Samstag, 23. April 2011

Ist die Asse das deutsche Fukushima? 700 Sievert pro Stunde in eingelagerten Fässern

Update 24. April 2011
In der Asse ist die Strahlung weiter gestiegen. Strahlenschützer maßen in der ASSE lt. Meldung in Welt-Online" in "0,3 Liter, 80 000 Becquerel Strahlung von Cäsium 137" = 266.000 Becquerel pro Liter.

23. April 2011:
Die Bohrungen zur ASSE sind jetzt erlaubt. Erstmals wird in den Mainstream-Medien erwähnt, dass dort auch PLUTONIUM gelagert ist. Es wird aber weiterhin betont, dass es sich nicht um hoch radioaktives Material handelt. In der Forschungsanlage Karlsruhe sind auch MOX-Brennstäbe verwendet worden, diese enthalten Plutonium. Ihre Lagerung ist ungewiss. Man spricht von verglasen. Sie enthalten ca. 35 % Plutonium. Die herkömmlichen MOX-Brennstäbe sollen "nur" noch 3 bis 9 % Plutonium enthalten.

HANAU.pdf

20. April 2011
Mit dem Abschalten der Kernkraftwerke fangen die Probleme erst richtig an. Die Erblast einer Generation, die sich keine Gedanken über ihre Energiegewinnung machte, bekommt jetzt ihre Rechnung präsentiert. Die Sintflut kommt nicht nach uns, sondern über uns. 

Während Japan in Fukushima gegen radioaktives Wasser kämpft, bildet sich im deutschen Untergrund - in der Asse - ein hoch radioaktiver See. Täglich sickern 12.000 Liter Wasser in den angeblich trockenen Salzstock. Die Strahlung liegt zwischen 90.000 und 240.000 Becquerel pro Liter. 


Für Energieoligarichen ist das kein Problem. Ihre Gewinne sind privatisiert. Sie produzieren lediglich den Strom; verlangen horrendes Geld dafür und überlassen den Müll der Demokratie - dem Wahlvolk.  Der Staat ist ihre Rückversicherer für alle Fehlentscheidungen und eventuelle Kosten ihrer Energieanlagen, die den Gewinn der Aktiengesellschaften schmälern. Die größte Sorge der Energiewirtschaft ist, dass sie den Netzausbau ihrer herunter bewirtschafteten  Stromleitungen nicht selber bezahlen muss. Dafür ist sie sogar bereit den deutschen Energiemarkt mit weiteren Mitbewerbern zu teilen.  Das nennen FDP und Grüne dann Marktliberalisierung.

Offiziell lagert in der Schachtanlage ASSE kein hoch radioaktiver Müll. Die Asse galt noch vor einem Jahrzehnt als sicheres Endlager. Heute wird sie zum Problemfall. 127.000 Fässer mit radioaktiven Müll müssen / sollten geborgen werden. Es sieht nicht gut aus. Auch in Deutschland herrscht die Sorge, dass die Radioaktivität für menschliche Arbeit in der Asse zu hoch sein könnte.

Deutschlands Fukushima liegt 750 m unter der Erde

Es bahnt sich eine noch nie dagewesene Umweltkatastrophe an. Das Hightechland Deutschland hat seine Atommüll wie ein Dieb verbuddelt und kann nach über 30 Jahren seine Schuld nicht mehr von sich weisen.  Wirtschaftlicher und fiskalischer Druck führte zu politischen Fehlentscheidungen, die sich als Erbschuld entpuppen. Jüngst wurden erhöhte Cäsium-137-Werte gemessen und angeblich weiß keiner woher auf einmal dieses nukleare Zerfallsmaterial aus der Asse kommt. Unschuldsmienen so weit das Auge reicht. Wie eine Bande von Kleinkindern, die beim Lügen ertappt wurden, schicken sie ihre Pressesprecher vor. Noch will keines der Medien das Thema so recht aufgreifen. Zu frisch sind die Eindrücke aus Fukushima. Doch Deutschland muss sich dem Problem stellen. Es könnte eigentlich gemeinsam mit Japan eine Technik entwickeln, im den hoch radioaktiv verseuchtes Wasser wieder gereinigt. 

Den Deutschen reicht offensichtlich der radioaktive Fallout aus Tschernobyl nicht aus. Sie können von ihrer Atomenergie nicht genug bekommen. Sie haben Angst um ihre Samstagabend Show mit Thomas Gottschalk oder "Deutschland sucht den Superstar". Für diese Bequemlichkeiten nimmt man gerne ein paar Sievert mehr in Kauf. Der Strompreis darf auch nicht steigen, doch die versteckten Kosten des Atomstroms sind mittlerweile schon derartig überdimensional, dass sich Deutschland in naher Zukunft gar keinen Atomstrom und dessen Atommüll mehr leisten kann.

Kungelei und Filz so weit das Auge schaut


Politik und Wirtschaft entschlossen im jugendlichen Übereifer Atomkraftwerke zu bauen. Zu verlockend war die angeblich billige und saubere Energie. Politiker können mit diesen dünnwandigen Argumenten leicht getäuscht werden, denn sie wollen nicht wissen wie hoch die Nebenkosten sind. Mit der Atomindustrie bekamen die Deutschen eine Lexmarkdrucker, mit überzogen hohen Nebenkosten.

Mit dem Atommüll wollte man sich später beschäftigen bzw. das überließ man den Nachfolgern. Die Politik der vollendeten Tatsache wurde einfach in die nächste Generation gewälzt, während sich die Altpolitiker auf ihren fetten Pensionen ausruhen ober bereits auf ihre hochtrabenden Nachrufe herunter blicken.

Irgend wie hofft die Schar der parlamentarischen Entscheider, dass sich im Lauf der Zeit neue Techniken ergeben könnten, damit ihre Probleme von gestern im heute einfach in Luft auflösen. Im Fall der Asse hat diese nicht funktioniert. Sie strahlt mehr denn je im vollen Glanz ihrer Radioaktivität. All die vielen Proteste und Warnhinweise wurden missachtet. Schlaue Menschen lösen erst das Müllproblem einer Energiegewinnung bevor sie diese Einführen. Im modernen Deutschland wird grundsätzlich das Pferd von hinten aufgezäumt.


Dem Bundesamt für Strahlenschutz ist nicht einmal bekannt, um welche Art von Atommüll es sich in der Asse handelt. Es sollen angeblich keine stark radioaktiven Materialien im einsturzgefährdeten Atommülllager Asse deponiert seien. Eine kleine Notlüge kann nicht schaden, vor allem wenn schlampig Buch geführt wurde. In manchen Situationen macht dies wiederum Sinn. Vor allem wenn es um Vorgänge geht die über 30 Jahre zurück liegen. Verantwortung will keiner der Entscheidungsträger übernehmen. Das soll die Demokratie als Kollektiv übernehmen.

In der Asse fragte man damals nicht, was für Material in den Fässer eingelagert ist. Er musste weg. Er musste in der Tiefe verschwinden und aus der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Doch in einer Liste vom 18. Januar 1977 ist vermerkt, dass  49 Atommüllfässern eine Strahlung von 550 bis 700 Sievert pro Stunde an der Außenseite aufweisen.

Der Begleitschein gibt lediglich Auskunft darüber, dass es sich um ein betonierten Schrott aus dem Kernforschungszentrum in Karlsruhe handelt. In den Jahren um 1977 arbeiten Forscher an einem Pilotprojekt zur Wiederaufbereitung von Brennstäben. Vielleicht galten zur damaligen Zeit Brennelemente noch als Atomschrott, wenn sie aus einer Forschungsanlage stammten? Heute will das keiner mehr Wissen und die Papiere geben keine Auskunft darüber.

Hier gilt im wahrsten Sinne des Worte: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heißt." ... doch jetzt wird es heißt. Das hoch radioaktive Material fraß sich durch den Beton und die 24 cm dicke Stahlschicht. Den Rest besorgte das Wasser, das in die Asse läuft.

Jüngst wurden erhöhte Cäsium-137-Werte gemessen und immer noch will keiner wissen woher auf einmal dieses nukleare Zerfallsmaterial kommt. Eine Tatsache bleibt! Es ist da und es strahlt.


Radioaktiver Abfall entwickelt nicht nur Strahlung, sondern auch noch Wärme. Radioaktiver Abfall benötigt kontinuierliche Aufsicht und kann nicht einfach in der Erde eingebuddelt werden. Deshalb sollen nun die 127.000 Fässer wieder heraus geholt werden. Wo sie als nächsten gelagert werden, weiß natürlich keiner. Doch eines ist gewiss: Sie werden wieder ein Loch finden, in das sie die Fässer verkippen können.

Ein Salzbergwerk wäre ideal. Es ist trocken - wie die Asse es einmal war. Radioaktivität plus Wasser ergibt eine sehr ungesunde Lösung. Das ist spätestens seit Fukushima bekannt. Radioaktiver Abfall kann ebenfalls Temperaturen von 400 Grad C erreichen. Diese Temperatur reicht Wasser locker aus, um zu koche und zu verdampfen. Es wäre ein Albtraum, wenn in Deutschlauch sich auf einmal die Erde heben würde und sich mit einer gewaltigen Wasserstoffexplosion eine riesige Atomwolke über Deutschland senken würde.

Das Restrisiko der Kernenergie ist so gewaltig und unberechenbar. In der Asse ist ebenfalls das unvorhersehbare eingetreten. Es kam zu einem Wassereinbrauch, der hätte nie stattfinden dürfen. Die Möglichkeit war für die Wissenschaft ausgeschlossen, aus diesem Grund gab es den Zuschlag für die Asse.

Atomenergie ist kein Segen, sondern ein Fluch für die Menschheit.


Am 15.04.11 hielt Angela Merkel wieder einen Energiegipfel ab.  Ordentliche Ergebnisse sind natürlich nicht zu erwarten, sondern nur eine Forderungsliste der Energieriesen, die sich in kollektiver Weltuntergangstimmung befinden, weil sie ihre Gewinnsteigerungen für die nächsten Jahren gefährdet sehen. Der Steuerzahler soll die Managementfehler ausgleichen. Die Atommülllagerung übernehmen und gleichzeitig den Netzausbau.

Unsere Demokratie ist zu einem primitiven Überstimmungsinstrument verkommen. Sie ist eine Ansammlung von faulen Kompromissen, beraten von Lobbyistenvereinen, die Solidarität las lästiges moralisches Anhängsel eines Urzeitmenschen begreifen. Der Wert war und ist niemals der Mensch gewesen. Sein Wert besteht nur darin, ihre Vermögen zu mehren, damit wir noch abhängiger von ihnen werden.

Die letztes Phase unserer Wertegesellschaft hat begonnen. Die vollkommene Entreicherung der Weltvölker beginnt. Das Sozialnetz ist nur noch ein lästiges Beiwerk, einer Demokratie, die sich längst selbst verloren hat. Zu groß ist der Schuldenberg durch die Wirtschaftssubventionen geworden. Sie ließen uns im angeblichen Wohlstand leben, wie ein Kasino, das mit Prunk lockt, damit wir auch noch unser letztes Hemd verpfänden.

Doch das haben wir bereits Gerhard Schröder ins Kanzleramt geschickt. Es hat nichts benützt, Angela Merkel will noch mehr - sie will die nackte Haut.

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:energiegipfel-im-kanzleramt-merkels-atomausstieg-bleibt-im-vagen/60040158.html

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/geowissenschaft/hochradioaktiver-atommuell-was-lagert-wirklich-in-der-asse_aid_566724.html

http://www.rf-news.de/2011/kw15/hohe-radioaktivitaet-im-atomlager-asse-gemessen

http://www.sueddeutsche.de/politik/russland-und-der-akw-sarkophag-knausern-fuer-tschernobyl-1.1087323

Kommentare:

  1. Ein offener Brief an eine Welt in Furcht:
    ...eine schwere Verantwortung ruht auf dem Gewissen eines jeden, der es wagt, ein solches Buch wie dieses zu schreiben. Zu einer
    Zeit, wo die Welt das, was die Kernspaltung scheinbar verheißt, nämlich Energie, so dringend braucht.
    ...wir haben kein anderes Motiv, dieses Buch zu schreiben, als unseren Mitmenschen zu dienen.
    ...während der letzten fünfzig Jahre (1957) ist diese Zivilisation tiefer gefallen, als sie sich in den letzten acht Jahrhunderten zuvor erhoben hat.
    ...viele Weltführer glauben ernsthaft, die Kernspaltung könne ohne Gefahr industriell genutzt werden und es sei möglich die Menschheit vor den Gefahren der Atomenergie zu schützen. Wir glauben
    jedoch, dass eine solche Nutzung alles organische Leben auf diesem Planeten für viele Jahrtausende zerstören wird.
    ...die Zeit ist jedoch gekommen, wo der Mensch die richtige Antwort erfahren muss, sonst werden alle Menschen von diesem Planeten verschwinden. (Lao Russell, Radioaktivität)
    Blick ins Buch (Amazon):
    http://tiny.cc/n94en
    oder Leseprobe:
    http://www.wahrheitsnetzwerk.de/Russel_Radioaktivitat.pdf

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  2. Das Hightechland Deutschland hat seine Atommüll wie ein Dieb verbuddelt


    Aber im Salzstock ist doch alles sicher - solange kein Tröpfen Wasser die Ruhe stört...

    Blödheit und Gehorsam in deutscher Perfektion!

    Das kann man eigentlich nur noch damit erklären, dass getan werden musste, was getan werden musste, weil die Alliierten (Herrscher) dieser Zone es so wollten.

    Witzig: die Sicherheitsabfrage erwartet... Na? "tritin"! Wenn das mal keine Omen ist.

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  3. Grandiose Zusammenfassung der Ereignisse und Tatsachen um dieses höchstbrisante Thema mit seinem gesellschaftlichen Fassettenreichtum. Bestens recherchiert und zum ausdruckgebracht. Glückwunsch! Ich teile die dargelegte Auffassung vollstens.

    Was soll denn das!!! Ein Buch?
    Hörmal wir sind hier direkt an die Essenz der Wahrheit angeschlossen und das aus
    den unterschiedlichsten Bereichen des menschlichen Lebens und des gesellschaftlichen Gemeinwesens.
    Also wer lesen kann ist klar im Vorteil.
    Was willst du noch herausfinden, hervorheben, um den Tenor dieses Artikels zu Toppen? Wieviel Haarspalterei willste noch betreiben? Schöne Grüße aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten ich gehe jetzt erst mal zu OBI und hol mit die aktuellste Bohrmaschine, meine anderen sind halt nicht neu.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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