Freitag, 14. Januar 2011

Dioxin - .... wenn Kapitalismus zur Lebensbedrohung wird und Demokratie unterbindet

Das rätselhafte Vogel- und Fischsterben der Silvesternacht vom 31. Dezember 2010 auf den 01. Januar 2011 im US-Bundesstaat Arkansas, genauer in der amerikanischen Kleinstadt Beebe, scheint geklärt. Dort waren an die 5.000 Vögel tot aufgefunden worden. Auch in Norditalien kam es zu einem rätselhaften Vogelsterben. Die Behörden und Medien bleiben es uns schuldig, mitzuteilen, auf welche Art von Giften die Vögel getestet wurden und Fische sterben zwar bei drastischem Temperaturabfall im Wasser. Es bleibt aber weiterhin ein Rätsel, wie Flusswasser schlagartig um einige Grade abkühlt und damit ein Fischsterben auslöst.

Angeblich seien die Vögel in den USA, gemäß der USGS, in Panik gegen Gebäude und Bäume geflogen, weil Silvesterböller sie in der Nacht aufgeschreckten und diese Vögel bei Nachts nicht sonderlich gut sehen. Die verendeten Fische in Maryland (USA) sein Opfer der Wassertemperaturen geworden und sozusagen an einem Kälteschock gestorben.

War es Dioxin aus einer Ölfabrik?

Noch absurder wird die Erklärung für die toten Turteltauben in Nord-Italien. Diese hätten sich angeblich mit Sonnenblumenkerne überfressen, die sie in der Nähe eine Ölfabrik gefunden hätten. In den Tagen des Dioxinverdachtes und der Tatsache, dass Dioxin bei der Herstellung von warm gepresstem Öl entsteht, ist es naheliegend, dass der Verdacht aufkommt, dass diese Vögel, wenn sie Ölpressrückstände gefressen haben, es sich um eine Dioxinvergiftung handeln könnte?

Das sind natürlich genauso Spekulationen, wie die Behauptung, dass tausende von Vögel gegen Wände und Bäume fliegen und Fische am Kälteschock verenden. Spekulationen bleibt Spekulation, auch wenn sie von einer öffentlichen Behörde geäußert wird. Wir sollten in dieser Hinsicht sensibler reagieren und uns nicht gleich mit der erst besten Erklärung beruhigen lassen.

Es ist nicht bekannt wie umfangreich die Tiere auf Gifte bzw. Toxine getestet wurden, so lässt sich einfachst veröffentlichen, dass Vergiftung nicht die Ursache des Tiersterbens war.  Die offizielle Berichterstattung zu diesem Thema bleibt lasch und der Informationsfluss der zuständigen Behörden existiert offensichtlich erst gar nicht.

Nach neuesten Meldung stammen die Dioxine in der deutschen Nahrungsmittelproduktion aus Pflanzenschutzmitteln und es ist gemäß den Medienberichten zum Vogel- und Fischsterben nicht ersichtlich, ob Dioxin bei der Ursachensuche zum Vogel- und Fischsterben überhaupt eine Rolle spielte.

Dioxin in Fisch und Mehl - die nicht meldepflichtige Vergiftung

Bereits 2007 schrieb "die Welt", dass Dioxin eigentlich zu unserer täglichen Nahrung gehört. Damals galt Fisch als stark belastet und heute in 2010 könnte er als Alternative zum Hühner-Dioxin-Fleisch angesehen werden. Unsere Medien konzentrieren sich in ihrer Berichterstattung leider nur auf die aktuelle Lage und versuchen keinen umfassenden Blick auf die brisante Lage, in der sich der Verbraucher weltweit befindet. Man könnte fast zu der Annahme kommen, dass aus kommerziellen Gründen eine systematische Vergiftung der Bevölkerung mit Landzeitfolgen in Kauf genommen wird.

Die Nahrungsmittelindustrie ist darauf bedacht effektiv und mit dem geringsten Einsatz von Mitteln den größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Das schützt Verbraucher nicht, auch wenn sie teure Lebensmittel einkaufen - hier droht die Gefahr, dass die Gewinnspanne noch größer ist.

Teure Nahrungsmittel sind nicht zwangsläufig gesünder

In den Medien wird durchweg der Eindruck erweckt, dass der Verbraucher teurere Produkte bevorzugen soll. Doch Dioxin und Umweltgifte sind überall gegenwärtig - auch wenn sie unterhalb der Grenzwerte liegen.  Es erscheint mir fahrlässig, jetzt den Verbrauchern zu suggerieren, dass Qualität nur am Preis zu erkennen ist. Es ist ein Hohn, Menschen als vergiftungswürdig anzusehen, wenn nicht genügend Geldmittel für die Ernährung zur Verfügung stehen. Würden wir diese Opfer des Kapitalismus anfangen zu zählen, ergäbe es eine sehr unschöne Bilanz unserer Wertegesellschaft. Die eine Milliarde hungernde Menschen sind ein Resultat des Kapitalismus, der mit der gleiche Härte Hungertote akzeptiert, wie wir Dioxin in billigen Lebensmitteln.

Wir machen Gesundheit und Wohlbefinden vom sozialen Status abhängig, das eine neue Qualität des Rassismus in unserer aufgeklärten Gesellschaft, die sich sonst jeder Diskriminierung verweigert. Der Kapitalismus birgt mit seiner Geldpolitik sehr große Gefahren, die uns moralische Gründe liefert andere Menschen dem Hungertod oder der Vergiftung auszusetzen.

Die Summe der gesamten Gifte in unseren Nahrungsmittel , die wir täglich verabreicht bekommen, macht das Gesundheitsrisiko. Es darf keine Rolle spielen ob jemand finanzkräftig ist oder nicht. Dafür gibt es keine moralische Argumentation, außer die der Gewinnsucht (Kapitalismus). Das wird aber im Verbraucherschutz durch unsere Bundesregierung (momentan Ilse Aigner) nicht berücksichtigt, auch die Grünen konnten einen entsprechenden Gesetzesentwurf nicht auf den Weg bringen. Es gab nicht einmal eine Absicht dazu.



Vor einigen Jahren ertappte man die Nahrungsmittelindustrie, als sie ihre Chemikalien einfach aufteilte und um so die Grenzwerte für Pestizide zu umgehen. In der Gesamtheit der verwendeten Pestizide war festzustellen, dass Obst auf dem Markt war, das weit aus belasteter war als vor der Senkung der Grenzwerte der Einzelpositionen. Test und Grenzwerte sind wie Statistiken oder Dopintest. Der meiste Gewinn verspricht die Parxis, die erst gar nicht getestet wird.

Testen Ärzte bei Krebsdiagnose auf Dioxinbelastung?

Dioxin ist nur ein giftiger Bestandteil, der in der großen Summe verheerende Wirkungen auf den menschlichen Körper hat. Welcher Arzt kommt bei einem Krebsbefund auf die Idee den Menschen auf Dioxin oder andere giftigen Rückstände zu testen?

Bei unserer Nahrungsmittelproduktion liegt einiges im Argen. Wir sollten zum Selbstschutz greifen und uns nicht mehr länger mit Floskel aus dem Verbraucherschutzministerium abspeisen lassen. Verbraucherschutz sieht anders aus und darf nicht aus ständigen Kompromissen zu Gunsten der Mehrgewinne der Nahrungsmittelindustrie ausfallen.

Demokratie wird der Wirtschaft zu gefährlich



Arbeitnehmer werden ständig auf diplomatischem Wege davon überzeugt, dass ihre Lohnerhöhungsforderung kontraproduktiv sind. Warum kann zu Gunsten der Volksgesundheit nicht auch mal die Lebensmittelindustrie auf Gewinne verzeichen und anstatt Quantität - Qualität - produzieren? Außerdem müssen Zulassungen von Pestiziden einen Nutzennachweis erbringen, der über der Gefährlichkeit für die Gesundheit der menschlichen Gesundheit liegt.

Technologischer Fortschritt ist es nicht, die Bevölkerung nach und nach zu vergiften und die Bevölkerung bezahlt noch mit hohen Preisen ihre eigene unverschuldete Krankheit. Das darf nicht mit Hilfe der Politik zum neuen Geschäftsmodell der Chemieindustrie werden.

Der Giftcocktail in seiner Gesamtheit muss als Maßstab gelten

Der Verbraucherschutz muss so angelegt werden, dass die Gesamtheit der Rückstände in unseren Nahrungsmittel als bedenklich deklariert werden muss. Einzelne Grenzwerte für einzelne Gifte sind kein Schutz, sondern ein Freibrief für noch mehr Chemie in unseren Lebensmitteln.

Wechselwirkungen der jeweiligen Gifte müssen unbedingt berücksichtigt werden, ansonsten wir nur ein  neues Tor vom Missbrauch des Verbrauchervertrauens aufgestoßen. Die Wirtschaft ist für den Menschen da und Bauernhöfe haben geringere Ausgaben, wenn sie weniger oder ohne Kraftfutter produzieren und dafür Qualität.

Ansonsten beschäftigt uns heute der Dioxinskandal und im nächsten Monat die Überdosis Antibiotika im Schweinefleisch. Wer seine Tierhaltung nur noch mit starken Medikamenten aufrecht erhalten kann, braucht keine Lizenz zur Fleischproduktion - so hart dieses Wort klingt, es muss als Produktion angesehen werden - Tierhaltung ist das längst nicht mehr.

Holländische Unternehmen stampfen Fleischfabriken aus dem Boden und verseuchen mit ihrer Jauche die Böden und die Grundwässer der Umgebung. Es kann nicht sein, dass aus solchen Gründen ganze Gemeinden ihr Recht auf sauberes Grundwasser verlieren und teures, kommerzialisiertes Trinkwasser kaufen müssen. Das gilt auch für die Überdüngung der Böden durch chemische Zusätze und Pflanzenschutzmittel. Umweltschutz beginnt nicht erst mit Test vor dem Verkauf über die Ladentheke, sondern auf dem Acker und im Stall.


http://meta.tagesschau.de/id/44477/tierfutter-ist-schon-seit-monaten-verseucht
http://kwakuananse.twoday.net/stories/11573556/

Dioxin in Pflanzenschutzmitteln?
http://www.diebewertung.de/?p=23043

Überdüngung ein großes Problem, das uns alle angeht
http://www.oekosystem-erde.de/html/industrielle_landwirtschaft.html

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