Montag, 25. Juli 2011

#Fuckyouwashington - Die USA empören sich für mehr Schulden

Ein Leitblogger der USA empörte sich mit Kraftworten auf Twitter über die Uneinigkeit der US-Führung zur Schuldenbremse und machte sich Luft:

"Hey, ihr Arschlöcher in Washington, das ist unser Land, unsere Wirtschaft, unser Geld. Hört auf, damit Unsinn zu treiben."

Die Welt ist von so viel Initiative begeistert und spring auf das Pferd auf. Jeff Jarvis, New Yorker Journalismus-Professor und einer der bekanntesten Blogger Amerikas versah seinen Tweet noch kurzerhand mit dem Tag "FUCKYOUWASHINGTON" und er Empörbürger legte wie auf Kommando los.


Amerika schreibt sich mittlerweile die Finger wund, um die Schuldenbremse zu lösen und um noch mehr Schulden zu machen. So einfach kann der Wutbürger für seine eigene Überschuldung begeistert werden. Die Amerikaner wollen mehr Geld für ihre Wirtschaft. Doch wem gehört die Wirtschaft und kann sie alle Amerikaner ernähren. Offensichtlich nicht? 42 Millionen Essensmarkenempfänger sind keine Glanzleistung, sondern ein Indiz dafür, dass die Wirtschaft versagte und die ganzen Billionen US-Schulden auf Privatkonten parkt und keine Steuern dafür zahlen will. Stattdessen soll der kleine Amerikaner noch mehr Schulden schultern, damit die Konten noch voller werden. Die Wall Street steht schon in Startlöchern und wartet begierig auf ihr Spielgeld.

Eigentlich ist die USA ein bettelarmes Land - ärmer als Griechenland. Es verfügt nicht einmal über ein Tafelsilber, das noch privatisiert werden könnte. Einzige Option ist noch die Post, aber auch die gilt als marode und unwirtschaftlich, weil zu viele Menschen dort ihr täglich Brot verdienen.

... also denkt sich der Amerikaner und der Europäer: Wir investieren in die Wirtschaft, damit die noch mehr Arbeitsplätze streichen kann. Wer Glück hat bekommt einen Job als Arbeitsablaufoptimierer und setzt den letzten Rest der Arbeiter auch auf die Straße, bis er sich selber optimieren muss und auf der Straße sitzt.

Vielleicht erbarmen sich Bill Gates und Warren Edward Buffett ab diesem Zeitpunkt und spenden auch  für die armen Amerikaner, die sich keine Krankenversicherung mehr leisten können.

Dieser Journalismus-Prof. beweist mit seinem Tweet lediglich, wie einfach Menschen zum eigenen Untergang mit Begeisterung und wehenden Fahnen geschrieben werden können. Der Aufgewachte ist immer noch ein Schaf.

Kommentare:

  1. Die Amerikaner wollen mehr Geld für ihre Wirtschaft.

    Bitte Verstand ausschalten und anschnallen: es geht ab...

    ...wärts, aber das merken Sie erst hinterher.

    Ja ist schon klasse, wie die Leute auf Platitüden reinfallen.

    Für mich immer noch ungeschlagen: "In Nutella ist summa summarum viel Eisen, Calcium, Magnesium"
    Klingt echt seriös, nicht wahr, so ein summa summarum?

    Man muss halt nur die richtigen Worte finden, und schon fällt fast jeder auf den Betrug rein.


    ...dass die Wirtschaft versagte...

    Man fragt sich: welche Wirtschaft? Ich habe mir damals - das war so um 2000 herum - schon immer den Kopf gekratzt, was aus einem Land wohl nur noch werden kann, wenn man ganz offen den Wechsel von einer Industriegesellschaft hin zu einer Dienstleistungs-/Wissengesellschaft progagiert, die Wirtschaft also abwandert dahin, wo sie billiger produzieren kann?

    Das konnten nur die wollen und dem dummen Bürger so verkaufen, die einen Vorteil davon hatten. Einige wenige. Leute, denen neben den Medien auch fast alles andere bereits gehört. Die Masse hat nur Nachteile. Wie können Politiker so unehrlich sein? Oder sind sie wirklich einfach nur dumm, was mir widerstrebt zu glauben?

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  2. Und das Video passt gut zum Punkt Desindustralisierung!

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  3. @ Europa:

    Könnte man den Inhalt Videos nicht auch als Anlass nehmen, zu Deglobalisieren? Ließe sich das darauf übertragen? Ich bin in meinem Denken da noch nicht zu weit.

    Allgemein, schöner Blog, kann einem samt Videos der Dame hier ganz schön den Kopf waschen.

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