Sonntag, 30. Mai 2010

Bangkoks "Blutiger Mai 2010": Thailand hebt Ausgangssperre auf

In Bangkok wird die Ausgangssperre aufgeben. Zu vor waren Ansammlungen von mehr als fünf Personen verboten. Und jetzt kommen die deutschen Medien aus ihrem unwissenden Loch. Erklären die Rothemden werden als Terroristen gejagt obwohl sie sich nur für Demokratie einsetzen. Doch das traurige ist,  die Opfer des blutigen Mai in Bangkok sind tot. Erschossen! ...  auch weil die westlichen Medien und auch die EU nicht auf den Hilferuf der Rothemden reagiert. 



Als die Rothemden, die Unterstützung der EU und der internationalen Presse brauchten, waren sie nur in der Warteposition als Sensationsjournalismus. Mit scharrenden Hufen warteten sie auf den Ausbruch eines Bürgerkrieges. Sensationsjournalismus pur! Unzensiert, nur der freiwilligen Zensur des Geldes und der Einschaltquoten unterworfen. Sie tnterstützten die Meinung der Putschregierung und bezeichneten die Demonstranten als Taksinanhänger und Radikale. Sie erweckten den Eindruck Sie seinen Terroristen und als solche macht die Putschregierung auch Jagd auf sie. Die Opposition ist untergetaucht und kein Thema mehr in den deutschen Medien.

Deutschland hat den Grand Prix gewonnen und schon ist wieder alles gut.


Jetzt nach der blutigen Niederschlagung der Proteste kommt der Katzenjammer der deutschen Medien. Aufgesetze Reuhe. Sie erkennen kleinlaut an,  dass die Demonstranten Demokratie einforderten uns nicht Taksin.

Die Zeit schreibt am am 26.05.2010:
Die politische Systemkrise ist jetzt unsichtbar. Die U-Bahn in Bangkok fährt wieder. Die Straßen sind aufgeräumt. Die schnell wiedereröffnete Börse, die Demonstranten nach Armeeberichten in Brand gesteckt haben sollen, hatte in Wirklichkeit nur ein paar eingeschlagene Fenster im ersten Stock des himmelhohen Gebäudes. Längst ist absehbar, dass im schicken Bangkoker Finanzzentrum, das mehrere Hunderttausend Demonstranten der Rothemden bis zur blutigen Niederschlagung ihrer Proteste über zwei Monate besetzt hielten, bald wieder glitzernde Normalität herrschen wird. Schon spricht Premierminister Abhisit Vejjajiva von Versöhnung und Harmonie, pflichtet ihm der deutsche Botschafter in Bangkok bei, dass Armee und Regierung »auf Menschenleben wirklich Rücksicht genommen haben«. Tatsächlich gibt es wenig Zweifel, dass die Soldaten mit scharfer Munition auf unbewaffnete Demonstranten schossen. Mehrere westliche Journalisten, die den Militäreinsatz vergangene Woche beobachteten, waren dafür Augenzeugen, der Tod des italienischen Fotografen Fabio Polenghi ist ein furchtbarer Beleg dafür.

 Aus meiner Sicht eine sehr späte Reue und die macht die Menschen, die für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmtheit demonstrierten nicht mehr lebendig. Unser Journalisten sollten sich der Konsequenzen ihrer Schreiberei schon vorher bewußt sein uns nicht mit nachträglichem Investegativjournalismus glänzen, denn das in kein Glanz, sondern menschliches Verfehlung.

http://www.zeit.de/2010/22/Thailand-Analyse

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