Dienstag, 9. Februar 2010

IG-Metall-Kuhhandel: Aus Mitleid kostenlos mehr arbeiten

Wen wundert diese Vorgehen der IG-Metall, keine Lohnforderungen zu stellen? Ich wäre tatsächlich verwundert gewesen, wenn diese Gewerkschaft auch nur einen Prozentpunkt Lohnforderung aufgestellt hätte.

Als die Unternehmen hohe Gewinne schrieben, schaffte die Gewerkschaft gerade mal über knapp über die Inflationsrate zu kommen und rede heute von der Sicherung der Reallöhne, die sie seit Jahren mitgeholfen hat nach unten zu drücken.

Jetzt sind die schlechten Zeiten da und wieder gibt es nur einen Kuhhandel mit Arbeitsplatzgarantie. Kein insolventes Unternehmen garantiert irgend einen Arbeitplatz über das Insolvenzverfahren hinaus - das sollte auch der IG-Metall bekannt sein. Seit Jahren verkauft sie kostenlose Arbeit ihrer Mitglieder an die Arbeitgeber.

Gewerkschaften sind heute bessere Unternehmer. Seit Jahren wird die natürliche Fluktuation nicht mehr in den Firmen aufgestockt. Die Arbeitsbelastung und somit die Produktivität der wenigen, übrig gebliebenen Mitarbeiter steigt ohne Gegenleistung der Arbeitgeber an und die Gewerkschaften predigen Mitleid und Eigenverantwortung als Arbeitsplatzschutz! Ich nenne das Gewinnschutz im Auftrag der Gewerkschaft.

Unser Wirtschaftsminister Brüderle nimmt die Gewerkschaften scheinheilig in die Verantwortung. Moderate Lohnforderungen sollen sie stellen! Gleichzeitig subventioniert der Staat mit den Gelder dieser Arbeiter die Firmen, die sich seit Jahren rechtmäßigen Lohnforderungen entgegenstellen und kostenlose Arbeitszeit von den Gewerkschaften erhalten - sei es durch Mehrbelastung oder einfach längere Arbeitszeiten.

Wäre Brüderle ein Volksvertreter, müßte er endlich die Arbeitgeber in die soziale Verantwortung nehmen und angemessene Löhne für die Arbeitnehmer einfordern.

Aus Mitleid kostenlos mehr arbeiten

Ständig soll der Mitarbeiter MITLEID gegenüber dem Arbeitgeber üben. Astronomische hohe Managergehälter hindern die Geschäftsleitungen nicht daran, von ihrer Armut zu sprechen und den Arbeitnehmern, den letzten Pfennig/Cent aus der Tasche zu schwätzen. Wie Könige schreiten die Herrscher der Arbeitsimperien durch die Produktionshallen. Begutachten das arbeitsame Fußvolk und kommen zu der Auffassung - die Arbeiter verdienen viel zu viel Geld für ihre nichtsnutzige Arbeitsleistung. Sie schüren mit ihrer Betriebspolitik das schlechte Betriebsklima in den Firmen. Kranke, alte und teure Mitarbeiter werden all zu gerne aus fadenscheinigen Gründen entlassen. Das ist alles moralisch korrekt und es wird nicht davon gesprochen. Der Arbeiter soll froh sein, dass er noch Arbeit hat. Der Auffassung ist auch die IG-Metall und befehligt ihr Herr zum Wohle anderer Herren in die Schlacht der Selbstzerstörung.

Die reichen Bettler stehen alle Jahre wieder vor den Türen der aus ihrer Sicht Armen, die noch viel zu viel haben. Ein Arbeiter braucht nicht viel, vielleicht ein Dach über dem Kopf; - nichts anspruchsvolles! Zur Arbeit kann er mit Bus, Bahn oder Fahrrad kommen - es gibt also noch genügend Potential die Löhne zu drücken. Die Arbeitgeber bitten um kostenlose Arbeitsleitung, und zwar in guten Zeiten wie in schlechten Zeiten.

Ihre notleide Mine ist unübersehbar. Ihre teuren Anzügen mit denen sie die schlechten Unternehmenszahlen vorlesen machen Eindruck. Wie die Goldgräber schürfen Sie in den Armenvierteln nach dem letzten Rest ihres begehrten Geldes, das sie einmal als Lohn ausbezahlt haben. Demut kennen diese Manager. Kein moralischer Winkelzug ist ihnen zu schäbig, um die Massen zu täuschen.

Die Goldgräberstimmung sollte im Volk herrschen, denn noch ist etwas zu holen. Haben die Banken erst mal die Hand auf den Produktionsstätten, müssen wir, wenn es wieder hart auf hart kommt, bei teuer retten oder gar kaufen. Doch dafür ist kein Geld mehr da, wenn nicht jetzt ordentliche Löhne gezahlt werden.

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