Mittwoch, 27. Februar 2013

Italien: Der Verlierer Monti solle eine Linke in Italien führen?

Italien hat gewählt und Deutschland regt sich über dieses Wahlergebnis auf. Berlusconi ist der Aufreger und soll vom Wahldebakel des EU-Technokraten Monti ablenken. Italiens Entscheidung ist klar. Sie stimmen gegen die Armutsverordnungen aus Brüssel, die von der deutschen mitte-rechts Regierung unter Merkel angestoßen wurden.

Das führt dazu, dass Deutschland sogar eine "mitte-links" Regierung in Italien befürwortet. In den 1970er war dies noch ein Verrat an der Demokratie und führte zum Gladio-Einsatz in Bologna. So ändern sich die Zeiten bzw. die Einschätzungen.


Die internationale Presse unterstützt den Standesdünkel, der noch vom Mittelalter geprägt ist. Die damalige Bürgerschaft ist allerdings niemals das gemeine Volk gewesen, sondern ist immer noch die Bourgeoisie. Monti ist deren Hoffnung und er bekam lediglich 10% der Wählerstimmen in Italien. Eine absolute Niederlage für die Neoliberalen und Freihändler dieser Welt. Die nichts anderes wollen als eine Welt-Hanse zu erstellen und jeden Willen des gemeinen Volkes mit Kapital und Abhängigkeit zu unterdrücken.

Die Libertären dieser Welt sitzen in sämtlichen Führungespositionen und erzählen die Mär von der Freiheit der Märkte, die angeblich auch die Freiheit den Menschen mit sich bringt. Größere geglaubte Lügen gab es noch nie in der Geschichte der Menschheit.

Selbst im Mittelalter entschied sich der Unterstand für seine eigene Freiheit und für die Unabhängigkeit vom Kapital. Nun schreiben wir das 21. Jh. und der niedrige, abhängige Mensch ist unterhalb dem Bildungsstand des damaligen Lehnsbauern. Er lebt kaserniert in Städten, auf engstem Raum. Arbeitet tagtäglich für seinen Unterhalt und seine Unterkunft.

Die Infrastruktur wird nicht vom Gutsherren, der Bourgeoisie finanziert, sondern über seine gemeinnützigen Abgaben an den Staat. Die Bourgeoisie fordert sogar vom Staatsvolk, dass es ständig seine für den Freihandel benötigte Infrastruktur finanziert unter den Versprechungen, das gäbe Arbeitsplätze.

Historisch betrachtet lebt die heutige Menschheit unter der Allianz der Feudalherrschaft zwischen Habsburger und Bourgeoisie, welche ihnen erlaubte Staaten zu gründen. Sie waren eine systemische Notwendigkeit. Nun läuft die Demokratie aus dem Ruder.

Wenn Demokratie gefährlich wird

Die Gefährlichkeit der Demokratie gegenüber der herrschende Sozialrasse ist klar erkennbar. Eine Demokratie ist im Sinne des Feudalismus nur dann beherrschbar, wenn die Armut nicht die 50% Hürde übersteigt. Verliert die Mehrheit einer Demokratie die Hoffnung und Glauben an den sozialen Aufstieg in die Oberrasse des sozialen Gefüges, entstehen Willensbildungen die sich ganz eindeutig gegen die Bourgeoisie stellt.

Das ist nun in Italien geschehen und wird sich in anderen Ländern dieser Welt fortsetzen. Griechenlands Willen der Bevölkerung zerbrach noch unter den Drohungen aus Brüssel - doch Italien lässt sich davon nicht beeindrucken. Armut ist unter der Herrschaft von Brüssel nicht anders wie unter der italienischen Bourgeoisie.

Doch eine rein italienische Führungsschicht lässt sich leichter kontrollieren, als eine Regierung die im fernen Brüssel residiert, wie damals Rom für seine annektierten Ländereien - der sogenannten Peripherie des Imperiums. Genauso wird Bulgarien bereits in der Presse beschrieben - als Peripherie. Welch eine Dekadenz muss in den deutschen Schreibstuben der Verlagen herrschen? Sie verwechseln den Bürgerstand des Mittelalters mit dem Bürger der heutigen Zeit.

Da machen sich Wissens- und Verständnislücken auf, die mit keinem Wort der Welt beschrieben werden können. Das einzige Wort das mir dazu einfällt ist BLÖDHEIT.

Der Informationsbürger

Der heutige Bürger - der nicht zum Bürgerlichen Stand gehört - hält sich für informiert, wenn er wie ein Waschweib die vorgegebenen Themen der Meinungsbilder unserer Zeit diskutiert und als Grundlage für Lösungsansätze nimmt. Er wird gejagt von der Vorstellung der Armut - also von der Vorstellung - der bürgerliche Stand unserer heutigen Zeit verweigere seine Fürsorgepflicht, die der abhängige Mensch fahrlässiger Weise als Moral bezeichnet. 

 Es geht nicht darum, wer nun an allem schuldig ist, um sich selber von aller Schuld davon freizusprechen. Die Bourgeoisie ist ein Resultat der gelebten Moral des Volkes. Sie macht nicht die Moral - die Moral macht der Glaube und die Hoffnung an den Reichtum.

Daher heißt es: "Nur wer vertraut - folgt!" - Wem wollen Sie vertrauen, damit Sie wieder irgendeinem Marktschreier folgen können, der Ihnen den Reichtum verspricht oder ein bisschen Glückseligkeit (ist nicht Glück).

So lange der Mensch glaubt, Kapital, Eigentum, sei Macht - wird es so bleiben. So lange der Mensch glaubt, Reichtum sein für den Fleißigen gerechtfertigt, wird sich nichts ändern. Heute ist Fleiß vom Gutdünken der Bourgeoisie abhängig und fleißig will nur der sein, dem der Reichtum als Lohn vor Augen steht.

Diese Fleißigen werden also immer bemüht sein, jeden anderen Fleiß zu unterdrücken, der ihre Autorität und damit ihren Reichtum untergräbt. Der Mensch muss der Erkenntnis kommen, dass Umverteilen lediglich ein Teil der Macht ist, die ihn in Armut hält und gefügig macht.

Was ist Politik?






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