Mittwoch, 17. November 2010

Strafmaßnahmen: Griechenland bekommt kein Geld von der EU und Irland will Geld

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Griechenland weit aus höher verschuldet ist als angenommen und jetzt ist die EU mit den griechischen Sparmaßnahmen gar nicht zufrieden. Die Steuereinnahmen seien nicht so hoch wie von der EU erwartet. Deshalb erhält Griechenland nicht wie geplant im Dezember die Kredite der EU ausbezahlt, sondern erst im Januar 2011. Das erklärte der österreichische Finanzminister Pröll.

Irland in Geldnot

Erst hieß es, es sei nur ein böswilliges Gericht. Gestern erklärte Irland noch stolz es brauche keine EU-Hilfen und heute am 17.11.10 schließt Irland die Anfrage nach EU-Hilfen für seine hohe Staatsverschuldung nicht mehr aus.



 Durch die Diskussion um Kredite von der EU wird der Eindruck erweckt, dass es hier um Geld an sich geht, aber in den Staatskrisen oder nennen wir es drohenden Staatspleiten geht es um die Kreditwürdigkeit der einzelnen Ländern. Griechenland und Irland erhalten nur unter sehr schlechten Bedingungen, wenn überhaupt noch neue Kredite, weil es ihnen an den den nötigen Sicherheiten fehlt.

Die Länder sind nicht mehr kreditwürdig. Keine Bank der Welt will ihnen ihre Staatsanleihen, das sind die Staatskredite auf Auktionen abkaufen. Staatsanleihen weder auf besonderen Auktionen versteigert. Die Banken bieten auf dieser Auktionen ihre Zinssätze an, zu denen sie bereit sind die Schuldscheine der Staaten zu kaufen.

Natürlich haben sie noch die Sicherheit, dass die EZB diese Staatsanleihenen wie im Fall Griechenland als Sicherheiten annimmt und in Geld verflüssigt, aber dazu musste zuerst die Satzung der EZB geändert werden, denn auch der EZB war es bis zur "Griechenlandkrise" nicht möglich, so schlecht bewertete Staatsanleihen als Sicherheiten zu akzeptieren.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die EU selber keine Schulden machen kann, deshalb kam es auf diese Art zu einem Hilfspaket, das über die anderen EU-Länder verteilt ist und nicht von der EZB aus geschultert wird.

Nicht nur Griechenland und Irland sind in der Schieflage. Auch anderen Ländern, wie Spanien, Protugal und England drohen ähnliche Szenarien, in denen die Banken nicht mehr bereit sind die Staatsschulden umzuschulden.


Deutschland spielt das gefährliche Spiel der kurzen Laufzeiten bei Staatsanleihen


Staatsanleihen werden zu verschiedenen Laufzeiten herausgegebenen. Gerade Deutschland gibt zurzeit Staatsanleihen mit einem Jahr Laufzeit heraus, d. h. es muss in einem Jahr wieder neue Staatsanleihen auflegen, zur Tilgung der Schulden. Ein feuergefährliches Spiel, das unsere Finanzagentur im Auftrag des Finanzministerium gerade spielt. Nicht alleine das Zinsrisikio steigt, auch die Möglichkeit, dass in einem Jahr Deutschland genauso wenig neue Kredite für seine alten Schulden bekommt wie Griechenland und Irland.

Deutschland muss eine gute Geschäftslage vorspielen, damit die Gläubiger weiterhin neue Kredite ausgeben für die Umschuldung der 1,8 Billionen Euro Staatsschulden, die Deutschland mittlerweile anhäufte, die immer wieder anstehen. Der angebliche Aufschwung ist ein selbst finanzierter durch Konjunkturpakete und verstecken von tatsächlichen Verlusten der ausgegebenen Bürgschaften für die Bankenrettung. Auch die Defizite der Bad Banks werden auf uns zu kommen, wir sind nicht besser als Griechenland.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/EU-h%C3%A4lt-Gelder-Griechenland-dpa-3606433118.html?x=0

Kommentare:

  1. Die Bundesdruckerei. Für Israelis "privatisiert". Von Israelis zu-grundegerichtet und ausgesaugt. Wie viele Tonnen von Euro wurden für Israel gedruckt? Und druckte die israelische Bundesdruckerei für die weltweiten Mordaktionen des Mossad die entsprechenden Pässe gedruckt?
    Aufwachen Ihr Sklaven!!!

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  2. Man muss sich wirklich hinterfragen, wie weit diese Zusammenbrüche abzusehen waren. Bei der Aufnahme der genannten Länder in die Währungsunion wurden erhebliche Fehler begangen!

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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