Samstag, 7. August 2010

Iran: Suche nach Verbündeten in Asien

Artikel von Sarsura-Syrien


Wer sich als Großmacht international beweisen will oder den westlichen Großmächten Paroli zu geben, sollte bemüht sein, nicht nur lautstark hetzende Reden zu halten, sondern auch Bündnisse zu knüpfen, um die Macht zu stärken und aus den Landesgrenzen hinaus zu bringen.

Genau daran arbeitet die iranische Regierung gerade, die durch die neuen Sanktionen immer weiter unter Druck gerät und sich neue Verbündete suchen muss, um Wege zu finden, die Barrieren zu umgehen. Ahmadinedschad will den Einfluss des Irans innerhalb der Region erweitern. Dazu sucht er Verbündete und kann auf die Nachbarstaaten Afghanistan und Tadschikistan hoffen.

Eine Gemeinsamkeit hätten die drei Länder schon: Man spricht persisch. Gut das dürfte wohl nur ein kleiner Punkt sein, der kaum in die Waagschale fällt bei der Wahl der Verbündeten. Ein weitaus wichtigerer Punkt ist, ein Bündnis zu errichten, dass sich gegen die Nato und deren Einmischen in Asien stellt.
Die Nato arbeitet ununterbrochen daran Druck auf Russland, Indien und China auszuüben und diese drei Länder in ihr Bott zu locken. Wenn dagegen keine starken unabhängigen Länder stehen, muss der Iran um seine Machtposition fürchten und das will Ahmadinedschad auf alle Fälle verhindern.

Nach dem Prinzip der Feind meines Feindes ist mein Freund, zeigt sich Ahmadinedschad durchaus bereit mit der afghanischen Regierung zu kooperieren, zumindest lauten so offizielle Mitteilungen. Die früher an der Macht gewesenen Taliban gelten zwar als Feinde des Irans, da hier ganz einfach auch religiöse Differenzen aufeinandertreffen, aber dennoch unterstützt die Regierung in Teheran (angeblich) die Taliban in ihrem Kampf gegen die Isaf-Truppen.
Sicher sieht Ahmadinedschad die Taliban mit ihrem sunnitischen Glauben als weitaus geringeres Übel an als die machtbesessenen westlichen Mächte, die nicht nur Afghanistan befreien sondern in neue Abhängigkeiten stürzen wollen und sich dann an den Rohstoffen und den Erdölvorkommen bereichern wollen.
Karsai wiederum ist derzeit auf der Suche nach Verbündeten gegen die Taliban für die Zeit nach dem Truppenabzug. Ob der Iran dann die perfekte Lösung ist, ist fraglich, vielmehr Prämissen bleiben aber wohl nicht. Es ist kaum davon auszugehen, dass Karsai Kontakte in den Westen suchen wird, steht er diesem doch ebenfalls sehr skeptisch gegenüber.

Wenn es dem Iran gelingt, Afghanistan und Tadschikistan auf seine Seite zu bekommen und sich gegen die Nato und deren Bestrebungen zu stellen, dann dürfte der erste Schritt in Machtausdehnung gelungen sein, sehr zum Ärger des Westens, der dann sicher mit härteren Mitteln versucht, dagegen vorzugehen.
Unterstütz werden dürfte der Westen im Kampf gegen einen noch stärkeren Iran von Saudi-Arabien und den Golfstaaten, die sowohl aus wirtschaftlichen und politischen als auch aus religiösen Gründen heraus kein Interesse an einem Machtausbau des Irans haben dürften. Sie fürchten nicht nur einen atomar bewaffneten Staat mit einem sehr mit Vorsicht zu genießenden Machthaber sondern auch vor der Ausbreitung des Schiitentums.

Bis heute bekämpfen sich die Muslime gegenseitig aufgrund ihrer religiösen Ansichten. Während der Großteil die Nachfolger des Propheten und die in der Sunna vorgegebenen Bestimmungen des alltäglichen Lebens akzeptieren, argumentieren die Schiiten, dass Ali, der Schwiegersohn und Vetter des Propheten sein Nachfolger hätte werden müssen.

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