Freitag, 19. August 2011

Börsen brechen ein - Goldrausch bleibt aus

Die erwartete Goldrallye bleibt nach wie vor aus. Seit Monaten wird Gold massiv als sichere Geldanlage auf allen verfügbaren Kanälen gepriesen. Sogar die BILD informierte ihre Kundschaft darüber. Doch das Geld der Anleger will einfach nicht ins Goldgeschäft einfließen.

Weltweit verlieren die Aktien an Wert, doch die Umschichtung in Gold bleibt aus. Der Goldpreis hängt den Kursverlusten an den Börsen gewaltig hinterher. Während der DAX mit seinen 30 Firmen an die 30 % seit dem 25.07.2011 verlor, stieg der Goldpreis lediglich um 15 %.

Aktuell verlor der Dax in zwei Wochen 2000 Punkte, das sind fast 30 %. Im Gegenzug stieg der Goldpreis von 1.600 Euro auf 1.860 USD (ca. 15%). Wobei zu beachten ist, dass es sich bei Gold um lediglich eine einzige Anlageposition handelt, im Vergleich zu den vielen Aktien, die nun verkauft sind und als Geld zur Verfügung steht.

Politik versagt in der Hypnose der Massen

Der größte Teil des Geldvermögens fließt offensichtlich in weit aus sicherere Anlagen, die uns kleinen Menschen nicht feilgeboten werden, weil ihr Stückpreis weit über einer Unze Gold liegt. Vermutlich wird das Geld für spätere Land- und Immobilienankäufe gehortet. Die Konjunkturaussichten sind auch ohne gutmütige Interpretation der Unternehmerinteressenverbände nicht mehr schönzureden. Aktienanleger haben das Vertrauen in die psychologische Führungskraft der Politik verloren. Die träumerischen Vorstellungen einer FDP sind längst als Lügen in der Bevölkerung enttarnt und jeder Vorstoß dieser Partei, neue Hoffnung in die Zukunft aufzubauen, wir nur noch belächelt.

Der Besitzbürger ist längst davon überzeugt, dass das politische Motivationsprogramm mit Vollbeschäftigung und Aufschwung längst nicht mehr von der Bevölkerung geglaubt wird. Es wird längst keine Debatte mehr darüber geführt, ob deutsche Produkte die besten der Welt sind, sondern man fragt sich, wer sie noch wird.

Es steht lediglich nur noch die Frage im Raum: Wann finden die Produkte keinen Käufer mehr und wann müssen Dumpingpreise eingesetzt werden. Damit setzt eine unglückliche Rutschpartie ein, mit weiteren Entlassungswellen, die nicht mehr über großzügige Kurzarbeiterregelung durch die Staatskasse aufgefangen werden können. Die Deflationslawine wird sich ungehemmt, bis in den letzten Haushalt fressen, was an den Immobilienpreisen nicht spurlos vorübergehen wird.


Gold unterliegt in schweren Zeiten einer ganz eigenen Dynamik von Preisverfall ... wenn ein halber Zentner Kartoffeln für den Preis eines 10g-Eheringes gehandelt wird, ist das ein wirklich stolzer Preisverfall. Die Goldgräberstimmung liegt einzig und alleine bei den vielen Goldverkäufern und Hobbyprovisionssammlern, durch die tägliche Suche nach Dummen.

Wer in schlechten Zeiten billiges Gold einsammeln will, muss sich nur einen große Konservensammlung anlegen und all den stolzen Goldbesitzern ihr schweres Metall gegen Essen abnehmen.

Kommentare:

  1. Ein sehr guter informativer Text. Vor allem der letzte Satz hat mich außerordentlich amüsiert, weil seine Aussage 100%ig zutrifft. Gold kann man nicht essen.
    Ich habe meinen Garten massiv intensiviert und kann nun locker 4 Leute mit Gemüse, kartoffeln und Obst das ganze Jahr versorgen. 3 Laufenten legen täglich Eier, die hübsch zum Essen sind. Ich heize nur noch mein Wohnzimmer mit Holz in einem kaminofen und ich habe meine Ölheizung stillgelegt. Brauchwasser entnehme ich meinem Brunnen. Brot u. Eis mache ich von Grund auf selbst. Eingekocht habe ich in diesem Jahr schon 250 Gläser. Das alles macht mir so richtig Freude. Der Dax interessiert mich eigentlich wie die letzte Rübenernte und wie gesagt - Gold kann man nicht essen,

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  2. Damals, 2008 waren noch andere Zeiten, da glaubten alle richtig an den starken Staat und dass dieser alles retten könnte. Heute nicht mehr. Daher hat die Flucht aus dem Papier ins Gold nun eingesetzt. Das Goldkartell (PPT und Konsorten) dürfte im Zusammenbruch sein.

    Vor 6 Jahren konnte man 1 KG Gold noch um die €12000 kaufen. 2011 kostet das Kilo €41459.

    Das mögliche:
    Am Tag, als der Dollar starb

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  3. Das ist alles sehr schlüssig, aber der Schluss hat einen kleinen Haken: Alle Vorräte und/oder Gold nützen dir gar nix, wenn die erste kleine Privatarmee dir das ganze Zeug einfach abnimmt - ob es Dir passt oder nicht.

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  4. Der Goldpreis hängt den Kursverlusten an den Börsen gewaltig hinterher. Während der DAX mit seinen 30 Firmen an die 30 % seit dem 25.07.2011 verlor, stieg der Goldpreis lediglich um 15 %.

    Es liegt wohl daran, dass Gold sich eher am Wertverlust des US-Dollars orientiert. D. h. verliert der US-Dollar weiter, dürfte auch der Goldpreis weiter steigen, genauso umgekehrt.

    Da viele Leute davon ausgehen, dass der Euro in die Brüche geht, dürfte der Goldpreis demnächst vielleicht sogar einen dramatischen Einbruch hinlegen - wegen des zu erwartetenden (temporären) US-Dollaranstiegs auf der anderen Seite.

    Gold dürfte wohl erst dann wieder steigen, wenn der US-Dollar dann anschließend entweder total in die Grütze geht oder eine neue Weltwährung kommt.

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  5. Gold ist Geld, alles andere ist Papier Gold und Silber v€r§U$ Lug und Trug
    In allen WerteGesellschaften ist Gold Vertrauen, Zukunft und Freiheit.
    Gold ist kein Gutschein und kennt
    keinen Herrn.
    Nur Wasser und Nahrung ist noch
    wertvoller als Edelmetalle.

    Der Mainstream sagt aber:
    Die GoldBlase wird platzen.

    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=26793855

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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