbeitslosenquote erhöht, damit die Politik uns schöne Zahlen liefern kann.

Bevölkerungszahlen zu Deutschland:

  • ca. 20 Millionen Rentner
  • ca. 42 Millionen Erwerbsfähige - 40 Mill. Erwerbstätige
    (weiter unten gibt es Infos zu den Zahlen)

  • - das ist doch VOLLBESCHÄFTIGUNG !!!
    In Anbetracht dieser Zahlen können Politiker tatsächlich ernsthaft von dem Ziel der Vollbeschäftigung sprechen - denn die rechnen uns BLÖD!


  • ca. 11,5 Millionen Kinder zwischen 0 - 14 Jahr (Stand 2007)
  • 8,5 Million REST der sich vielleicht auf Berufsunfähigkeit und Behinderungen umlegen läßt (das ist nur eine Vermutung von mir - Zahlen konnte ich hierzu keine finden).


Wer für die Statistik als Erwebstätig gilt:


Ein Hohn unserer politischen Elite ist, dass die Ein-Euro-Jobber als Erwerbstätige erfaßt werden und in die Statistik maßgeblich eingebunden werden, um sie bewußt zu verfälschen. So kann sich die Regierung mit sinkender Arbeitslosenrate schmücken, obwohl sie sich tatsächlich erhöht.

Nach dem Erwerbstätigenkonzept werden sowohl die Beschäftigten in Teilzeit als auch die marginal Beschäftigten voll mitgezählt.

  • Als "marginal Beschäftigte" werden Personen angesehen, die als Arbeiter und Angestellte keine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, jedoch nach dem Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation als Erwerbstätige gelten, wenn sie in einem einwöchigen Berichtszeitraum wenigsten eine Stunde gegen Entgelt gearbeitet haben. Dazu zählen in Deutschland insbesondere ausschließlich geringfügig Beschäftigte und Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten (sog. "Ein-Euro-Jobs").

  • Zu den mithelfenden Familienangehörigen werden alle Personen gerechnet, die regelmäßig und zeitlich überwiegend unentgeltlich in einem Betrieb mitarbeiten, der von einem Familienmitglied als Selbstständiger geleitet wird.

  • siehe: http://www.hsl.de/erwerbstaetigenrechnung/erlaeuterungen.htm
Die Kurzarbeiter-Regelung mit ihrer Verlängerung verschärft die Situation noch. Wenn wir offiziell bei einer Arbeitslosenquote von 11,6 % in 2010 liegen sollten, werden wohl nicht mehr viele tatsächlich in Arbeit stehen.

Wie lange kann unser Staat das noch finanzieren?

Sozialhilfe und Wohngeld werden per Gutwillen noch wie gewohnt von der ARGE ausbezahlt, doch lt. BVG ist dies verfassungswidrig.

  • Könnte das noch zum Vorteil des Staates ausgelegt werden?
  • Könnte er sich damit vor den Zahlungen drücken?
    (obwohl eh kein Geld mehr da ist)
Staatliche Kleptomanie

Prof. Sinn vom IFO-Institut, bereitet uns doch schon vor. Er meint, dass diese Krise ohne Einsparungen im sozialen Bereich, wohl nicht bewältigt werden kann. Bei der gehobenen Mittelschicht (dem Bürgerlichen Lager) wird wohl nicht eingespart. Es wird wohl wieder einmal die Basisbevölkerung treffen. (Kleinvieh macht nun mal Mist).

Das könnte über eine Erhöhung der MwSt. oder über irgendeine andere Indirekte Steuer geschafft werden. Der DIW fordert 25 % MwSt. Kommt schließlich nur eine Erhöhung auf 21 %, wird sich das Volk erleichtert zeigen. Oder sie schaffen es, die Grundversorgung der Krankenkassen soweit herunter zu fahren, dass keine staatlichen Zuschüsse mehr für die Gesundheitsversorgung notwendig sind. Das spart auch ein paar Milliarden ein.


Rekord-Neu-Verschuldung von 90 Mrd. Euro

Steinmeier erklärte bei der heutigen (24.06.09) Pressekonferenz zum Nachtragshaushalt, der sich mittlerweile auf 90 Mrd. Euro beläuft, dass dieser sich wohl bis 2010 verdoppeln wird. Also werden wird mindestens 2010 mit 180 Mrd. Netto-Neuverschuldung rechnen müssen.

Noch ist nicht aller Tage Abend. Wir haben erst Juni 2009, es bleibt noch genügend Zeit, die Neuverschuldung noch weiter anzuheben.

Ich rate Ihnen schnallen Sie sich an! Es wir noch kräftig Berg ab gehen. Nicht für die Eliten, aber für uns Normalos, die schließlich diese Schulden bezahlen müssen. Wir können uns nicht mit Privatkranken- und Rentenversicherung herausstehlen. Wir können unseren Kostenaufwand nicht von der Steuer absetzen.

Glauben Sie wirklich, dass die Eliten sich diese Privilegien nehmen lassen. Auf jeden Fall nicht freiwillig und durch die regierungsfähigen Parteien, die zur Wahl antreten.

Wir brauchen die Nichtwähler, die aus dem bunten Programm der ungenannten und unbekannten Parteien wählen. In diesen Zeiten wird auch deutlich, warum die 5 % Klausel wirklich gesetzlich verankert wurde. Sie soll seit 60 Jahren verhindern, dass andere, wirklich volksnahe Parteien an die Macht kommen.

Es wird höchste Zeit! Wir müssen es jetzt anpacken, sonst ist es wirklich zu spät.


UPDATE:

25. Juni 2009

Nach Hochrechnung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform meldeten im ersten Halbjahr 2009 bundesweit 16 650 Firmen Insolvenz an.

Das sind gut 14 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte Creditreform mit. Über 250.000 Beschäftigte sind von den Firmenpleiten betroffen. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunfteil werden 2009 schätzungsweise 540 000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren bislang ging man von 510 000.

Das sind über 50 Prozent mehr betroffene Arbeitnehmer als noch im ersten Halbjahr 2008. Allein bei den fünf größten insolventen Unternehmen sind nach einer Übersicht von Creditreform insgesamt mehr als 71 000 Arbeitsplätze bedroht.

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