Montag, 19. Juli 2010

Das politische Weichei Rössler (FDP)

In der Gesundheit können wir uns über alles mögliche Unterhalten. Demographischer Wandel. technischer Vorschritt, steigende Zuzahlungen, Praxisgebühr oder Beitragssätze oder wir unterhalten uns ganz einfach über die gesamte Summe dieses Wirtschaftszweiges.  Rund 150 Mrd. Euro können die gesetzlichen Krankenkassen verteilen. 10 Millionen verschlingt alleine die Verteilung der Gelder an die 200 Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds des Staates. Auch so ein Bilanztrick, welcher Staatseinnahmen suggeriert.


Weiterhin gibt es den zweiten Gesundheitsmarkt der unter Wellness und Schönheit zusammengefasst wird und bereits ein Volumen von 60 Mrd. Euro erreicht. 

Wir hatten immer schon eine Zwei-Klassen-Medizin

In der Gesetzlichen Krankenversicherung ist jeder zwangsversichert der unter 48.600 Euro im Jahreseinkommen liegt. Keine der bisherigen Regierungen ist jemals während den Diskussionen um die schlechte finanzielle Lage Krankenkassen auf die Idee gekommen, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben und so für mehr zahlungskräftige Versicherte zu sorgen. Nein, mit der Beibehaltung dieser Beitragsbemessungsgrenze werden die Privaten Krankenkassen geschützt, die gerade mal 10 % der Bevölkerung bedienen und die meisten davon sind Beamte.

Bestechung als gesetzlich legitimiert

Bis jetzt bin ich auf keine rationelle Erklärung gestoßen, die private Krankenkassen in einen Solidarischen Versicherungssystem wirklich rechtfertigen. Privatversicherte nutzen die von den gesetzlich Versicherten aufgebaute und finanzierte Infrastruktur im Gesundheitswesen und profitieren davon - ja - sie werden sogar übervorteilt. Jede Möglichkeit, sich mit finanziellen Mitteln  eine bessere medizinische Vorsorge zu erhaschen ist aus meiner Sicht - auch wenn sie gesetzlich legitimiert ist - ein Bestechung der Krankenhäuser, Arztpraxen und Krankenschwestern.


Dem kann nur durch ein grundsätzliches Verbot der Privatversicherungen Abhilfe verschaffen, auch wenn dadurch auf den Staat höhere Kosten durch die Zuzahlungen bei dem Beamten zu kommen.

Private Krankenversicherung mit Steuergeldern noch günstiger

Es ist ein Ammenmärchen, dass Private Krankensicherungen teurer seien als Gesetzliche Krankenversicherungen. Seit der Staat die Krankenversicherung der Kinder übernimmt, sind Private Krankenversicherungen noch günstiger geworden. Denn Private Krankenversicherungen berechnen ihre Beitragssätze angepaßt an die Zahl der Mitversicherten. Somit muss klar gesagt werden, dass dieses gesetzliche Änderung nur 10 % der Versicherten eine klaren finanziellen Vorteil bringt. Die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind trotz staatlicher Zuzahlung für Kinder nicht gesunken; im Gegenteil sie steigen weiter.

Richtiger wäre es gewesen die Beitragssätze der Pflichtversicherten um den Anteil der Kinderversicherung zu senken. Da die Regierung dies versäumte, muss jedem klar sein, dass er eine drastische Beitragserhöhung mitmachte ohne sie wahrzunehmen.

Diese verstecken Steuer- und Gebührenerhöhungen finden wir überall. Auch der Preis unseres Treibstoff an den Zapfsäulen ist so ein Instrument. Trotz drastisch gesunken Rohölpreis bewegen sich die Preise für Benzin nicht angepaßt nach unten. Das beschwert unserem Bund die Steuereinnahmen, die er uns jetzt unter die Nase hält, damit er "nur" 65 Mrd. Euro Neuverschuldung aufnehmen muss.


Gesundheitsfonds als Krankenkassen-Sterbemittel

Die Zahl der offenen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland wird im nächsten Jahr auf weniger als 100 sinken. Mindestens 40 bis 50 Krankenkassen werden sich in den nächsten Monaten durch Fusionen vor Insolvenz oder Zusatzbeiträgen retten müssen. Das prognostiziert das Internetportal Krankenkassen.de.
(Quelle: Gesundheitsfonds.de)

Vor einem Jahrzehnt war die Politik davon überzeugt, dass es viele Krankenkassen geben soll. Sie schwärmten vom Wettbewerb und jetzt werden die Krankenkassen per Finanzsteuerinstrument geschrumpft und zu Fusionen gezwungen, die vor Insolvenz schützen sollen. Doch was passiert wenn diese Flucht nach Vorne abgeschlossen ist? Ist etwas geplant die Gesetzlichen Krankenkassen per geplanter Insolvenz abzuschaffen, um so ein ganzes Volk in die Privaten Krankenkassen zu drängen?



Unter neoliberaler Betrachtungsweise ist dies ein korrektes politische Vorgehen. Jede staatliche Koordination wird von neoliberalen Anhängern als Eingriff in die Privatsphäre betrachtet. Doch das ist ein sehr gefährliches Unterfangen. Die Bevölkerung wird hier zur Entsolidarisierung durch Medien und Politik ermutigt. Mit dem primitivsten Argument - "Geldeinspaarung". Die große Gefahr besteht darin, dass mit der Erlöschen der Gesetzlichen Krankenkassen, die allgemein Versicherungspflicht weg fällt sowie die von der Unternehmerschaft verhassten Lohnnebenkosten. 







Gesundheit als Geschäfte ohne Wirkung für den Menschen


Im Grund wird er Geldkuchen immer kleiner und immer mehr wollen von diesen Kuchen leben. Geld macht erfinderisch, vor allem im Pädagogischen Bereich. Heute gibt wohl keine Kinder mehr, die irgend eine neue Art von Therapie brauchen. Ein körperlich kranker Mensch passt gar nicht mehr in das Weltbild unseres "Gesundheitssystem", außer es können teure Medikamente verabreicht werden und hinter noch Medikamente gegen die Nebenwirkungen des ersten Medikaments.

Hinzu kommt der abgespaltene Pflegesektor, der von der Krankenversicherung bereits abgespalten wurde. Dieser soll auch als neuer Wachstumsmarkt dienen, doch noch nicht ist klar woher der Kuchen die Gelder nehmen soll, damit er wachsen kann.

Immer neue Krankheitsbilder schaffen neue Berufssparten z. B. die Logopädie, Ergotherapie, Pädagogik zahlen zu den neuen großen Märkten, was die Anteile der anderen schrumpfen lässt. Jede "Gesundheitssparte" - nennen wir das doch lieber "Krankheitssparte" versucht den anderen Marktanteile wegzunehmen.  Das einzige Einsparpotential ist, wenn der Versicherte weniger direkte Leistungen an sich bekommt - wie z. B. Krankenhausaufenthalt, Kuren - diese sollten als private Leistungen bald erbracht werden müssen. Ebenso eine schleichende Betragserhöhung durch Praxisgebühren und sonstige Zuzahlungen, damit das "Gesundheitsbudget" höher wird.

Im Grund geht es bei der Diskussion im Krankheitswesen nicht um Menschen, um Patienten sondern nur um Geld. 


Lobbyarbeit ist daher sehr wichtig

Pharmalobbyeismus ist einfach; schwierig wird er erst, wenn die Beschlüsse und Vereinbarungen gegen die Mitglieder unseres Gesundheitssystems durchgesetzt werden müssen. Das Budget der Krankenkassen ist begrenzt und jede "Gesundheitsspart" will  jedes Jahr einen noch größeren Teil vom Kuchen abhaben. Das nennt sich Wachstum - unendliches Wachstum. Und diesem Wachstum müssen die Beiträge entsprechend wachsen. Es gibt keine neue Märkte in Deutschland, sondern nur der Marktanteil-Klau beim Konkurrenten.

Um diesem Wachstum dienen zu können, müssen die Menschen gesünder werden, weniger Leistungen in Anspruch nehmen und jedes Jahr höhere Beiträge bezahlen. Die optimalste Form unseres Gesundheitssystem wäre, wenn gar keine Kranken mehr anfallen würden und trotzdem jedes Jahr mehr Versicherte beizahlen - damit Gesundheit ein Wachstumsmarkt bleibt - den einzigen den offensichtlich unsere Politik noch als solchen sieht.  Die Perversion unseres Denken ist bald erreicht.

Ärzte mutieren zu Verkäufern und erzeugen Druck auf die Eltern mit Begründungen: "Sie sollten ihrem Kind nur das beste gönnen." - ist mir selber schon öfters passieren - das beste war aus Sicht der Ärzte immer das teuerste, das bis zur Lymphdrüsenmassage auf Privatrechnung reichte, oder eine Ernährungstherapie, wegen schief stehender Zähnen für sagenhafte 450 Euro.

Vor allem die Personalkosten unseres Gesundheitssystems sind aus Sicht von Politik und Pharmaindustrie, sowie Gesundheitsgeräte-Lieferanten zu hoch. Das betrifft natürlich die Verwaltung der Geldmaschinen "Krankenhaus" und "Klinken", sondern nur das produktive Personal - Schwestern und Ärzte. Mehr ehrenamtliche Mitarbeiter, Opportunisten und Menschen mit Helfersyndrom sollten zum Einsatz kommen - Hauptsache sie verlangen kein Gehalt.

Gesundheitssystem beinhaltet bald keine Krankenversorgung mehr

Man könnte fast annehmen, das Gesundheitssystem wurde dafür erfunden große Gewinne zu generieren, anstatt den Menschen zu helfen Schon werden Stimmen laut, der Deutsche geht 18 x zum Arzt. Ein Schwede dagegen nur 3 x. Auf der anderen Seite wird der Mensch durch TV und Presse angehalten hier eine Voruntersuchung zu machen und dort. Denen kann man nichts recht machen. Alles was man nach deren Anweisungen macht ist hinterher falsch.


An was könnte das wohl liegen? An den weiten Wegen, die dem schwedischen Patienten zumutet werden? Hausbesuche bei Alten und Schwachen kommen damit in die Märchensammlung der Gebrüder Grimm. Wir sollen uns also zurück entwickeln, weil es sonst nicht mehr so hohe Gewinnerwartungen für die Zukunft vorhanden sind. Die Aktienmärkte könnten einstürzen. Die Wirtschaft könnte daran leiden. Unseren Politikern ist wirklich nichts mehr Heilig, nicht einmal das Wohlergehen der Bevölkerung.

Es ist natürlich eine Verschwörungstheorie, wenn behauptet wird, dass die stetig steigende Medikamentierung der Menschen zu immer mehr Krankheiten bzw. Nebenwirkungen führt, die noch mehr Medikamente erfordern. Inszenierte Massenimpfungen wie bei der Schweinegrippe in Gang setzen sollen und dafür von den Regierungen Impfstoffe angekauft werden, die als hoch bezahlter Medikamentenschrott auf der Sonderdeponie "Gesundheitssystem" landen. Die Lobbyarbeit der Politik wird immer schwieriger, denn bei der Masse der BRD-Bewohner ist immer weniger zu holen, weil die Abgaben immer weiter ansteigen, bei sinkenden Einkommen und staatlichen Leistungen.

Rössler aus der Partei der Liberalen, die so viel für die Leistungsträger hier in Deutschland tun wollten, kommt nicht auf die Idee die Pharmakosten einzudämmen oder gar die teure Apparaturen in unseren Kliniken. Unnütze Mediekamente einfach vom Markt zu nehmen - das ist zu viel Staat für einen Neoliberalen. Der MEHR STAAT ist nur dann erwünscht, wenn Gewinne ansteigen.



Unter Anbetracht all dieser Umstände komme ich zu dem Schluss, dass der einzige störende Faktor unserer Krankenversicherung der Mensch selber ist. Sei es als Kranker oder als menschlicher Dienstleister am kranken Menschen.

Die opitmalste Lösung wäre: Jeder bezahlte seine Krankenversicherungsbeträge und versichert sich für eine wirkliche Krankenversicherung noch privat. So bleibt unsere Wirtschaft im gewohnten satten Gefüge der satten Gewinne ohne großen Aufwand.

Herr Rössler strengen sie sich an. Wir brauchen unbedingt ein Konzept wie Kranke aus unserem Gesundheitssystem heraus kommen.

Vorschlag: Wir haben ein Gesundheitssystem und kein Krankensystem. Die Argumentation ist daher einfach, alle Gesunden zahlen zum Wohle der Pharma- und Peripherielobby ein und wer wirklich krankenversichert sein will, muss eine private Krankenversicherung noch zusätzlich abschließen. Das würde den Versicherungs- und Geldsektor noch einmal ankurbeln und weiter Milliarden von Euro in Umlauf bringen. Bis aus dieses System wieder zum Selbstzweck wird und eine weiter Krankenversicherung notwendig wird.


Das nennt sich Wachstumsmarkt am Privatmann, doch dafür sollte Geld auf Bäumen wachsen.

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