Mittwoch, 30. September 2009

Angela Merkels DEAL mit den Gewerkschaften

Stillhalten für ein Versprechen der Kanzlerin

Schon am Wahlabend kam die Sprache auf die Gewerkschaften. Angela Merkel bezeugte ihren Respekt vor dem DGB und vor eventuellen Unruhen, die sie auslösen könnten. Damit der soziale Frieden nicht vor den Wahlen gestört wird, gab es Versprechungen an die Gewerkschaften. Ver.di Chef Bsirske bestätigt dies am 30.09.09 im Morgenmagzin der ARD.

Angela Merkel habe ihm versprochen, den Kündigungsschutz und das Mitspracherecht nicht anzutasten.

Wie viel ist das Versprechen der Kanzlerin wert?

In bezug auf die MwSt.-Erhöhung von 2005 hat sie zwar ihr Wort gehalten, dass die Steuer erhöht wird, doch aus den 18 % wurden 2005 19%. Wenn Angela Merkel so ihre Versprechen einhält, müßte der Kündigungsschutz nicht nur nicht angetastet werden, sondern gar verbessert werden.

Der Hoffnungswahlkampf der Medien 2009

Nach den Wahlen wird das Thema Kündigungsschutz hoch gekocht. Erst jetzt werden die Menschen mit den eigentlichen Wahlkampfthemen der CDU/FDP konfrontiert. Vor den Wahlen gab es nur Kampfreden der CDU und FDP, Informationen über die eigentlichen Vorhaben dieser Parteien fehlten.



Auch die SPD versäumte es, den Kündigungsschutz als unantastbar zu bezeichnen. So wäre der Begriff wenigsten in den öffentlichen Medien mehr in der Diskussion gestanden. Doch die Menschen wurden auf STEUERERLEICHTERUNGEN eingestimmt und mit Hoffnung genährt, dass mit einer Stimmabgabe für CDU und FDP ein paar EURO mehr in den Taschen seien.

CDU und FDP seien die Parteien mit der meisten Wirtschaftskompetenz heißt doch, dass innerhalb diesen Firmen (Partein) die meiste Mitsprache der Wirtschaft herrscht.

Unter Betrachtung der Spendenlisten für CDU und FDP haben sich die Gewerkschaften für dieses Versprechen einen sehr schwierigen Partner heraus gesucht. Diese beiden Parteien sind sehr stark durch Spenden von Wirtschaftsverbänden und Banken unterstützt worden. Dies ist sicherlich keine Geheimnis und sollte auch den Gewerkschaften bekannt sein.

Tipps bei Kündigung

Focus wirft einen Blick nach vorne und gibt Tipps wie sich Arbeitnehmer verhalten sollen, wenn ihnen der Chef die Kündigung überreicht. Sie sollen nicht im ersten Schock Abfindungen akzeptieren, mit denen sie einer Aufhebung des Arbeitsvertrages zustimmen müssen. Einen kühlen Kopf bewahren und Überlegungsfristen heraus handeln. Das Unternehmen steht dem Chef immer am nächsten und eine sofortige Zusage zu erpressen, ist auf jeden Fall unseriös.

Der nächste Tipp ist: Keine Überreaktionen und Schimpfwörter im Moment der Kündigung, das kann sehr teuer werden.

Ist das nur ein PR-Gag oder haben wir wirklich diese große Entlassungswelle zu erwarten, die angeblich gar nicht kommt?

Eines ist auf jeden Fall gewiss: Der Aufschwung von 2006 und 2007 ist zwar in der Wirtschaft angekommen. Die Unternehmergewinne sind explodiert, doch der Arbeiter hat davon nichts erhalten. Damals gar "Entscheidungen mit Maß" - die Gewerkschaften war da mit im Boot. Aus purem Mitleid mit den Arbeitgebern, verzichteten die Gewerkschaften auf ausreichende Lohnerhöhungen und hatten schon eine Krise im Blick, die sie eigentlich gar nicht sehen konnten.

Die Reallöhne sind auch in dieser Zeit des Wirtschaftaufsschwungs gesunken, alles andere ist gelogen.

An Gewinnzuwächsen dürfen die Arbeitnehmer nicht teilhaben, sondern nur an Krisen und das in doppelter Hinsicht. Einmal durch Lohnverzicht und Entlassungen, zum anderen durch Steuergeschecke durch die Regierungen.

Augenscheinlich sind die Reallöhne noch nicht so stark gesunken, das liegt aber am Indexpaket, indem der Ölpreis den gefühlten Wohlstand nach oben drückt.

Wir werden mit statistischen Aussagen ruhig gehalten. Das Bruttoinlandsprodukt wird uns als Wohlstandsindex präsentiert, aber in der Realität sieht das ganz anders.

Das Bruttoinlandsprodukt stellt zwar den Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen des Landes dar, vernachlässigt aber völlig, wer in einer Volkswirtschaft diese Waren zu welchem Zweck verbraucht. Die Abwrakprämie wird in jedem Falle unsere Statistik im BIP enorm nach oben bereinigen. Hier sind Kaufentscheidungen von Jahren in 6 Monaten zusammengefasst worden. - ..... so werden die Zahlen für ihren Wohlfühlindikator manipuliert! Seien Sie auf der HUT!


Ein kräftiger Anstieg des Einkommens eines reichen Milliardärs beeinflußt das Bruttoinlandsprodukt stärker, selbst wenn die Einkommen von Millionen stagnieren oder leicht fallen - deshalb "ist alles TOLL! Uns geht es ja gut.

Diese Meinung vertritt Angela Merkel, weil sie es so sehen will und entscheidet unter diesem Maßstab der UNWISSENHEIT. Motiviert von Wirtschaftsberatern aus den Kreisen, denen sie die Vorteile zuspielen soll.

Von Wirtschaftskompentenz und Beurteilungskrampf in der Verantwortung gegenüber 80 Mill. Deutschen ist also keine Spur, sondern Naivität und Zahlengläubigkeit ohne selbständiges Denken scheint unter ihrer Führung in der CDU hoch angesagt zu sein. Hier in kann auch ihr Stärke in der CDU gesehen werden. Eine Unternehmerpartei braucht keine Kritiker und die besten Verkäufer sind nun mal diejenigen, die das Produkt selber gar nicht verstehen, das sie verkaufen sollen.

Angela Merkel ist hier die beste Personalie. In der Elefantenrunde vom 27.09.09 scheint ihr das kurz Bewußt geworden zu sein, als sie in den Raum stellen, wenn sie die Erwartungen nicht erfüllt wird sie abgewählt und das gleicht Schicksal erleiden wie SPD.

.... und genau das ist das Programm in unserer Politik. Die Richtung ist immer die gleiche, nur die Parteien wechseln ab und an. Die SPD wird sich der Oppostion neu aufstellen, sich etwas Links positionieren, um hinterher wieder die gleiche "rechte" Politik fortzusetzen, die die CDU aufgrund der Inakzeptanz der Bevölkerung nicht mehr durchsetzen kann.

In diesen vier Jahren muss die Linkspartei endlich die Einheitspartei Deutschlands integriert werden. Die Gewerkschaften sind hier schon lange angekommen. Sie reden immer vom Wohle der Arbeitnehmer, krampeln sich hin und wieder die Ärmel hoch - mehr nicht.

Die Lustlosigkeit der Arbeitnehmerverbände

Lustlosigkeit, Argumentationslosigkeit und hohe Kompromissbereitschaft haben die Gewerkschaften in den letzten Jahrzehnten ausgezeichnet. Mit ein Grund warum sie so viele Mitglieder verloren haben. Oft hat mann/frau den Eindruck, dass sie auf der Seite der Arbeitgeber stehen. Die hohe Wirtschaftskompetenz der Gewerkschaften eröffnet einen ganz neuen Kampf der Tarifparteien.

Er ist geprägt von der hohen Toleranz gegenüber den Arbeitgebern. Lohnverzicht, Überstunden ohne Lohnausgleich scheinen noch die einzigen Opptionen der Gewerkschaften und Betriebsräte zu sein. Der Begriff Arbeitnehmerführer bekommt einen ganz anderen Stellenwert.

Die Gewerkschaften und Betriebsräte sind zu Motivationsabteilungen der Betriebe geworden. Die Arbeitnehmer sollen Mitleid mit ihrem Chef haben und verstehen, warum ihre Löhne nicht steigen dürfen, damit der Chef mehr verdient. Ich drücke das hier jetzt so plump aus, weil es genauso plump funktioniert.

Die Unternehmer brauchen ihre Arbeitnehmer genauso wie umgekehrt.

Die Abhängigkeit der Unternehmer gegenüber den Arbeitnehmer ist oft noch viel größer. Die Drohgebärde ins Ausland abzuwandern mag bedrohlich klingen, kostet aber enorm viel Geld. Auf der anderen Seite ist im Ausland billig zu produzieren zwar verlockend, aber diese billigen Arbeiter können die schönen teuren Produkte gar nicht kaufen.

Der Unternehmer ist also auf die Konsumenten in Europa und USA angewiesen - noch ist Asien nicht in der Masse als Konsument anzusehen und die oberen Schichten der neuen Wachstummärkte können den Welthandel nicht ersetzen.

Deshalb verstehe ich genau genommen die Gewerkschaften nicht. Durch welche Motivationsschule sind diese Männer gegangen?

Es wird Zeit die Zähne zu zeigen, sonst geht der Arbeitnehmer unter. Lohndumping war kein Mittel im Aufschwung, der bei der breiten Masse nicht angekommen ist, also ist es auch kein Mittel in der Krise. Was lassen wir da immer einreden.

Stürzt das System zusammen, wird es mit und ohne Lohndumping zusammenstürzen. Deshalb war die Entscheidung auch falsch, die Banken mit Milliarden von Euros zu stützen. Dieses Geld hätte direkt ins Volk gehört, das hätte der Wirtschaft viel mehr geholfen, als die schwarzen Löcher der Finanzwelt zu beruhigen.

Doch das scheint der große Plan zu sein. Das System soll zusammenfallen und zwar unter der Bedingung, dass die Gesetze zu gestaltet werden, dass eine totalitäre Machtübernahme stattfinden kann.

Der EU-Vertrag trägt in diesem Plan erheblich dazu bei. Mit dieser Unterschrift, hat das Parlament seine Kontrolle gegenüber der Regierung extern verlagert und zwar in ein Parlament, das mit gestutzten Flügeln in Brüssel sitzt.

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