Dienstag, 23. November 2010

Irland Opfer einer Immobilenblase, finanziert durch deutsche Banken - 350.000 Häuser stehen in Irland leer

In Irland leben ca. 4,5 Millionen Einwohner und liegt damit in der Größenordnung von Berlin. Seine Überbrückungskreditanfrage an die EU beträgt an die 100 Mrd. Euro. Damit steigt die pro Kopfverschuldung in Irland um ca. 22.000 Euro auf 45.520 Euro, wenn sie nicht für eine Umschuldung verwendet werden.

Vergleich:
Spanien 12.221 Euro
Griechenland 24.280 Euro
Portugal 11.847 Euro
Irland 23.520 Euro vor der EU-Hilfe



Im Deutschlandfunk spricht Finanzwissenschaftler Manfred Perlitz von einer irischen pro Kopfverschuldung mit 135.000 Euro. Das ergäbe ca. 605 Mrd. Euro an Gesamtschulden. Vermutlich ist damit die Staats-, Wirtschafts- und Privatverschuldung im Gesamten gemeint, aber die Summe scheint recht hoch zu sein.




Der einzige namhafte Terroranschlag diese Jahrhunderts ist die Finanzkrise

Irland benötigt die ca. 90 bis 100 Mrd. für die Rettung ihrer Banken, die sich auch bei deutschen Banken refinanzierten. Im Grund schöpfte Europa auf dem Rücken der Iren Geld, weil dort das Wachstum am größten war. Der Vorwurf, Irland hätte durch die niedrigen Gewerbesteuern Industrie aus anderen Ländern abgezogen betrifft nur die Realwirtschaft und den Steuerzahler, der wiederum durch die Pleite Irland geprellt wird. Der einzige Nutznießer der Krise ist wiederum nur die Finanzwirtschaft.

Iren durften sich einfachst fürs Häusle bauen verschulden. Irland hat eine Bevölkerung von 4,6 Millionen Einwohner. Im Moment stehen 350.000 Häuser in Irland leer. Fast 8 Prozent der Iren besitzen ein leer stehendes Haus.

Für das Aufrechterhalten der Geldmaschine für das Weltwirtschaftswachstum rechnet sich in Irland als neue pro Kopfverschuldung von ca. 20.000 Euro. Damit beläuft sich die aktuelle pro Kopfverschuldung in Irland dann auf ca. 43.000 Euro. Diese Zahl ist noch nicht mit der Deutschen Staatsverschuldung vergleichbar, denn noch steht das Bankenrettungspaket lediglich als Bürgschaften in den Staatsbüchern der BRD und kann sich jederzeit mit 500 Mrd. in ein Schuldenpaket umwandeln. Diese gigantische Summe kann sich auch das „große“ Deutschland nicht mit neuen Platzierungen von Staatsanleihen am Markt verschaffen.

Wie funktioniert dieset EU-Schulden-Fond

Es handelt sich um ein bilaterales Abkommen. Die angeforderten Schulden von Irland, werden von den EU-Staaten gestemmt – hauptsächlich von Deutschland und Frankreich. D. h. Sie nehmen die Schulden am Markt zu billigen Zinsen (Deutschland z. b. Für 2,7 %) auf und geben das Geld dann an Irland weiter. Das für seine Staatsanleihen mittlerweile über 8 % an Zinsen beazahlen muss bzw. zum Teil gar nicht mehr alle Staatsanleihen am Markt platzieren konnte.

Somit sind es dieses Mal keine Bürgschaften wie beim deutschen Bankenrettungspaket, sondern reale Kredite bei privaten Marktanbietern in der Finanzwirtschaft. Gleichzeitig ist es aber gerade aus deutscher Sicht ein weitere Bankenrettungspaket, da diese irischen Gelder wieder an deutsche Banken zurückfließen, die sonst vom unserem Staat wieder gerettet werden müssen.

Dieses Verwirrspiel wollen unsere Regierungschef seit einiger Zeit unterbinden, aber es wird niemals gelingen, wenn wir diese Geldentstehung weiter praktizieren. Wir leben in einer Verschwendungsmarktwirtschaft, die vorbei am Markt produzieren muss, damit sie wachsen kann. Diese Wachstum ergibt sich aus der Geldentstehung, weil in dieser niemals die Leistung enthalten ist. Aus diesem Grunde wurde den Iren und den Amerikaner der Immobilien kauf schmackhaft gemacht, damit sie sich verschulden und ihre Sicherheit an die Bank übergehen.

Diese Sicherheitsübereignung wollen die Staaten verhindern. Noch gelingt es, aber es wird die Zeit kommen, wo keine einzige Bank mehr ein Schuldversprechen eines Staates als bare Münze nehmen wird und darauf Geld kreieren wird.


Damit sollte jedem einzelnen klar werden, dass diese Finanzkrise keine Krise des Geldes ist, sondern der mangelnden Sicherheiten. Es sollte weiterhin klar werden, dass jeder der Leistung erbringen will Rohstoffe zur Weiterverarbeitung braucht. Diese aber nicht mehr kaufen kann, weil er kein Geld zur Verfügung hat und/oder keinen Kredit bekommt, weil er keine Sicherheiten anbieten kann.

Demnach würde die Abschaffung des Zinses, diesen Bankrott nur nach hinter verschieben aber niemals verhindern. Wir müssen das Geldsystem nicht mit neuen Regel aufstellen, sondern mit einer ganz anderen Geldkreierung beginnen. Denn Rohstoffe sind vorhanden, aber nur durch Leistung. Leistung ist notwendig zur Förderung von Rohstoffen, bei der Weiterverarbeitung oder bei der Rückgewinnung (Recycling) von Rohstoffen. Es würde daher mehr Sinn machen, wenn Leistung für die Geldentstehung der Wert wäre und nicht unvermehrbare Güter wie Gold und Grund und Boden.



Ein Acker trägt jedes Jahr Früchte, wenn Leistung (Arbeit) an ihm vollbracht wird, aber diese Leistung muss jährlich im heutigen System bezahlt werden, obwohl der Acker nur einmal beliehen wird. Hätten wir also den Zins nicht, würde sich das Geld nicht vermehren und wir hätten kein Geld mehr für die jährliche Leistung die entlohnt werden muss, außer es werden neue Sicherheiten beliehen. Somit scheidet nachweislich der Zins als Übeltäter unweigerlich aus.

Es bleibt nur noch wenig Zeit für eine wirkliche Lösung

Unsere Regierungen müssen sich beeilen! Und damit müssen sich auch die Menschen beeilen, die wahren Gründe für die Finanzkrise zu erkennen. Es ist wirklich Not am Mann. Das ständige Zaudern und festhalten an alten Werten bringt nur noch mehr Leid über die Menschen und letztendlich die vollständige Enteignungen.

Noch straucheln die kleinen Staaten. Brechen erst einmal die großen in sich Zusammen, werden mit einer Inflation nicht einfach die Schulden weggezaubert, sondern bis die Inflation zur Entschuldung führt haben sich die täglichen Gebrauchsgüter derartig verteuert, dass die Bevölkerung vollkommen verarmt ist.

Es gab schon genügend Inflationen und nur der Deutsche glaubt aus seinem Wohlstandsdenken heraus, dass er, wenn alle Gold kaufen, er sich vor dieser Verarmung drücken kann.

Wie viele Goldstücke braucht er wohl um die Zeit der steigenden Inflationsrate bis zur Eskalation zu überbrücken, um seine Mietwohnung zu bezahlen bzw. seine Strom- und Benzinrechnung oder gar seine Autoversicherung, falls er über diesen Zeitraum immer eine bezahlte Arbeit hat?



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