Montag, 23. Juli 2012

Live-Szenario-Briefing - Börsen im freien Fall

Der IWF und vor allem Deutschland schlagen ihr Showrad mit bunten Federn, um ihre Macht zu demonstrieren. In Wahrheit bedroht der eine den anderen mit Geldscheinen, die dann dafür genutzt werden, Gewinne im Kapitalismus darzustellen. Noch immer ist den meisten Menschen nicht aufgefallen, wie Kapitalismus und damit das Geldsystem tatsächlich funktionieren. 

Es ist mir mittlerweile ein Graus, mich ständig zu wiederholen. Tatsächlich ist es so, dass die Menschen angelogen sein wollen. Sie wollen an den Kapitalismus als gerecht ansehen, weil sie sich selber Vorteile erhoffen. Wird dagegen bei manchen ersichtlich, dass sie diejenigen sein werden, welche die "natürlichen" Nachteile des Kapitalismus ertragen müssen, regt sich der Widerstand.

Doch das ist kein Widerstand gegenüber der Ursache, sondern lediglich ein Abscheu gegen die Auswirkung. Ihr Reformdrang konzentriert sich lediglich auf die Zinsen im Geldsystem. Das Primitivste, das direkt vor ihren Augen sich ausbreitet, sehen sie nicht. Sie sind einfach nicht imstande zu erkennen, dass der Gewinn in der Realwirtschaft, im Zins des Geldsystem sich widerspiegelt.

Noch komplizierter wird es für die Menschen, wenn sie dann anfangen die verselbständigten Geschäfte mit Geld zu betrachten. Daher halten sie das Geldsystem für ein eigenständig entstandenes System des Handels. Das ist natürlich ein Irrglaube, der allerdings von der Wissenschaft mit ihren Studien und Erkenntnissen bereits als Realität beschrieben ist.


Ich kann nur eines mit Sicherheit sagen. Gelingt es den Menschen nicht, die tatsächlichen Zusammenhänge zwischen Eigentum -Wirtschaft - Geld zu erkennen, wird genau das eintreten, wo vor sich fürchten. Ihr Kapital wird vernichtet werden und damit ihr Wohlstand. Ihr Elend wird andernorts dagegen als Wohlstand und Wohltat empfunden. Deshalb lieben die Menschen den Kapitalismus, bis sie von seinen Nachteilen getroffen werden. Es interessiert sie nicht, wer für ihren Wohlstand arbeitet - das ist die Zucht der Dekadenz.

Noch hat Europa nicht kapiert, dass es die arbeitende Bevölkerung ist und rein gar keine Ahnung von Reichtum im heutigen Sinne hat. Es ist nicht imstande zu verstehen, wie Eigentum funktioniert und hält sich tatsächlich für reich. Es ist reich an Blödheit und Selbstgefälltigkeit.

Es glaubt nach wie vor, der Arbeitnehmer braucht den Unternehmer, wie der frühere Untertan annahm er braucht den Fürsten, um zu existieren. Aus diesem Grund wird uns eingeredet, dass wir fleißig sind. In unserer beschämenden Einfältigkeit halten wir uns deshalb für die Könige.So krönt sich der Dumme auch noch mit seiner Einfalt selber zum Deppen.

Haben übermorgen Europa und die USA keine Währung mehr, die ihnen den Einkauf von Rohstoffen ermöglicht, gibt es keine Arbeitgeber und damit auch keine Arbeitnehmer mehr. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir anfangen müssen, Rohstoffländer zu überfallen, sondern es soll ein Grundstock für neues Denken und Begreifen sein.

Nur wer die alten Denkstrukturen verlassen kann, ist imstande, etwas Neues zu beginnen. Die Menschheit braucht tatsächlich ein "Tabula Rasa". Das würde allerdings bedeuten, der Mensch müsste von ganz vorne mit seinem Denken anfangen. Heute kann er nur um und durch das Eigentum denken. Sein Erfolg liegt heute  im Zwichengewinn der verschiedenen Rohstoffvereldelungsschritten. Daher kommt das primitive kapitalistische Hirn auf die Idee, Rohstoffländer zu überfallen, damit er diese selber verarbeiten kann. So befindet er sich wieder im Kreislauf des Kapitalismus der im Grund keine Gewinner und Verlierer kennt. Wer gestern gewann, verliert heute usw.

Wäre der Kapitalismus ein beständiges System von Reiche, würde heute noch die Hanse oder gar das alte Ägypten als Weltmacht dastehen. Der Mensch denkt viel und doch zu wenig, doch sein Horizont ist nie groß genug, um alles zu erfassen, weil er sich zu sehr mit den Nichtigkeiten, seinem kleinen Ego beschäftigt, anstatt sich mit der gesamten Menschheit.

Er beklagt sich über "teilen und herrschen" und selbst ist er erste, der teilt und sei es nur in fleißig und faul. Eine ganz normale unmenschliche Reaktion, die sich aus der Gedankenstruktur des Kapitalismus heraus entwickelte, aber keinesfalls natürlich ist.

Es kommt dem Europäer bzw. dem gebildeten Zivilisierten nicht in den Sinn, dass nicht die Faulheit arbeitslos macht, sondern die kapitalistischen Marktgesetze. Noch schwieriger ist es, diese als unnatürlich zu erkennen. Unsere angebliche Logik rührt von Entscheidungen, die vor tausenden von Jahren getroffen wurden; tausendfach in der Literatur als Wahr und Richtig beschrieben sind, weil jeder vom anderen ohne zu denken abschrieb; sie gelten als analysiert, weil der Mensch die Umstände ihrer Entstehung verkennt.

Europa ist das Land, das seit Tausenden von Jahren unter Kriegen, Unterdrückung und Ausbeutung leidet. Es hat die meisten Erfahrungen mit Misserfolgen diese Art von Krise zu überleben. Es weiß, dass jede überwundene Krise, bereits der Beginn einer neuen ist.

Daher ist es die Aufgabe Europas, endlich aus seinen Fehlentscheidungen zu lernen. Man muss diese Art von Krise nicht überwinden, sondern man muss die Ursachen grundsätzlich aus der Welt schaffen. Dazu muss der Mensch die antike Vorstellung von Welt, Reichtum, Intelligenz und Wissen, in Frage stellen, anstatt diese alten Bücher als hohes Wissen vor sich her tragen. Und an alle Geldgläubigen - der Zins ist unschuldig. Es ändert sich nichts, wenn er abgeschafft wird.

Wir müssen an den Gedanken der Renaissance in seinem Ursprung anknüpfen. Die Philosophie kann sich nicht einfach von der Theologie trennen. Wie es heute praktiziert wird. Sie muss sich neu erfinden und den sogenannten "Muff der alten Talaren" abschütteln. Selbst Platon lag in seiner Beurteilung der Welt falsch. Es gibt keinen natürlichen Grund für niedrige und höhere Menschen. Alleine diese Annahme entspringt der Theologie. Daher steht die heutige Philosophie nur in absolut vereinzelter Form als eigenständiges und freies Denken da.

Den wenigsten ist bewusst, wie tiefgreifend religiöse Muster heute noch in unserer Gesellschaft verankert sind, ohne dass sie als religiös beschrieben werden. Es gab in Wahrheit nie eine Abspaltung von Religion, Kirche und Staat. Es wurden lediglich die religiösen, moralischen Richtlinien als staatliche und gesellschaftliche Gesetze formuliert. Ihr Ursprung aus der Religion geriet dadurch in Vergessenheit und es gilt als Tabu-Bruch darüber zu reden. Das ist die tiefste Form der Zensur, der die Menschheit sich freiwillig unterwirft.

Es darf uns kein Thema zu schade oder zu weit scheinen, es infrage zu stellen. Denn nur wer alles Jetzige mit neuen Augen betrachtet, kann die tatsächlichen Mechanismen unserer Daseinsorganisation verstehen und damit auch ändern.

Die Weichen für die heutige Krise, wurden nicht vor 60, 70 oder 100 Jahren gestellt, sondern vor Tausenden von Jahren. All das zu hinterfragen, birgt das Risiko festzustellen, dass die Menschheit in diesem langen Zeitraum einer riesigen Lüge aufgesessen ist und das was sie für essenziell hält, der größte Irrglaube seiner gesamten Geschichte ist.

Die ganze Menschheitsgeschichte, wäre plötzlich ein Sammelsurium von Irrwitz und Wahnsinn. Selbst der kleinste Grundsatz unserer Moral, würde sich als Lüge und Betrug entpuppten. Es stellt sich also nicht die Frage, was geändert werden muss, sondern kann die Menschheit ihren Jahrtausend alten Irrglauben tatsächlich als Schande ertragen und ihn dadurch überwinden?

Nur ein Atheist in seiner konsequentesten Form kann diese Denkbarrieren und Tabus überwinden und die Funktionsweisen der Matrix erkennen. Alle anderen stehen verloren vor ihren eigenen Altären, hinter die sich nicht getrauen einen Blick zu werfen. Denn eines ist klar, diese Art von Überlebenssystem, das der Mensch sich mit seinem Kapitalismus in Form von Religion über sich stülpte, kann er nur ertragen, wenn er an einen Gott glaubt.

So viel Unrecht und Tod, als Ursache einer Ordnung kann nur mit einem höheren Wesen erklärt werden, das der Menschen offensichtlich nicht versteht. Das ist ein weiteres Zeichen für den Wahnsinn, den die Menschheit sich als Lebensphilosophie zu Grunde gelegte.  Wie Einstein bereits sagte: ""Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.". Genau das tut die Menschheit seit sie den Kapitalismus als Lebensgrundlage festlegte. Wir befinden uns im Kreislauf des Wahnsinns.

Seit Hunderten von Jahren lüften immer wieder Intellektuelle wie Shakespeare, Kant oder Nietzsche den Schleier. Das Einzige was der Mensch daraus machte, waren Schauspiel und Interpretationen, die das alte Weltbild wieder herstellen sollen. All die alten Gedankenviren konnten die Menschheit vom schädlichen Programm "Kapitalismus/Feudalismus" nicht befreien. Selbst Proudhon, "Eigentum ist Diebstahl",  ist bis heute verkannt. Er wird nur in anarchistischen Kreisen zitiert, die damit ihre eigene Egomanie pflegen wollen, denn selbst der Anarchist braucht eine hohe Moral, die an Jesus erinnert. :-D

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. So genannte “Experten” sind bekanntlich solche, die von immer weniger immer mehr wissen, bis sie irgendwann von Nichts alles wissen. Die ganz hohe Kunst, von Nichts alles zu wissen, wurde von Priestern entwickelt:

    (Lutherbibel 1984 / Genesis_3,6) Und die Frau (Finanzkapital) sah, dass von dem Baum (Geldverleih) gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht (Urzins) und aß und gab ihrem Mann (Sachkapital), der bei ihr war, auch davon und er aß.

    Silvio Gesell: Die Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital
    http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/5_4.htm

    Alle elementaren volkswirtschaftlichen Zusammenhänge, die mit genialen, archetypischen Bildern und Metaphern in Genesis_1,1-11,9 exakt umschrieben sind, wurden durch die Überdeckung mit gegenständlich-naiven Fehlinterpretationen (so genannte Exegese der Priesterschaft) über Jahrtausende aus dem Begriffsvermögen der halbwegs zivilisierten Menschheit vollständig ausgeblendet.

    Da es egal ist, welchen Unsinn die jeweilige Priesterschaft redet, solange die eigentliche, makroökonomische Bedeutung im Verborgenen bleibt, erfüllen die Priester noch heute ihre Aufgabe, auch wenn sie schon lange nicht mehr wissen, was sie tun (etwa seit dem 6. vorchristlichen Jahrhundert). Und weil Priester sich stets in Bescheidenheit üben, wissen sie natürlich nicht, dass sie von Nichts alles wissen, sondern glauben nur daran.

    Dieser Glaube wurde im Lauf der Geschichte von studierten “Wirtschaftsexperten” und gewählten “Spitzenpolitikern” übernommen, sodass man heute nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich bei Adam und Eva anfangen muss, um solchen Patienten die Marktwirtschaft zu erklären:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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  3. Silvio Gesell ist eben nur ein Freiwirtschaftler und kann daher das Prinzip des Herrschen und der Macht nicht erkannt haben. Er hält diese für natürlich und daher nicht hinterfragbar.

    Mit seinem Beispiel zum Ursinn hat er allerdings Instinkt bewiesen. Allerdings ist der Sündenfall das Beispiel für "herrsche und teile".

    D. h. Gott ist der Eigentümer, kann Gesetze erlassen, die befolgt werden müssen, wenn man die Ordnung akzeptiert.

    Daher ist es auch der Baum der Erkenntnis, vom dem Adam und Eva aßen und mit der Erbsünde aus dem Paradies folgen.

    Sie hatten gelernt, was Erträge möglich macht und wie man durch "teilen" - Eigentum - herrscht. Ich denke hier sind wir uns einig. Herrschen und Macht sind absolut unnötig. Jeder will zurück ins Paradies und das ist dort, wo kein Gott eine Ordnung aufstellt und den Garten Eden nicht als seinen alleinigen Besitz ansieht und der Rest zu dienen hat.

    Daher ist S. Gesell leider auf dem Holzweg, außerdem er sieht sein System als "natürliche" Selektion der Schwachen an, die in der Freiwirtschaft nicht überleben können, weil auch dort der kommerzielle Gewinn alleine zählt.

    Außerdem ist ein Negativzins auch eine Gebühr, wie der Positivzins. Er wird für den Konsumzwang benötigt. Auf der anderen Seit ist der Mauer benachteiligt, der für seine Arbeit mit Geld bezahlt wird, das sehr schnell an Wert verliert - aber das Haus als Wert erhalten bleibt.

    Alleine aus diesem Grund ist Gesell inkonsequent in seinen Überlegungen.

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