Dienstag, 27. Juli 2010

Loveparade SKANDAL ist Spiegel der Politik

Während der Skandal um die Loveparade immer noch die Medien beherrscht und dadurch die Stimmung in der Bevölkerung auf nur dieses eine Thema gelenkt wird, wird in der Welt weiter gekämpft und getötet.

Laut Medienberichten ist in Rumänien ein israelischer Militärhubschrauber mit ca. sieben Insassen bei einem gemeinsamen Manöver "Blue Sky 2010" abgestürzt. Die Meldungen erschienen zwar erst am 26.07.10 bei uns vereinzelt in den Medien, doch der Unfall soll bereits Anfang des Monats passiert sein. Rumänen und Israel veranstalteten angeblich ein gemeinsames Rettungsmanöver, bei dem in schwierigem Gelände Rettungsaktionen geprobt werden. Leider konnte ich im Internet keinen einzigen Bericht auf ein gemeinsames Manöver finden, außer die Meldungen über den Hubschrauberabsturz.




Die Suchtreffer zu diesem Thema schaffen bei Google-News gerade mal 13 Treffer.

(Quelle: RIA)

Israel bombardiert wieder den GAZA-Streifen


Am 26.07.10 flog Israel wieder einmal im Auftrag der Selbstverteidigung einen Angriff gegen den GAZA-Streifen. Bombardierte ein dicht besiedeltes Gebiet und behauptet eine Waffenfabrik zerstört zu haben und Schmuggeltunnel. Todesopfer sind bis jetzt nicht bekannt.

(Quelle: Süddeutsche)
Google-News findet zu diesem Thema 122 Treffer!



52 Zivilisten darunter auch Kinder in Afghanistan getötet

Bayern Aktuell berichtet ungeschminkt, dass bereits 50 % der Taliban in Afghanistan getötet seinen. Das macht auf mich den Eindruck, dass die restlichen 50 % auch noch getötet werden, wenn sie sich nicht mit Geld - wie von Guido Westerwelle - resozialisieren lassen.

Bei einem Raketenangriff in Helmand sind wieder 52 Zivilisten getötet worden, als ein Wohngebiet bombardiert wurde. Die Zivilisten hätten in dem Gebäude Schutz gesucht, indem die Rakete einschlug. Lt. deutschen Pressemitteilung sei nicht bekannt, wer die Rakete abfeuerte - die Taliban oder die ISAF-Soldaten. Es geht auch nicht aus den Meldungen hervor, welches Land für dieses Einsatz verantwortlich.

72 Google-Newstreffer
(Quelle: Bild.de)
(Quelle: Focus-Online)

Geheime Akten über Afghanistankrieg bei Wikileak aufgetaucht

Geheime Dokumente sind bei Wikileak aufgetaucht und für echt eingestuft worden. Wikileak ist ein Internetportal bei dem geheime und brisante Informationen eingereicht werden können und die Informaten nicht veröffentlicht werden. Bereits vor einigen Monaten tauchte auf dieser Plattform ein Video mit US-Soldaten auf, auf dem deutlich zu hören war, wie sie unschuldige Menschen verhöhnten und auch töteten.

Der Krieg auf Distanz geht weiter. Töten auf Distanz ist einfacher und moralisch besser zu rechtfertigen. Daher werden wir immer wieder von Kollateralschäden in der Zivilbevölkerung überschüttet, doch wenn unsere Medien stolz darüber berichten, dass bereits 50 % der Taliban getötet seien, kann auch davon ausgegangen werden, dass es die NATO-Truppen nicht so genau mit dem Schutz der Zivilbevölkerung nehmen, denn immer wieder ist zu hören, dass Gebäude angegriffen wurden, weil Taliban darin vermutet wurden.

Diese Argumentation erinnert an die Selbstverteidigungsstrategie Israels im GAZA-Streifen. Auch in diesem Landstrich werden kurzer Hand Gebäude zerstört, Zivilisten getötet, weil Hamaskämpfer in den Gebäuden vermutet wurden.


Abgestumpft durch das viele Töten in der Welt

Wir sind bereits durch die Überflutung mit Kriegs- und Todesnachrichten so überflutet, dass die Bilder aus Duisburg uns nicht wirklich mehr schockieren. Es ist viel mehr eine Reflex-Reaktion. Das Kollektive Trauer ein moralische Muss, angezettelt von sensationslustigen Medien, die seit Samstag kein anderes Thema mehr haben.

Die Geldverdienmaschine "Loveparade"


Der eigentliche Skandal im Unglück von Duisburg ist, dass Sicherheitsbedenken aufgrund des Profits bei Seite geschoben wurden. Heute war auf N-TV zuhören, dass die Wut der Bürger sich an der Berichterstattung der Medien orientiert - viel mehr ist ab aber so, dass die Medien sich an der Stimmung im Internet ausrichten. Viel mehr kommen unser öffentlich, kommerziellen Medien nicht drum herum, die Wut im Internet aufzugreifen. Die Menschen sind dieses Mal nicht mit kollektiver Trauer und Anteilnahme ruhig zu stellen, wie es geplant war.

Die wirklichen Schuldigen und nicht die schnell gefunden Schulden müssen an die Öffentlichkeit gezerrt werden.

Studien haben ergaben, dass jeder Loveparade-Besucher im Schnitt 90 Euro pro Tag in der Gastronomie am Veranstaltungsort umsetzt. Das bedeutet für die Duisburger Gastronomie einen Umsatz von ca. 126 Millionen Euro an einem Tag, eine gigantische Summe für die wirtschaftlich schwer gebeutelte Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit, für diesen vergleichsweise geringen Betrag könnten Moral, Verantwortung und Anstand geopfert worden sein. Das ist die Botschaft der diesjährigen Loveparde. Mit Sicherheit ist dies bereits schon öfters vorgekommen, doch noch nie endete es im Tod von 20 Menschen.

Unter den Toten befinden sich auch ausländische Besucher der Loveparade, was unsere Medien wohl zu diesem Frontalangriff gegen die Veranstalter und die Sicherheitsverantwortlichen verleitet. Der momentane Journalismus entspricht nicht dem gewohnten Schema unserer Medien und noch nie gab es so schnell, so massive Vorwürfe, die auch noch mit journalistischer Arbeit untermauert wurden. Es wird der Anschein einer mediealen Zusammenarbeit zwischen Bürgerjournalismus und Berufsjournalismus erweckt. Offensichtlich will man damit erreichen, dass die Kritik an der Loveparade nicht auf andere politisch, wirtschaftlichen Entscheidungen abfärbt und Parallelen gezogen werden.

Duisburg ist ein Ereignis, durch das die Welt auf Deutschland blickt und schließlich will sich die deutsche Presse nicht nachsagen lassen, dass sie keine "gute Arbeit" leistet. So mancher wünscht sich den Biss und den Eifer auch zu anderen Themen, um so enttäuschender waren die Statements aus der Politik vom "Reichenhügel aus Bayreuth", denn just zum Zeitpunkt der tödlichen Rangeleien in Duisburg traf sich die angebliche Elite Deutschlands zu den Wagener Festspielen in Bayreuth.

Unser CDU-Bundeskanzlerin konnte sich noch schnell zum Kondolieren in schwarzer Jacke hinreißen lassen, aber es gab keine klare Kritik an der Ausführung der Veranstaltung und der Unerklärlichkeit dieser Genehmigung. Nein, es wurde in trockener Politikdisziplin kein Wort über mögliche Fehler verloren. Auch Verteidigungsminister Karl Theodor von und zu Guttenberg mimte den biederen Politiker in Frack und Fliege, obwohl er klare Worte gegenüber Bischöfin Käßmann fand, als sie es wagte das Vorgehen der Deutschen Politik gegenüber Afghanistan zu kritisieren.

Eines ist gewiss, die Taschen der Loveparade-Besucher wurden korrekt kontrolliert, das ist wohl das Wichtigste in der heutigen Zeit, die von Terrorangst geprägt ist - wohl mehr aus politischer Motivation als aus tatsächlicher Bedrohung.  Diese Art von Sicherheit geht vor, geboren aus der politisch und medial geschürten Angst vor Terrorismus. Die eigentliche Sicherheit der Menschen durch die Planung und Koordination einer Veranstaltung mit Besuchern von über einer Million Menschen, wird dabei zur Nebensache. Das zeigt doch wie hoch der gefühlte Sicherheitsfaktor sich von der tatsächlichen Sicherheit unterscheidet.

Die Prioritäten zwischen gefühlter Bedrohung und tatsächlicher Gefährdung der Bevölkerung sind in unserem Land schon längst gesetzt und aus meiner Sicht absolut falsch festgezurrt.  Duisburg ist ein trauriges Beispiel für Fehlinterpretation von Sicherheit und wirtschaftlichem Erfolg. Doch Duisburg ist auch ein Beispiel nach welchem Schema Politik unter dem Druck von Schulden, Finanzkrise und Wirtschaftskrise entscheidet.

Duisburg ist das lebende Beispiel für den wirklichen Umfang von Einsparpolitik. Im Grund sind wir ein marodes, verarmtes Land, das seinen Status nicht wahr haben will.


Die Wirtschaft und der Gewinn wird über alle Entscheidungen gestellt, das war zwar immer schon so, aber jetzt sind nicht mehr genügend Gelder für die Menschenmassen vorhanden und Wirtschaft entscheidet nun mal nicht solidarisch, sondern egoistisch. Wir werden hier in Deutschland auf unserem Weg der Konsolidierung noch einiges erleben, was wir noch vor ein paar Jahren als unmöglich und unerträglich empfunden hätten - ja wir werden es sogar akzeptieren und fordern.



Und wir werden diese Entscheidungen mittragen, aus purer Verzweiflung und Hoffnung, selber nicht zu den Betroffenen zählen zu müssen. Im Grund kann sich Deutschland solche großen Veranstaltungen wie die Loveparade oder gar die Olympia gar nicht mehr leisten. Es ist kein Geld mehr für Prestigeprojekte da und die Wirtschaft erzielt nicht mehr genügend Gewinne um alle die Kosten selber tragen zu können. So wird am Volk gespart, um die Wirtschaft fördern zu können - so muss der Slogan "fordern und fördern" verstanden werden.

Schon während der Fußball WM sahen sich viele Kommunen gezwungen, das Public Viewing in private Hände abgeben zu müssen, das Geld für Spiel geht aus und unsere Regierung spart es am Brot von so manchem ein, damit die Mitte sich weiterhin ablenken kann.

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