Mittwoch, 12. Januar 2011

Syndikatsanleihen bzw. syndizierte Staatsanleihen ist der neue Trend

Nicht nur Spanien will Sydizierte Staatsanleihen auf den Markt bringen, auch Österreich sagt seine geplante Anleihenauktion am 3. Januar 2011 ab. Österreich will wie Spanien syndizierte Anleihen offerieren. 





Auch EIB (Europäische Investment Bank) der EU gibt solche syndizierte Anleihen heraus.
Die neueste Transaktion von 2009 war die größte herkömmlich strukturierte, variabel verzinste syndizierte Anleihe , die die EIB seit 2004 begeben hat. Sie wird von einem erstmals vollständig aus europäischen Genossenschafts- und Volksbanken (neun Banken aus sechs verschiedenen Ländern) bestehenden Konsortium unter der Leitung von Banca Akros, der Investmentbank von Banca Popolare di Milano, Calyon, der Investmentbank von Crédit Agricole und DZ BANK, der deutschen genossenschaftlichen Zentralbank, auf dem Markt angeboten.

Syndizierte Staatsanleihen sind Konsortialkredite oder syndizierter Kredite (engl. „Syndicated loan“) die im Kreditwesen die Gewährung eines einheitlichen Kredites durch mindestens zwei Kreditinstitute an einen Kreditnehmer. Der Konsortialkredit ist keine selbstständige Kreditart, vielmehr eine besondere Form der Abwicklung eines Bankgeschäftes, wenn eine zu hohe Geldsumme für eine Kreditunternehmen beantragt wird oder wenn das Vertrauen in nur einen Gläubiger nicht mehr ausreicht.

Aus den Presseberichten der Mainstream-Medien geht leider nicht hervor welche Geldinstitute beim diesem Syndikat für "syndiszierten" Staatsanleihen teilnehmen.  Es kann nur spekuliert werden. Vermutlich springen die großen Geldinstitute auf diese Art, den europäischen Staaten und den USA zur Seite, damit die benötigten Kredite für das Wirtschaftswachstum noch bewältigt werden können. Der Haken an der Sache ist: Der Kreditnehmer ist nur noch zweiter Verhandlungspartner an der der Seite des "Syndikatsführer" - der alle Geldinstitute vertritt. 

Mit Konsoritalverträgen wird bezweckt, dass Kredite auf verschiedene Bankunternehmen zu den gleichen Kreditkonditionen an den Schuldner erteilt werden, das soll wahrscheinlich die Zinsschwankungen bei Anleihenauktionen verhindern und so die Unruhe aus den Märkten nehmen. 

 EU-Rettungsfonds soll aufgestockt werden

Noch ziert sich Portugal und Spanien unter den EU-Rettungsfonds zu schlüpfen. Dieses Spiel kennen wir von Irland und auch von Griechenland. Letztendlich sind sie alle nach vehementen Dementies als Schuldner eingetrudelt.  



Heute, 11. Januar 2011 war bereits in verschiedenen Nachrichtensendungen zu hören, dass darüber spekuliert wird, den EU-Rettungsfonds weiter aufzustocken. Über die Höhe ist nicht viel bekannt. Die einen fordern nur ein paar 100 Mrd. auf das bereits geschnürte Rettungspaket von 440 Mrd. Euro, wieder andere sprechen sogar von einer Verdoppelung.

Es dürfte jedem klar sein, dass die Staat nicht mehr wissen woher sie die Kredite für die Umschuldung ihrer Staatsschulden nehmen sollen. Die syndizierten Anleihen aus Spanien und Österreich sind ein sicheres Indiz dafür, dass es demnächst wieder massive Verwerfungen auf dem Finanzmarkt geben wird. Normaler Weise werden Staatanleihen in Auktionen versteigert. Das muss man sich so vorstellen: Die Banken bieten einen Zinssatz an, zu dem sie die Anleihen der Staaten aufkaufen. Durch syndizierte Kredite wird dies unterbunden und es kommt zu keiner offiziellen Preisbildung mehr bei den Staatsanleihen, sondern es wird hinter verschlossenen Türen verhandelt. Das könnte auch eine Reaktion auf die Ratingagenturen sein, die immer mehr Nationen in ihrer Kreditwürdigkeit nach unten stufen. 

Auszug aus einem Artikel von 2006 über die KfW
Richard Gustard, Director Syndicate bei JP Morgan ergänzte: "Die KfW hat wieder einmal eine äußerst erfolgreiche Transaktion in einem volatilen und schwierigen Marktumfeld abgeschlossen. Mit dieser Emission hat sie sowohl auf die Investorennachfrage als auch auf die aktuelle Marktentwicklung richtig reagiert."

Im Januar 2006 hatte die KfW bereits eine 5-jährige Anleihe aus ihrem USD-Programm begeben. Inklusive dieser Anleihe hat die KfW mit einem Emissionsvolumen von rd. 17 Mrd. EUR bereits ein Drittel des für das Gesamtjahr geplanten Refinanzierungsbedarfs von 50-55 Mrd. EUR am Kapitalmarkt aufgenommen. Die KfW rechnet damit, dass sie etwa 40-45% dieses Mittelbedarfs durch Emissionen aus ihrem USD-Programm und EUR-Benchmark-Programm refinanzieren wird.
Quelle: http://www.innovations-report.de/html/berichte/wirtschaft_finanzen/bericht-56347.html
Die FTD  zu staatsgarntierten Anleihen vom Nov. 2008
Sie lancierten staatsgarantierte Anleihen im Volumen von umgerechnet rund 16 Mrd. Euro. Am Donnerstag kündigten zudem die portugiesische Bank Espirito Santo sowie JP Morgan neue staatsgarantierte Anleihen über je 1,5 Mrd. Euro an. Dem seit Dienstag aktiven US-Bankentrio aus JP Morgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley dürfte kurzfristig die Bank of America folgen.
Experten werten die Neuemissionen als Auftakt einer regelrechten Flut neuer Bankanleihen. Barclays Capital rechnet bis Ende des Jahres 2009 mit einem Emissionsvolumen von mindestens 300 Mrd. Euro der durch staatliche Zahlungsversprechen besicherten Papiere. Die Staaten garantieren Investoren - wenngleich von Land zu Land zu unterschiedlichen Konditionen - die Rückzahlung des Nennwerts, sollte die ausgebende Bank insolvent werden. Deshalb erhalten die Anleihen von Ratingagenturen auch die meist exzellenten Bonitätsnoten der Länder, welche die Garantien abgeben.
Quelle: http://www.ftd.de/finanzen/alternativen/:staatsgarantierte-anleihen-banken-schaffen-neue-anlageklasse/444888.html



US-Investoren wollen Staatsanleihen aus der Weimarer Republik einklagen


Sollten die Investoren vor Gericht gewinnen, könnten deutsche Vermögenswerte beschlagnahmt werden. Das ist keine gutes Omen für Deutschland und zeigt welche macht Gericht und 80 Jahre alte Staatsanleihen noch haben.

Anleihen für Reparationen Die Papiere sind älter als 80 Jahre, sie stammen aus Deutschland, und keiner weiß genau, wie viel sie heute wert sind. Fest steht nur: Sie gehören sechs amerikanischen Investoren - und die ziehen nun gegen die Bundesrepublik Deutschland vor Gericht. Der Hintergrund: Die Weimarer Republik hat in den zwanziger Jahren massenweise Staatsanleihen ausgegeben, um so die Folgen des Ersten Weltkriegs zu finanzieren. Seitdem sind die Papiere in Umlauf und werden in den USA munter gehandelt. Doch nun pochen die gegenwärtigen Besitzer auf Auszahlung - und wenden sich an die Bundesrepublik als Nachfolgerin der Weimarer Republik.

Bei Nichtzahlung sollen deutsche Vermögenswerte beschlagnahmt werden Schon vor rund einem Monat war der Fall vor einem Gericht in Miami verhandelt worden. Damals scheiterte die Bundesregierung mit ihrem Argument, die Fälle dürften nicht vor US-Gerichten verhandelt werden. Nun wollen die Eigner der Bonds den nächsten Erfolg erzielen: Die Bundesrepublik soll gezwungen werden, den Wert der Papiere auszuzahlen. Schätzungen zufolge könnten die Anleihen heute mehrere hundert Millionen, vielleicht gar einige Milliarden Dollar wert sein.
Die Argumentation der Investoren: Sollte Deutschland gewinnen, könnte das gesamte globale Anleihensystem untergraben werden. Sämtliche Regierungen der Welt hätten künftig Probleme, sich bei Privatanlegern zu verschulden. Allerdings ist diese Sichtweise durchaus umstritten. Denn warum sollte die Glaubwürdigkeit der deutschen, chinesischen oder italienischen Regierung leiden, wenn ein 80 Jahre alter Fall juristisch entschieden wird? "Unsere Position ist rechtlich in Ordnung. Es geht darum, einen Präzedenzfall zuungunsten privater Anleger zu vermeiden", sagte Investorenanwalt Samuel Dubbin. Die Anleger selbst treten öffentlich nicht in Erscheinung.

Sollten die Investoren gewinnen und sollte die Bundesregierung trotzdem nicht zahlen, könnten deutsche Vermögenswerte in den USA beschlagnahmt werden. Dies streben zumindest die Kläger an.
Quelle: http://boersenradar.t-online.de/Aktuell/Anleihen/Moeglicher-Milliardenschatz-US-Investoren-klagen-Anleihen-aus-Weimarer-Republik-ein-23578552.html


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