Sonntag, 1. August 2010

Working Poor: Bangladeshs Textilarbeiter produzieren billigst unseren Luxus

Nicht nur die verpönten Billig-Textil-Ketten in Deutschland lassen in Bangladesh produzieren, sondern auch Jeans-Hersteller Levi Strauss, die Ketten H&M, Zara, Gap und Tommy Hilfiger. Nicht alles was teuer verkauft wird, wir auch mit gerechten Löhnen produziert. Bangladesh ist die Weltmetropole unserer Bekleidungsindustrie. Dort arbeiten ca. 2,5 Millionen Menschen in den Textilfabriken für die internationale Bekleidungsindustrie.




Die Regierung hob am Dienstag, den 26. Juli 2010, nach Monaten teils gewaltsamer Proteste den Mindestlohn für die Arbeiter an. Bisher galt in Bangladesh der niedrigste Industrielohn weltweit: Knapp 1.700 Taka (etwa 19 Euro) verdienten die Arbeiter damit bisher pro Monat, nun sollen es 3.000 Taka (etwa 34 Euro) sein. Die Arbeiter hatten jedoch eine Erhöhung auf 5.000 Taka (56 Euro) im Monat verlangt. Arbeiter im Textilgewerbe werden im weltweiten Vergleich in Bangladesh am schlechtesten bezahlt.

Die Regierung gehorchte wieder einmal der Textilindustrie und ließ die Menschen mit ihrem geringen Einkommen alleine. Die Arbeiter selber forderten nicht einmal eine Lohnerhöhung, sondern einen Warenkorb für Essen – ähnlich unserem Hartz4. So ist es in deutschsprachigen Blogs zu Bangladesh zu lesen.

Seit Jahren kämpfen die Textilarbeiter um einen menschenwürdiges Einkommen – ohne Erfolg.

Im April 2008 kam es in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesh, zu einem Massen-Hungeraufstand. 20.000 Textilarbeiter streikten gegen die niedrigen Löhne, die zum Leben nicht mehr reichten, weil die Lebensmittelpreise unaufhaltsam ansteigenden. Dieses Mal griff sogar das Militär ein, aber für die ArbeiterInnen änderte sich nichts in ihrer Einkommenssituation, die Regierung hob den Mindestlohn nicht an.

Nicht der Klimawandel macht die Überschwemmungen

Hinzu kommt dass die Armen dieser Stadt in den gefährlichen Vierteln dieser Stadt wohnen. Sie bauen ihre Hütten dort, wo es am gefährlichsten ist. Dort wo sonst nie Hütten gebaut würden, weil es zu schnell und zu oft zu Überschwemmungen kommt. So erscheinen uns die jährlichen Überschwemmungen hervorgerufen durch Starkregen und Stürme viel schlimmer in ihrem Ausmaß, weil immer mehr Menschen ihr Leben verlieren. Aber der Bevölkerungsdruck läßt viele Menschen und Städteplaner die Gefahr der Natur ignorieren und uns wird der Klimawandel als Ursache genannte.



Genau in der Touristenindustrie. Auch dort ignoriert man die natürlichen Gefahren des Meeres. Bebaut Landstrich wegen dem schönen Meerblick und ist überrascht, dass Hotels und Bars durch den hohen Wellengang bei Stürmen hinweg gefegt wird. Das belegen auch die Zahlen der Versicherungen. Die Schäden steigen jährlich an, weil die Bebauung in vorher undenkbaren Gebieten stattfindet.

Der Druck des Geldes drängt Menschen in Gefahrengebiete

Die Ärmsten sind natürlich ungeschützt in ihren Hütten und niemand ist bereit ihnen „gutes und sicheres“ Land zur Verfügung zu stellen, denn sie können das Land nicht bezahlen.

Wieder sind wir beim Geld als Moral gelandet. Wir akzeptieren deshalb vieles was unmenschlich ist und rechtfertigen es mit Armut, die wir eventuell bei Katastrophen mit kleine Geldspenden lindern wollen. Doch wirkliche Änderungen führen wir damit nicht herbei, denn Sicherheit und Recht geführt nur denjenigen, die genügend Geld zur Verfügung haben, um sich diese Gefahren entziehen zu können. Dieses Art der Geldunterdrückung finden wir überall auf der Welt. In den ärmeren Ländern empfinden wir es als ausgeprägt, aber erkennen es nicht als logische Folgen unseres Geldsystems, sondern als Unbarmherzigkeit oder gar als Laune der Natur.

Teure Kleidung bedeutet noch lange nicht gerecht produziert

Wir protestieren gegen KiK, weil dieser billig produzierte Kleidung verkauft und machen diese Manager für die Zustände – auch in Bangladesh, verantwortlich. Unsere Medien nennen die Edel- und Teuermarken unserer Konsumgesellschaft nicht als die selben Abnehmer in Bangladesh. Zu hoch wäre der Imageschaden.

Wir helfen auch nicht, wenn wir teure Kleidung einkaufen. Das spült nur noch größere Gewinne in die Kassen der vielen Zwischenhändler, die reich an unproduktiver Arbeit werden.

Wir müssen insgesamt die Kleidungsindustrie kollektiv und global anklagen. Doch dazu reicht uns der Mut nicht, außerdem dem wäre es eine Mitleidaktion - die ich weiter unter erklären möchte. Auch Adidas produziert seine T-Shirt für 70 Euro nicht in Deutschland, sondern zu unmenschlichen Löhnen. Im Grund unterstützen wir mit jedem Kauf solch überteuerten Produkten die Ausbeutung in Arbeitervierteln wie in Bangladesh.

Auf der anderen Seite sind die Menschen dort so arm, sie sind auf jede Art von Arbeit angewiesen, denn auch in Bangladesh gilt: Ohne Geld kein Essen“.

Weil wir uns aber nie mit der wirklichen Entstehung des Geldes – damit meine ich, wie neues Geld in Umlauf kommt, beschäftigen werden wir die eigentliche Fehlerquelle unseres Geldsystem nie erkennen und werden sie auch nicht ändern.

Geld darf nicht mehr gegen Sicherheit auf Land und Natur entstehen, sondern aufgrund von Leistung, von Leistung wie in Armenvierteln von Bangladesh.

Deshalb machen wir uns grundsätzlich mit unserem Mitleid schuldig, denn mit unserem Mitleid werden die armen Menschen, weiterhin in ihrem Elend gehalten, es wird nur etwas erträglicher und wir müssen uns keine Gedanken machen, dass sie sich auflehnen.

Geld ist nicht das Heilmittel unserer ungerechten Welt, Geld ist das Mittel, die Menschen weiterhin im Elend zu erhalten, wenn wir die Entstehung des Geldes nicht ändern. Spätestens jetzt stößt jeder an die Grenze seiner Vorstellung, denn diese Vorstellung bedroht angeblich seinen eigenen „Reichtum“. Das ist aber ein Reichtum, der nicht lange währt, denn auch in unseren europäischen Gebieten wird das Geld sein wahres Wesen entwickeln. Wir sind auf dem besten Weg dorthin. Hartz4 ist der Einstieg zu dieser Gesellschaftsspaltung, basierend auf der Geldgerechtigkeit, die wir uns schon seit Jahrhunderten als Gerechtigkeit verinnerlicht haben.

Leistungsgedecktes Geld

Setzen Sie sich mit Leitungsgedeckten Geld auseinander. Vollbringen Sie an sich die intellekte Leistung, das Wesen des Geldes zu erkennen. Geld ist nicht GUT und nicht BÖSE. Geld ist das was wir aus ihm machen. Wir verändern es aber nicht mit einer guten Einstellung, sondern wir müssen die Instrumente, die Wirkung und vor allem die Entstehung des Geldes so ändern, dass es sich nicht mehr als böses Unterdrückungsinstrument verwendet werden kann.

Entsteht Geld durch Leistung, ist Eigentum an Erde und Natur irrelevant, denn dieses Eigentum erdrückt all die Eigentumslosen Menschen hier auf unserer Erde und macht sie zu Geldsklaven.







Bedingungsloses Grundeinkommen

Eine einfach Verteilung von Geldsummen an jeden Menschen, ist Mitleid aber keine Hilfe und entspricht schon gar nicht einer Änderung des System. Bangladesh zeigt das ganz deutlich, Mindestlöhne sind nur eine kleine Bremse von Elend, bis die Lebensmittelpreise ansteigen. Das gleiche wird mit einem bedingungslosen Grundeinkommen passieren. Bis Regierungen bereit sein werden, das Grundeinkommen anzuheben, sind die Lebensmittelpreise längst angestiegen und die Menschen im gleichen Elend wieder wie vorher. Sie werden wieder unter dem Druck des Geldes niedrig bezahlte Arbeit annehmen und suchen.

http://derstandard.at/1277339299073/Textilarbeiter-protestieren 

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