Sonntag, 28. Oktober 2012

New York Times: Propagandamaschine des Egohirns mit parteiischem Gewissen

Noch vor wenigen Tagen postulierte die "New York Times: Familie Wen (chinesischer Premierminister) verfüge über ein geschätztes Privatvermögen von 2,7 Mrd. US-Dollar. Diese Behauptung wurde am Ende durch die Wiederholung sämtlicher Zeitung zur Wahrheit. Wir halten es allerdings nicht für verwerflich, wenn ein Milliardär wie in Georgien zum Präsidenten gewählt wird. Er scheint sein Vermögen redlich erarbeitet zu haben und verdient daher auch eine Position als Politiker. In Sachen Italien - Berlusconi - sieht die gewissenhafte und gerechte Weltanschauung schon wieder anders aus. Welche Anschauung ist nun richtig - oder sind alle Anschauungsweisen gleichsam falsch?

Verfolgen wird doch einmal das viel zitierte "Qui bono...?" - Wem bringt diese Meldung Vorteile. So erhält das Wörtchen "dienen" seinen tatsächlichen Charakter zurück. Wer dient, bringt einem anderen einen Bonus - eben einen Vorteil.

Betrachten wir die Meldung objektiv. Stören wir uns nur an der Summe des Verdienstes von angeblich 2,7 Mrd. US-Dollar oder nur an der Person? Die Summe alleine löst keine Empörung aus und die Person ohne die Summe genauso wenig. Es ist also die Kombination - die Summe - der Meldung. Wen + 2,7 Mrd. US-Dollar = Empörung.

Die schlimmste Wahrheit für den vernünftigen Menschen ist wohl:
Kein Robin Hood dieser Welt, kann das Elend der Welt beenden.
Er muss am Ende den Reichtum mehren, damit er mehr zu rauben hat.  



Heute gilt:
Jeder arbeitet für sich auf eigene Rechnung
und ist darauf bedacht, niemanden davon profitieren zu lassen.
Dieses Paradox muss aufgelöst werden! 



Nehmen wir dagegen die Familie Quant aus Deutschland, mit einem geschätzten Vermögen von 20 Mrd. Euro, lässt sich daraus noch keine Empörung schaffen. Die Quants sind kein politische Instrument, sondern Mitglied der "freien Marktwirtschaft". Sie dienen mit ihrem Vermögen der Allgemeinheit, indem sie Arbeitsplätze schaffen. Verteilen wir ihr Vermögen, bringen wir uns um die Chance eines Arbeitsplatzes. Ihnen steht nach der gängigen Marktwirtschaftsregeln, dieses Vermögen zu. Wir als Masse müssen es schützen, um davon als Arbeitnehmer profitieren zu können. So erklären wir uns die Regeln des Reichtums. Widersprüche erkennen wir dabei nicht. Vermögen ist immer das Resultat einer Leistung, außer bei Wen, dem chinesischen Premierministers - das ist der Charakter der Meldung in der New York Times. So haben wir es gelernt. So sind wir ausgebildet zu glauben und unser Gewissen entwickelt sich an diesem Dogma - an dieser Weltanschauung. Jede Kritik daran gilt als weltfremd.

Daher ist diese Meldung in der New Yorktimes und den vielen Abschreibern in der Welt, eine klare politische Propaganda. Die Angst vor dem Kommunismus wird so wieder heiß gekocht. Dem Betrachter und Leser fällt dabei das allgemeingültige Muster im Kommunismus (Staatsmarktwirtschaft) und in der Demokratie (Private Marktwirtschaft), nicht auf. Der Profit ist das gemeinsame Ziel aller - der Kritiker und der Befürworter. Sie streiten sich lediglich um den Weg. Der Demokrat hält die "Private Marktwirtschaft" für freier und offener und der Kommunist sein System für gerechter. Der Gemeinsamkeit ihrer Ziele verweigern sie die Anerkennung. Doch wer ehrlich zu sich selber ist, muss sich eingestehen, dass ihm es auch mit der größten Anstrengung nicht gelingen wird, eine Vermögen wie das der Quants anzuhäufen.

Wo liegt also das Problem, das man mit sich selber hat. Ein Quantfamilie kann mit der Hilfe von Politik so ein Vermögen "erwirtschaften" - wenn die Politiker sich nicht selber bedienen wie herkömmlicher Unternehmer. Ist das Gewissen? Das !Qui bono? - Das Gewissen diktiert, wer dient, damit es für andere einen Vorteil gibt? ... dann wäre das Gewissen nicht gerecht, sondern eine Finte und Selbstbetrug. Damit ist allerdings noch nicht erklärt, WAS ein Gewissen überhaupt möglich bzw. nötig macht. Mit der Vernunft ist dieses Paradox nicht aufzulösen.

Ein neutraler Beobachter, der nur seinen Verstand benutzt und nicht von seiner Vernunft gesteuert ist, erkennt in beiden Modellen der gemeinsamen Ideologie "Kapitalismus" keinen Unterschied. Daher kann er den Kapitalismus unpolitisch kritisieren. Er ist außerhalb des Dogmas angelangt, wenn er die heutigen Regeln und Normen als Resultat des Eigentumsdenkens erkennt und nicht als "natürliche" Reaktion der Menschheit.

Was will also diese Meldung mit Ihnen und Ihrer antrainierter Vernunft tatsächlich machen? Welche Schlussfolgerungen sollen sie daraus ziehen und welche Schlussfolgerung soll der chinesische Leser der Auslandspresse ausbrüten?

Diese 2,7 Mrd. US-Dollar, die dem chinesischen Premierminister untergeschoben werden, sind also Volksvermögen, das fair verteilt werden müsste - allerdings kommen wir nicht auf die Idee - das Quantvermögen, als Volksvermögen zu betragen, das ebenfalls fair verteilt werden müsste. Ein Widerspruch im Analyseablauf in unseren erzogen Köpfen. Die von der Vernunft dominiert werden und den Verstand anketten und einsperren; ihn knebeln, damit er keinen Laut von sich gibt. Wir sind um Umverteilungsgedanken des Eigentumsdenken ( Vernunft) gefangen. Kritik am Gewinn und am Profit können wir nicht üben, da dieses marktwirtschaftliche Denken als natürlich angesehen wird. Er wird nicht einmal als Dogma anerkannt. Man begreift es als Natur des Menschen, was falsch ist.

Der Chinese soll also lernen zu denken wie Sie. Er soll das gleiche Gewissen entwickeln wie Sie - also die Profite der privaten Marktwirtschaft überlassen und darauf hoffen, dass er durch die Umverteilung der Politik profitiert, wenn sie nur gerecht genug gemacht wird, wie bei uns im Westen.

Ob sich daraus eine bessere Gerechtigkeit, ein besseres Gewissen dabei heraus entwickelt, ist nicht nur fraglich, sondern definitiv unmöglich. Es entwickelt sich nur ein radikaler Sozialdarwinismus auf dem Eigentumsdenken heraus, das auch der Chinese trotz Kommunismus praktiziert. Gewinn werden am Ende dieser Geistes-Erziehung nur dann akzeptiert, wenn sie in der "freien Marktwirtschaft" gemacht werden. Dann sind sie gerecht und vom Gesetz geschützt - alles andere ist Diebstahl. Es ist also unmöglich für den heutigen Geist der Menschen, denn Gewinn und den Profit - egal wer ihn macht als Diebstahl zu sehen.

Da unsere Vernunft inkl. Gewissen vorgibt, gerecht stehlen zu müssen, um überleben zu können. Daher ist die höchste Priorität aller Völker das Eigentum, das als Grundlage des Überlebens angesehen wird. Die Leistung des einzelnen Menschen ist nur in der Abhängigkeit zum Eigentum als Wert ermittelbar. Ein riesiges Defizit im Verstand, aber unerkennbar für die Vernunft. Die Vernunft kann also nur Lösungen unterhalb der Prämisse "Eigentum" suchen und finden. Sie erkennt das Problem nicht. Sie kann nur Eigentum in Volks- oder Privateigentum aufteilen. Sie kann Eigentum aber nie unwert machen und daher ohne Profit sich kein einziges Überlebensmodell für die Menschheit erdenken. Das ist die Denkbarriere der Vernunft, die nur mit dem Verstand überschritten werden kann. Der Mensch muss also seine Vernunft überwinden. Das ist die Kritik Kants, an der "reinen" Vernunft - wobei "rein" nicht umgangssprachlich gemeint ist, sondern auf die Reinheit ihres Glaubens an das Regelwerk bezogen ist. Der Mensch hält sich daher für unschuldig. Er ist unfähig seine Schuld am System zu erkennen. Er kann sie auch nicht mit seinem Geist und einer Analyse herausarbeiten. Im ist keine Möglichkeit zur Objektivität gegeben, außer er benutzt seinen Verstand - der außerhalb der gängigen Vernunft steht und als Lügner angesehen wird.

Die Vernunft ist der Feind des Verstandes

Unserem Verstand wurde also ein Denken beigebracht, das gegen seinen eigenen Verstand agiert und den Verstand als Heuchler und Lügner mundtot macht. So entwickelt der vernünftige Mensch Verhaltensnormen als Gesetz, wieder jedem Verstand - als natürliche Umgangsform unter Menschen. Das was Sie heute als Verstand bezeichnen ist daher lediglich VERNUNFT und hat mit Verstand rein gar nix zu tun. Der heutige Mensch benutzt also niemals, wenn er marktwirtschaftliche Überlegungen anstellt, seinen Verstand. Würde er den Verstand benutzen, käme er zum Schluss, dass er sich nach den Regeln des Irrsinns sich verhält. Er kann also die Regeln als Antimenschlichkeit erkennen. Wer allerdings nur die Regeln in seinen Auswirkungen optimieren bzw. verlagern will, bedient sich weiterhin nur der Vernunft und bleibt im Zeitgeistdenken der Verblendung gefangen.

Das was wir heute als Marktwirtschaft bzeichnen ist nicht nur unpraktikabel und in jeder Hinsicht unmenschlich, sondern alles was den Menschen zu diesen Überlegungen führte, ist falsch. Das bedeutet in der weiteren Konsequenz, dass das was Sie Gewissen nennen, ist nur eine falsche Schlussfolgerung, aus noch falscheren Interpretationen von Natur die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Keine Erfahrung die von der Menschheit je im Zeitalter des Eigentumsdenken gemacht wurde, kann als Grundlage für eine Analyse herangezogen werden. Das gelingt nur sehr wenigen Menschen und noch seltener in absoluter Konsequenz zu ihrem inneren ICH - denn auch das ist ein Resultat der Vernunft und lügt und betrügt.

Folglich spricht die Behauptung in der New Yorktimes einen Urinstinkt - also ihren Verstand an - aber die Vernunft überlagert jede natürliche Schlussfolgerung mit ihren Fehlinterpretationen, die sie Aufgrund ihrer Erfahrungen in der aktuellen Marktwirtschaft machten. Sie werden also immer fehlgeleitet mit ihren Schlussfolgerungen. Sie müssen jemanden für Gut und jemanden für SCHLECHT erklären - alleine das ist eine Konsequenz ihres Gewissen - Sie überwinden also alleine mit dieser Meldung zigmal ihren Verstand und landen in der Unmenschlichkeit als Norm.

Es gelingt Ihnen also nicht, ihre gemachten Erfahrungen als Fehleinschätzungen zu erkennen, sondern sie gelten für sie als Wahrheit - und nicht als Trugschluss.

Daher wird sich an ihrer vernünftigen Bewertung der Dinge auch nichts ändern, wenn Wen kein 2,7 Mrd. US-Dollar als Vermögen hortet. Sie werden weiterhin das chinesische Volk als ausgebeutet empfinden und sich selber als Europäer oder Amerikaner als freien Menschen, der selber die Möglichkeit angeblich hat, derartige Vermögen anzuschaffen. Diese Einschätzung ist allerdings nur ein Diktat ihrer Vernunft, ihr Verstand, der auch durch seinen Knebel noch fähig ist zu schreien, sagt ihnen etwas anderes.

Der Mut, den eigenen Verstand von der Kette lassen

Wer aus der tiefen Ferne also seinen Verstand hört, kommt zu einer aussichtslosen Bewertung der aktuellen Situationen im gültigen System, denn die Vernunft gibt die Regeln und Normen vor, in der sich ihr Verstand bewegen darf, wenn er nach Lösungen sucht. D. h. ihr Verstand versucht krampfhaft die Marktregeln so zu beugen, dass für ihn eine Gerechtigkeit heraus kommt, die der aktuellen Definition von Gewissen entspricht. Ihr Verstand ist daher nicht frei. Er ist nur an der langen Leine des Zeitgeistes und weiterhin am Gängelwagen, wie es Kant beschreibt.

... denn ihr Verstand glaubt, die Vernunft von ihren Fehlern nur dann überzeugen zu können, wenn er - der Verstand - in den bekannten Regeln der Vernunft argumentiert. Doch das wird nie gelingen, denn ihr Verstand muss erst einmal einsehen und erkennen, dass alle Regeln und Normen, das Gewissen und auch die Moral, nur ein Resultat der Vernunft sind und daher falsche Erfahrungen. Wer also Lösungen sucht, muss all das abschütteln, egal was die Vernunft dazu sagt und wie sehr sie es für unmoralisch hält.

Wer sich also von einem Dogma befreien will, muss ich nicht die äußerlich erkannten Missstände beseitigen, sondern seinen Verstand über die Vernunft stellen. Er muss er kennen, dass die Missstände, die abgeschafft werden sollen ein Resultat der Vernunft sind. Wird das Eigentumsdenken als Lüge entdeckt, lösen sich alle Missstände sofort auf - das sie zum Erhalte des Systems nicht mehr notwendig sind. Emotional übertrag bedeutet dies: Die Armut muss nicht mehr erträglich gemacht werden, denn sie wir es hinterher nicht mehr geben.

Vernunft ist kein Bewusstsein - wie Hegel behauptet und auch Schopenhauer, sondern sie ist lediglich eine Hirnschaltungsanpassung an die aktuelle allgemein anerkannten Regeln und Normen des Eigentumsdenkens (Bitte nicht vergessen: Es geht nicht darum das Eigentum jemand anderem zur besseren Verwaltung und Gewinnvermehrung zu übertragen! - das ist nur politische Geplänkel). Die Vernunft ist nach dem Enttarnen des Eigentumsdenken nicht mehr als Überlebensinstrument notwendig. Der Mensch hat dann seine unnatürlichen Lebenszwänge überwunden. Heute sind wir nur gefangene Wildtiere. Nur derjenige, der sich anpasst - also Vernunft entwickelt - wird in der Gefangenschaft des Zoos überleben.

Würde sich heute die Zootiere demokratische organisieren, kämen sie aus der Vernunft heraus zu der Überzeugung, dass sie ihren Zoo optimieren müssen, um mit den Eintrittgeldern überleben zu können. Tierbabys bringen Besucher und damit Umsatz, mit dem Fressen gekauft werden kann. Allerdings werden die erwachsenen Babys auch für diesen demokratischen Zoo ein Problem. So entwickelt sich ein Gewissen, das sich den Umständen anpasst und jetzt wollen Sie mir wahrscheinlich erzählen, dass Ihr Gewissen immer noch natürlicher ist und das der gefangenes Zootier in meinem Beispiel. Das nenne ich heldenhaft und vernünftig, aber ohne Verstand.

Damit muss ich also mit ihrer Vernunft diskutieren und darf mit ihrem Verstand dabei kein einziges Mal sprechen. Für mich ist das aber leider keine Ausgangsbasis für Diskussionen. Sollten Sie auf ihrer Reise durch sich selbst, ihren Verstand treffen und sind dabei auch noch fähig, in zu entfesseln, können sie gerne wieder bei mir vorbei schauen.

In diesem Sinne!
Eurer Politprofiler

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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