Samstag, 30. Juli 2011

Propaganda-Maschine MEDIEN und die Gesundheitspolitik der CDU/FDP

Die letzte Schlagzeile: "Arbeitslose bekommen die meisten Medikament" in Welt-Online macht mich stutzig. Als Einleitung war zu lesen: "Macht Arbeitslosigkeit krank? Laut einer Statistik der Techniker Krankenkasse ja. Erwerbslose bekamen 2010 mehr Medikamente als jede Berufsgruppe." Die Grundlage für diesen Artikel war eine Studie der TK (Techniker Krankenkassen). An diesem Beispiel lässt sie sehr einfach zeigen wie das Herz eines Journalisten schlägt und vor allem wo es schlägt - es schlägt offensichtlich rechts, anstatt links. Die von der Bildzeitung als SCHMAROTZER längst ausgemachten Arbeitslosen durften wieder einmal eine Überschrift schmücken und in der neuen Staatsräson des Deutschen Staates, ihre einseitige Berichterstattung vom Stapel lassen.

Leider arbeitete die TK-Studie unter Gudrun Ahlers nicht ganz einwandfrei in ihrer Definition von "ARBEISLOS". Während in der Studie "Arbeitslose" pauschal erfasst werden, sind die übrigen berufstätigen Versicherten in Berufsgruppen aufgegliedert und verzerren so das Ergebnis der Studie in ein politisch motiviertes Bild. Richtig wäre gewesen, die Arbeitslosen der gesamten Anzahl von Berufstätigen gegenüber zu stellen. .... Oder aber die Arbeitslosengruppe genauso in Berufsgruppen aufzuteilen. Das würde Aufschlüsse geben, was krank macht und was eventuelle zu einer Entlassung führt. In der Studie wird nämlich nur von ALG I-Bezieher gesprochen, die in den meisten Fällen nicht länger als ein Jahr ALGI beziehen. Hier liegt wohl der Wille zugrunde, Arbeitslose (ALG I-Empfänger) ebenso auf die AOK abzuwälzen.

Die Politik trifft die Entscheidungen und auch SCHULD

Ständig wird der Eindruck erweckt, dass die Betroffenen der politischen Entscheidung SCHULD an den Entwicklungen in Deutschland sind. Das ist eine verschobene Wahrnehmung, erzeugt durch die Medien. Nicht der Betroffene trägt die SCHULD, sondern der Entscheidungsträger und das ist nun mal die Politik, egal welche Lobby Einfluss auf sie nimmt. Jeder kann Forderungen stellen, es obliegt der Entscheidungselite diesen nachzugeben. Der Arbeitslose ist das letzte Glied in unserer Leistungsgesellschaft und nicht der SCHULD-Träger, für das was ihm auferlegt wurde.

Ich bitte daher unsere Journalisten um mehr Sorgfalt in der Berichterstattung. Es ist nicht ihre Aufgabe, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, dass Arbeitslose auch noch Schuld an unserem maroden Gesundheitssystem haben. Es ist das klare Resultat einer seit Jahrzehnten verfehlten Sozialpolitik und hat seine Ursache in der Mauschelei zwischen Arbeitgeber und Politik. Das gleiche gilt für die Bildungspolitik. Die Leistungsfähigkeit unserer Schulden nimmt seit dem Zeitpunkt ab, seit sich Wirtschaft in Form von Bertelsmann massiv einmischen und mit Studien angebliche Misstände belegen, die mit politischem Maßnahmen zum Vorteil der Arbeitgeber geändert werden müssen.

Die Masse und damit die Medien sollten sich  nicht ständig mit irgendwelchen Studien auseinandersetzen, sondern die Augen öffnen und die Realität unserer Umwelt so wahrnehmen wie sie ist. Die hohe Arbeitslosigkeit, die heute als Vollbeschäftigung verkauft wird, widerspricht sich in jedem Punkt einer jeder Studie, die Arbeitslose als Schmarotzer darstellen will. Schließlich ist es unmöglich in einem Land das Vollbeschäftigung hat, eine hohe Zahl von Arbeitslosen für alles verantwortliche machen.

Entweder stimmt die Studie über die Vollbeschäftigung nicht oder aber die Studien über die hohen Kosten der Arbeitslosen sollen in die Irre führen. Es ist an der Zeit, den Schleier der Nebelkerzen mit einem Luftzug zu entfernen. Die frische Luft der Realität könnte das ganz einfach bewerkstelligen, wenn jeder - insbesondere Journalisten - ihre Fenster zur Welt öffnen würden und den Mief der politischen Korrektheit und der Staatsräson aus ihrem Schreibstufen wehen lassen würden.

Der Bürger ist mehr denn je aufgefordert, nicht die Zeitungsartikel zu Studien zu lesen, sondern die Studien selber. Kontrolle ist das beste Mittel, Lügen zu verhindern. Kontrollieren Sie die Schreibergilde und verlangen sie einen Link zur Studie, auf die sich beziehen.

Die Einleitung zur Erhebung ist lesenswert


In der TK-Studie geht es nicht wie durch den Artikel vermittelt, um die Erhebung des Medikamtenverbrauches von Arbeitslosen, sondern um eine allgemeine Analyse der Kassenausgaben. Als Einleitung ließen es sich die Verfasser nicht nehmen, auf die oft mutwillige Fehlinterpretation von Statistiken hinzuweisen. Gemäß einer Statistik hat ein Millionär und ein armer Schlucker jeweils eine halbe Million. Das sollten wir nie vergessen. In der Weiterverarbeitung von politisch korrekten Medien kommt nicht selten die Schlussfolgerung heraus, dass der arme Schlucker dem Millionär die Hälfte seines Vermögens klaut.

So wird offensichtlich wieder einmal eine Studie zur absichtlichen Fehlinterpretation genutzt.


http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/346642/Datei/61625/Medienservice-Juli-2011-krankes-Deutschland.pdf

Vor wenigen Monaten gab es eine ähnliche Studie über Jugendliche, aus der die Medien angeblich lasen, dass ausländische Jugendliche gewaltbereiter seien. Mir persönlich gelang es nur schwer, die in dieser Erhebung herauszulesen - aber das Gift war bereits in unserer Gesellschaft versprüht.

Kommentare:

  1. seltsam - ich hatte 15 jahre eine praxis und kann das studienergebniss nur bestätigen.

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  2. @ynonymus vor mir:
    Sie hatten 15 Jahre eine Praxis ... NUR? Haben Sie nicht gelesen?

    "Während in der Studie "Arbeitslose" pauschal erfasst werden, sind die übrigen berufstätigen Versicherten in Berufsgruppen aufgegliedert" ....

    Über welches Thema schrieben Sie Ihre Doktorarbeit? Die verschieden Darreichungsformen von Antibiotika?

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