Mittwoch, 27. Juli 2011

S21: Hat der jesuitische Deal den Bertelsmann im Nacken?

Für die Präsentation des Stresstests zu Stuttgart 21 musste viel Hintergrundarbeit betrieben werden. Die Fronten mussten klar definiert sein, wer als Outlaw vor dem Rathaus demonstriert und wer im Inneren am Tisch der Guten sitzen soll. Der BUND verweigerte anfänglich seine Anwesenheit, ließ sich aber aufgrund innerer Zwänge oder gar Daumenschrauben zum jesuitischen Schlichtertisch treiben.

Heiner Geißler über die christlichen Werte (Materialismus) in der Politik (siehe am Ende des Artikels)

Die SPD versalzte dem agilen BUND (Bund Und Umwelt Deutschland) gehörig die Suppe. Seine Gemeinnützigkeit wird nun vom Finanzamt angezweifelt. Zu sehr mischte er sich immer wieder in politische Diskussionen ein und war Anlaufstelle für viele Bürgerinitiativen in Sache Umweltschutz. Deutsche Vereine dürfen sich einfach nicht so in politische Diskussionen einmischen. Auch der BUND soll bei seinem Juchtenkäfer bleiben, ansonsten wird ihm einfach die Gemeinnützigkeit und damit der Geldhahn abgedreht. So funktioniert eine kapitalistische Demokratie, wenn sie Vereine zensiert oder gar verbieten will. Das politisch motivierte Verbot kommt nicht per Gesetz, sondern per Finanzkeule. Es scheint fast so, als wolle sich Deutschland am ungarischen Zensurgesetz orientieren.


Bertelsmann verkaufte sich als christlicher Widerstand gegen die NAZIs und war doch williger Verlag.

Dagegen dürfen die Bertelsmann-Stiftung und die Initiative-Neue-Soziale-Marktwirtschaft locker und fröhlich weiter in den Bundesämter aus- und einmarschieren, ihre Gemeinnützigkeit zur Schautragen und sich bei jeder politischen Meinungsfindung offiziell als Ratgeber präsentieren. Die Bertelsmann-Stiftung muss auf Grund ihrer Gemeinnützigkeit keine Steuern zahlen, obwohl sie den größten Teil der Aktien der Bertelsmann AG hält. Das freut Liz Mohn, die angebliche Kaffeetischfreundin unserer Bundeskanzlerin. Selber bezeichnet sich die diese gemeinnützige Stiftung als maßgeblich beteiligt am EU-Vertrag und ist mittlerweile in der Position durch selbst in Auftrag gegebene Studien, die öffentliche Diskussionskultur in Deutschland leiten zu können. Ihre Studien werden ungeprüft vom politischen Personal unserer Republik übernommen. Es gibt keine Skepsis gegenüber den finanziellen Abhängigkeit von Universitäten, die diese Studien erstellen. Zu sehr wurde der Bildungsetat durch die regierungsverantwortlichen Parteien in den letzten Jahrzehnten gekürzt, so dass sich Universitäten oft nur noch mit Auftragsarbeiten über Wasser halten können. Der kleine Mensch sollte sich also nicht von wohlklingenden Namen von wissenschafltichen Institutionen mehr blenden lassen. Alleine die aufgedeckten Plagiate von Prominenten Doktortitelträgern sollte uns ein Warnung sein. Mit wissenschaftlichen Studien könnte es sich nicht anders verhalten. Sehen sie hierzu eine Diskussion zwischen Prof. Hüther (INSM) und Prof. Butterwegger am Ende des Beitrages.  


Gemeinützigkeit als Profitfeld


Die politischen Aktivitäten und Beeinflussungen sind natürlich kein Grund, die Gemeinnützigkeit der Bertelsmann-Stiftung durch die politische Klasse anzweifeln. Lediglich der BUND kommt der politischen Klasse in die Quere, weil er Positionen von Bürgern vertritt, die als nicht politisch korrekt angesehen werden. Ich sehe dagegen gerade die Gemeinnützigkeit der Bertelsmann-Stiftung als fragwürdig an. Sie unterstützte die Rente mit 67 und trat sie los mit Studien über einen demografischen Wandel, der bis zu Roman Herzog panische Angst entfachte. Ein höheres Rentenalter hat keinen gemeinnützigen Hintergrund, sondern ist eine klare Position der Arbeitgeber gegen die Arbeitnehmer. Das Gleiche gilt für die angeblich zu hohen Lohnnebenkosten und den unbedingten Willen, die Arbeitgeber komplett aus der sozialen Verantwortung nehmen zu wollen. Das umstrittene Bildungswesen in Deutschland lässt sich mühelos auf die Aktivitäten der Bertelsmann-Stiftung zurück verfolgen. Sämtliche Streitpunkte zwischen Politik und Bevölkerung haben seinen Ursprung in dieser Stiftung, die sich gemeinnützig nennt. Offensichtlich wird heute "Gemeinnützigkeit" damit definiert, politische Streitpunkte bundesweit zwischen Politik und Bevölkerung auszulösen, die in alternativlosen Lösungen münden und zum Nachteil der Arbeiterklasse umgesetzt werden.

Daher sollte die SPD keine Anfrage bezüglich des BUND und seiner Gemeinnützigkeit stellen, sondern die beiden großen Stiftungen, Bertelsmann und INSM ins Visier nehmen. Offensichtlich ist deren politischer Einfluss schon so groß, dass die angebliche Arbeiterpartei Deutschland kneift und lieber den BUND unter Beschuss nimmt, um nicht vom großen runden Tisch der gesteuerten politischen Elite gekickt zu werden.

Der Einfluss der Bertelsmänner ist groß. Das Medienimperium gigantisch. Unzählige verschachtelte Musiclabel gehören dazu. So tritt Xavian Nadoo zwar unter seinem eigenen Label an die Öffentlichkeit und simuliert Unabhängigkeit, schließt sich aber sofort wieder Tonpool GmbH an, die zum Bertelsmann-Imperium gehört. N-TV gehört genauso zum Bertelsmann-Imperium, wie die verpönten Trash-Sender Pro7 und RTL. Das ist es nicht verwunderlich, wenn jetzt plötzlich die Polterstars der Privatsender wie Stefan Raab und Comic-Schwätzer Einzug bei staatlichen Sendern halten. Raab kaperte erfolgreich den Grand Prix für Bertelsmann.Mit dem Berterlsmann-Forum versammeln sich mittlerweile sämtliche europäischen Politiker unter seiner Flagge und gewinnt so mehr europäischen, politischen Einfluss.

Gemeinnützigkeit lässt sich nirgends erkennen. Hartz4-Gesetze, die Agenda 2010 entstand in der Gütersloher Denkfabrik und wird auch noch Steuervergünstigen belohnt. Die eingesparten Steuern verwendet die Bertelsmann-Stiftung für Propagandazwecke für den Lobbyismus. So finanziert der Steuerzahler seinen eigenen Widersacher.

Das Gleiche gilt für die INSM. Es ist unverständlich, wie eine Unternehmerinstitution als gemeinnützig anerkannt werden kann. Öffentlich-rechtliche Sender präsentieren deren Botschaft und Kuratoren lediglich als unabhängige Spezialisten, dazu gehören Prof. Dr. Michael Hüther genauso wie Historiker Arnuft Baring, selbst Lothar Spät und Altpräsident Roman Herzog bekennen sich zur INSM.

Der Staat als Demokratie verlor längst seine Objektivität und wird zum Widersacher der Volksinteressen, weil er sie als Angriff auf die wirtschaftlichen Interessen sieht, von denen das politische Personal abhängig ist. Der fiskalische Effekt - "sozial ist, was Arbeit schafft" wurde ihnen in den Pelz und die Hirnrinde gebrannt. Nicht der BUND gehört auf die Watchliste, sondern Bertelsmann und die INSM.

Mittlerweile formiert sich eine weitere Interessengemeinschaft, die IGM (Interessengemeinschaft Mittelstand), sie belegt ihre wichtige Position genauso mit Studien wie die Bertelsmann-Stiftung oder die INSM. Der Bürger selber gerät immer mehr ins Hintertreffen. Ihm wird jede Möglichkeit des "Lobbyismus" genommen, er dient nur noch als Stimmvieh für die etablierten Parteien, die bestens mit diesen Stiftungen und gemeinnützigen Arbeitgeberinteressenverbänden vernetzt sind. Von diesen Verbindungen träumt jede Gewerkschaft, denn sie bleiben das Schmuddelkind, das sich nicht in politische Diskussionen einmischen darf, wie eben der BUND auch. Der Maulkorb wird jetzt mit drohenden finanziellen Einbußen verteilt, denn heute kann sich nur noch der Recht und Stimme verschaffen, der Geld zu Verfügung hat.
Das weiß auch die FDP, die ihren Wahlkampf mit gefüllten Kassen und einer starken Presse startete und zum größten Wahlbetrug der jüngeren Geschichte in Deutschland mutierte. GRÜN nutzte den BUND nur als Sprungbrett, um an die Regierungsmacht zu gelangen, um jetzt unter der Führung der alten Kräfte in gewohnter Manier das Schiff zu steuern.

Kertschmann will dies noch nicht anerkennen, seine Haltung zur Politik ist zu naiv. Er wollte die tatsächlichen Machtverhältnisse nicht sehen und mit Demokratie den Kräften standhalten. Doch er wird mit seinem Umweltminister immer mehr von der Presse demontiert. Die SPD ist ihm keine Hilfe. Sie ist zu lange im politischen Geschäft.
Playlist: Vollbeschäftigung Butterwegge (unabhängig) vs. Hüther (INSM)




Wie Heiner Geißler (jesuitisch erzogen) das Christentum in der Marktwirtschaft sieht. Wir können es auch Ethik in der Wirtschaft nennen, insofern es eine Ethik in der Wirtschaft tatsächlich gibt, denn der Gewinnorientierte ist ständig über dem Abgrund der ethischen Verantwortung. Lediglich der Glaub verleiht im Flügel und das Recht auf Rechtfertigung.






http://www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2011/07/der-kessel-brodelt/

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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