Mittwoch, 8. Dezember 2010

Atomgesetz: WULFF hat es getan!

1. Bundespräsident Wulff hat es getan:
Er hat das neue die Laufzeit verlängernde Atomgesetz unterzeichnet.
Jetzt werden wohl SPD, GRÜNE und Linke beim Bundesverfassungsgericht klagen, weil die Zustimmungspflicht des Bundesrates verletzt wurde.
Aber wie das Bundesverfassungsgericht entscheiden wird, weiss vermutlich keiner. Auch kann es Monate und Jahre dauern.
Somit dürfen die gefährlichen, abgeschriebenen und abgenutzten Reaktoren Biblis A, Biblis B, Brunsbüttel, Isar 1 und Neckarwestheim weiter laufen.

Am 27. März 2011 ist Landtagswahl in Baden-Württemberg. Wenn Schwarz-Gelb dort die Quittung für diese fatale Atomentscheidung bekommt,
werden hoffentlich aus Frust über die verlorene Macht die Mitglieder von CDU und FDP zur Vernunft kommen und gegen den Atomkurs rebellieren.

2. Vor 20 Jahren wurde das Stromeinspeisungsgesetz beschlossen


Zunahme des Beitrag der Erneuerbaren Energien zur Stromversorgung in Deutschland in %


Initialzündung für erneuerbare Energien
Am 7. Dez. 1990 begann eine wirtschaftliche und ökologische Erfolgsge­schichte in Deutschland, die bis heute anhält. Das Stromeinspeisungsgesetz wurde verabschiedet. Damit mussten die Betreiber des deutschen Strom­netzes ab 1. Jan. 1991 erstmals den Strom aus Anlagen zur Nutzung der Windenergie, der kleinen Wasserkraft, der Biomasse und Photovoltaik zu einem festen, langfristig kalkulierbaren Vergütungssatz ins Netz aufnehmen. Das Gesetz selbst bestand aus nur fünf knappen Paragrafen, zeigte aber in der Folgezeit sehr viel Wirkung.
Heute können Windenergieanlagen in Deutschland stundenweise bereits alleine die komplette Grundlast des Stromnetzes decken. 1990 verzeichnete man erst ganze 488 Anlagen mit einer installierten Leistung von 62 MW. Diese Anlagen trugen 0,03% zur deutschen Stromerzeugung bei. Ende 2009 waren in Deutschland knapp 21.000 Wind­energieanlagen mit einer installierten Leistung 25.777 MW errichtet und erreichten damit einen Anteil von 6,5% an der deutschen Stromproduktion. Die Photovoltaik lag 1990 noch bei übersichtlichen 138 Anlagen in Deutschland. Heute sind mehr als 400.000 Anlagen mit einer Leistung von knapp 10.000 MWp[K1]   installiert und diese tragen rund 1% zur deutschen Stromversorgung bei.
Europa zieht nach
Ab dem Jahr 2000 wurde das Stromeinspeisegesetz durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz abgelöst, das in den Folgejahren mehrfach novelliert worden ist. Mittlerweile haben sich auch auf europäischer und internationaler Ebene Förderkonzepte für erneuerbare Energien über feste Einspeisetarife immer stärker verbreitet. In etwa 40 Staaten, fast die Hälfte davon in Europa, gelten heute vergleichbare Gesetze.
Der Beitrag der Erneuerbaren Energien zur deutschen Stromversorgung wird auch künftig weiter kräftig wachsen. Daher liegt ein Schwerpunkt der Energieforschung auf einem grundlegenden Strukturwandel der derzeitigen Netzinfrastruktur zu einem „Netz der Zukunft“. Hierbei geht es beispielsweise um den verlustarmen Ferntransport großer Strommengen, etwa von den Offshore-Windparks in der Nordsee zu Nachfrage­schwerpunkten in Süddeutschland. Auch eine intensivere Kommunikation zwischen Er­zeugung und Nachfrage, smart grids genannt, gehören zum modernisierten Strom­netz. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf neuen und leistungsfähigeren Speichertechno­logien und -konzepten. Auch diese können einen Beitrag leisten, die fluktuierende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung künftig besser ins Stromnetz zu integrieren.

Anmerkung Raimund Kamm:
Vergütung: 75 – 90 Prozent des durchschnittlichen Strompreises
Das Gesetz bestand aus nur fünf Paragraphen.
Im § 3 stand, dass der in kleinen Wasserkraft- und Gasanlagen erzeugte Strom mit 75 % des Preises vergütet wird, den die Stromunternehmen den Letztverbrauchern in Rechnung stellen. Für Strom aus Solar- und Windanlagen wurden 90 % der Durchschnittspreise gezahlt.




Raimund Kamm  (Vorstand)
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager
und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.
Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm
Konto des FORUM e.V.:    Kt-Nr.: 2 11 99
Raiffeisenbank Aschberg  BLZ 72 069 113

pr. Luitpoldstraße 26, 86157 Augsburg
T.0821 - 54 19 36       Kamm/ät/gmx.de 

Frauen und Männer wählen, die konsequent
für Atomausstieg und Klimaschutz eintreten!

1 Kommentar:

  1. Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert
    http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=6770834/1uxeb5l/index.html

    Und auch sehr aufschlussreich:

    Risiko Atommüll -- Röttgen will Sicherheitsstandards senken /27.05.10
    http://www.youtube.com/watch?v=zHxa6D715UU&feature=player_embedded

    Die erhöhten Krebsraten in der Umgebung der Asse sind ja neulich erst durch die Presse gegangen.
    Sie wurden als Zufall abgetan.

    Das hier nochmal:

    Es sollte die Pflicht eines jeden sein sich diese Doku anzuschauen:
    Es sind 5 Teile mit je ca 10 Minuten

    Alptraum Atommüll
    http://www.youtube.com/watch?v=goRps1l125U

    Weiß eigentlich jemand den Unterschied zwischen einem Zwischenlager und einem Endlager und wo in Gorleben das Zwischenlager?
    In einem Saltzstock?
    Pustekuchen!!!!

    Die Legende vom Salzstock
    Ratlos in Gorleben: Wo ist der Castor wirklich? Die Geschichte einer Selbsttäuschung
    http://www.castor.de/presse/sonst/2003/zeit1120.html


    Und zu guter Letzt und um zu verdeutlichen wie scheiß egal wir den Nutznießern sind:

    Gefahr fürs Trinkwasser?
    Wie internationale Konzerne in Deutschland Erdgas fördern
    http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/1118/wasser.php5

    AntwortenLöschen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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